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Aktuelle Buchprojekte Kulturtechniken der Synchronisation Erscheint im Frühjahr 2012 beim Wilhelm Fink Verlag. Zeit ist stets älter als ihre Begriffe und wird durch je konkrete Kulturtechniken allererst erzeugt. Dabei spielen die kulturellen Praxen und Techniken der Synchronisation eine kardinale Rolle, sei es in den Kalendersystemen seit den frühen Hochkulturen, den im 19. Jahrhundert von der Eisenbahn durchquerten Zeitzonen oder in heutigen Satelliten, ohne die GPS-Verortung unmöglich wäre.Der Band gliedert sich in die vier Bereiche der technischen, sozialen, biologischen und medialen Systeme. Entsprechend thematisieren die Beiträge erstens materiale und apparative Techniken wie sie beispielsweise in Uhren oder Computern realisiert werden. Zweitens stellen sie für den sozialen Bereich die Frage nach den kulturgenerierenden Praktiken und Operationen der Synchronisation einerseits historisch-genealogisch, andererseits im Verhältnis von Individuum und Masse. Drittens stehen mit den biologischen Systemen die circadianen, sexuellen oder krankheitsbedingen Rhythmen und Zeitformen zur Disposition. Und viertens wird die Synchronisation als zentrale Kulturtechnik verstanden, die Medien als symbolische Ordnungen ermöglicht.
Bildtelegraphie. Eine Mediengeschichte in Patenten (1840-1930) (Hrsg. gemeinsam mit Albert Kümmel-Schnur)
Erscheint im Frühjahr 2012 bei transcript. Die Bildtelegraphie ist das vergessene Vorläufermedium von Fax und Fernsehen. Es gibt keine Technikgeschichte, wohl aber eine Wissensgeschichte dieses Mediums, die in seinen Patentschriften lesbar wird.Als höchst eigensinnige Aktanten, die zugleich technisch-formalisiertes Wissen vermitteln sowie über deutliche rhetorische und graphische Freiräume verfügen, stehen Patentschriften im Wechselspiel von formaler Strenge und sprachlich-diagrammatischem Überfluss. Sie visionieren Anwendungsszenarien, adressieren mögliche Nutzungen und lassen Eitelkeiten der Erfinder erkennen. Dieses Buch erzählt die Geschichte der Bildtelegraphie am Leitfaden ihrer Patente und schließt damit auf innovative Weise eine medienhistorische Lücke. |
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Prof. Dr. Christian Kassung, Lehrstuhl für Kulturtechniken und Wissensgeschichte Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin D-10178 Berlin Sophienstraße 22a 030/2093-8240 E-Mail |
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