»student lecture series« gewinnt Preis für gute Lehre 2011

Die studentische Projektgruppe student lecture series 2011 erhält den Humboldt-Preise für gute Lehre 2011. Die von Nina Franz, Marco Heiter, Juliane Koszinski, Julia Trachternach und Stephan Zandt organisierte student lecture series greift die Veranstaltungsform der Ringvorlesung auf, um ein neues Lehrformat zu entwickeln, das sowohl das Lehrverfahren als auch die Träger der Wissensvermittlung betrifft: Die student lecture series ist von Studierenden für Studierende gemacht.

Die im SS 2011 veranstaltete Ringvorlesung fand wöchentlich unter großer Resonanz im Medientheater (Sophienstr. 22a) von 18.00 bis 20.00 Uhr statt. Die student lecture series bot BA- und MA-Studierenden des Faches Kulturwissenschaft – auf der Grundlage einer bereits abgeschlossenen und begutachteten Abschlussarbeit oder Hausarbeit – die Möglichkeit, sich mit einem 40minütigen Vortrag als selbständige Forscherinnen und Forscher zu präsentieren und die Ergebnisse ihrer Arbeit öffentlich zur Diskussion zu stellen.

Die Jury des Humboldt-Preises für gute Lehre fand das Projekt in zweierlei Hinsicht auszeichnungswürdig: Zum einen »als Zeichen studentischen Engagements in der Lehre, Selbständigkeit, wissenschaftlichen Interesses und akademischen Anspruchs gerade auch der Studierenden«, zum anderen als »Zeichen für eine akademische (Lehr-)Kultur, die am Institut für Kulturwissenschaft durch die Lehrenden erzeugt wird«. Daher wurden neben den Studierenden auch Prof. Dr. Iris Därmann und Dr. Holger Brohm mit dem Humboldt-Preis für gute Lehre ausgezeichnet, die durch ihre Unterstützung »dieses Projekt ermöglicht haben«, wie es in der Laudatio des Vizepräsidenten für Studium und Internationales, Prof. Dr. Michael Kämper-van den Boogart, heißt.

Prof. Dr. Kassung gewinnt Humboldt-Preis für gute Lehre 2010

Christian Kassung, Professor für Kulturtechniken und Wissenschaftsgeschichte am Institut für Kulturwissenschaft, erhält den diesjährigen Humboldt-Preis für gute Lehre. Die Auszeichnung prämiert besondere Leistungen in der Lehre und ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert, das dem Preisträger wiederum zum Zwecke der Lehre zur Verfügung gestellt wird.
Mit dieser Entscheidung würdigt die Jury die in herausragender Weise auf eine kreative Innovation ausgerichtete Lehre Kassungs, seine optimale Betreuung der Studierenden sowie eine höchst erfolgreiche institutionelle Reformtätigkeit innerhalb der Universität.

Pressemitteilung der HU

Informationen zum Humboldt-Preis für gute Lehre

Essaywettbewerb 2009

Trash Culture Essaywettbewerb

Der Essaywettbewerb "Trash|Culture" ist abgeschlossen. Die drei besten Einsendungen sind:

1. Kai Spanke: Dürfen die das? Wie Die Ärzte das Spannungsfeld zwischen Trash und Kunst vermessen 

2. Victoria Weidemann: try and trashology

3. Janina Reinsbach: Trash-Crash. Ein Essay über Be- und Ent- Wertung, Rest- oder Störstoffe, Abgrenzung und Selbstironie 

Jury:
Dr. Holger Brohm (HU Berlin, Institut für Kulturwissenschaft)
M.A. Melanie Fritsch (Uni Bayreuth, Forschungsinstitut für Musiktheater)
Prof. Dr. Christian Kassung (HU Berlin, Institut für Kulturwissenschaft)
Prof. Dr. Albert Kümmel-Schnur (Uni Konstanz, Fachbereich Literaturwissenschaft, derzeit Gastprofessor am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Uni Wien)
Prof. Dr. Peter Wicke (HU Berlin, Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft)

Der Essaywettbewerb wird organisiert von:
Katharina Rein (Kontakt: katharina.rein(...)student.hu-berlin.de, Leitung)
Thomas Groh
Michael Kerber
Una Ulrike Schäfer
Marianna Szilbereky

Plakatgestaltung: Markus Dittrich
Beratung: Katharina Walter

Mit freundlicher Unterstützung von Cinema Surreal, Bertz + Fischer Verlag und Splatting Image

Humboldt-Preis 2009

Die Magisterarbeit von Mira Frye "Geistererscheinungen, Hirngespinste und Augengespenster - Medien des Gespenstischen im späten 18. Jahrhundert" ist mit dem Humboldt-Preis 2009 ausgezeichnet worden.

Die Figur des Gespensts unterläuft die Grenze zwischen Tod und Leben, Wahn und Wirklichkeit und stellt die Wissenschaft damit vor Probleme. Die Magisterarbeit von Mira Frye antwortet auf diese Herausforderung mit einer kulturwissenschaftlichen Perspektive. Sie konturiert die Figur des Gespensts im Zeitraum von 1750 bis 1800 und nimmt dazu zeitgenössische philosophische, psychologische und naturwissenschaftliche Debatten ebenso in den Blick wie die spezifische Medialität und Ästhetik des Gespenstischen. Sie rekonstruiert, wie das Gespenst im Zusammenspiel von Diskursen, Räumen, Praktiken und Medien entsteht.
Während die Aufklärer des späten 18. Jahrhunderts das Gespenst aus dem Bereich der Wissenschaft ausschlossen, wurde es zu einem zentralen Motiv der sich formierenden Unterhaltungskultur. Zwei mediale Dispositive machten das Gespenst zu dieser Zeit massentauglich: Die Laterna-magica-Projektionen des Phantasmagorientheaters auf der einen und die frühromantische Romanliteratur auf der anderen Seite. Das Verhältnis zwischen Gespenstern und Medien ist in beiden Fällen ein doppeltes: Medien ermöglichen die Erfahrung des Gespenstischen, während das Gespenst zugleich das exklusive Sujet bildet, anhand dessen Medien ihre Medialität reflektieren. Die kulturelle Allianz von Medien und Gespenstern, wie sie sich im 18. Jahrhundert abzeichnet, reicht über den Spiritismus, die Geisterfotografie des 19. Jahrhunderts und das frühe Kino bis in die Gegenwart hinein.

Die Magisterarbeit von Mira Frye wurde am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin eingereicht und von Prof. J. Vogl und Prof. N. Adamowsky betreut.

 Inhaltsverzeichnis und Einleitung der Magisterarbeit (als PDF)

CV Mira Frye

Studium
05/2009 Abschluss Magister Artium (M.A.) in Kulturwissenschaft und neuerer deutscher Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin (mit Auszeichnung)
2004–2005 Erasmus-Aufenthalt an der Universidad de Sevilla, Spanien
2002–2009 Studium der Kulturwissenschaft und neueren deutschen Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin

Berufstätigkeit    
10/2006 – 03/2009 Studentische Hilfskraft bei Prof. Dr. Joseph Vogl, Institut für deutsche Literatur, HU Berlin
10/2007 – 01/2008 Freie Mitarbeit beim DFG-Netzwerk „Gewalt der Archive“, HU Berlin
09–11/2007 Studentische Hilfskraft bei Prof. Dr. Natascha Adamowsky, Institut für Kulturwissenschaft, HU Berlin
 

 



 

Die Seminarunterlagen zu kulturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen finden Sie in den Online-Kursen auf der Lernplattform Moodle.

Das Institut für Kulturwissenschaft ist umgezogen.

Die Büros befinden sich jetzt im 4. OG der Georgenstraße 47, 10117 Berlin. Die alten Rufnummern werden umgeleitet, die neuen Rufnummern sowie die neuen Raumnummern finden Sie auf unserer Homepage.

Das KVV für das Sommersemester 2012 kann ab sofort über Agnes eingesehen werden.

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