Fußnoten

Nikolaus Wegmann: Literarische Autorität.

[1]: Anderegg, Johannes: Literatur und Literaturwissenschaft -- Offenheit und Autorität. In: Autorität. Spektren harter Kommunikation. Hrsg. v. Ralph Kray/K. Ludwig Pfeiffer/Thomas Studer. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1992, Seite 121-133. Hier Seite 124.





[2]: Zum Verhältnis von Forschungsdesign und Problemformulierung vgl. Niklas Luhmann: Die Wissenschaft der Gesellschaft. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1990. S. 419ff.





[3]: Geertz, Clifford: Commom sense als kulturelles System. Zum Problem des ethnologischen Verstehens (1975). In: Geertz: Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1987. S.188-261.





[4]: Gingrich hat zwei sehr unterschiedliche PR Statements zu unserem Thema verbreiten lassen. Einmal tritt er auf als Lobbyist und Propagandist einer Medien- und Kommunikationsrevolution und scheint sich dabei vollends als Banause zu bestätigen. Wer noch nicht an das neue Zeitalter glaubt, wird als schlichtweg anachronistisch im polemischen Sinn von ewig-gestrig kritisiert: Zu viele hängen noch am Buch, seien noch immer "too textbound" und "too book-oriented". Zugleich aber, und das interessiert hier allein, stimmt Gingrich auf eine technisch-pragmatische Weise in das Lob des Guten Buches ein.





[5]: Also jenes Axiom, wonach zwischen Lautkörper und Bedeutung nur eine willkürliche (oder konventionelle) Verbindung besteht.





[6]: Barthes, Roland: Saussure, das Zeichen und die Demokratie. In: Ders.: Das semiologische Abenteuer. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1988. S. 159-164.





[7]: Requate, Jörg: Von der Gewißheit, falsch informiert zu werden. In: Obsessionen. Beherrschende Gedanken im wissenschaftlichen Zeitalter. Hg. v. Michael Jeismann. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1995. S. 272-293. Hier S. 272.





[8]: Nachzulesen u.a. bei Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft. Bd. 2. Frankfurt/Main : Suhrkamp 1983. S. 559-575 und Niklas Luhmann: Die Realität der Massenmedien (=Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften, G 33) Opladen: Westdeutscher Verlag 1995. Bes. S. 17ff. Ein Effekt, der - gerade weil er in jeder neuen Sendung, in jedem neuen Medienprodukt immer wieder mitproduziert wird - auch nicht mit Tugend und Moral-Appellen zu kompensieren ist.





[9]: Steiner, George: Von realer Gegenwart. München: Hanser 1990. S. 51





[10]: So Leiris in seinem letzten Buch: Langage Tangage (1985). Das Zitat findet sich übersetzt und kommentiert, bei Gert Mattenklott: Botschaften aus Retrograd. Aspekte der intellektuellen Situation. In: Intellektuellendämmerung. Beiträge zur neuesten Zeit des Geistes. Hg. v. Martin Meyer. München: Hanser 1992. S. 96- 109.





[11]: Mehr als nur eine Fundgrube für diese Geschichte : L. Calboli Montefusco u.a.: Auctoritas. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Hg. v. Gert Ueding. Bd.1. Tübingen: Niemeyer 1992. Sp. 1177-1188.





[12]: So etwa das Modell, das Terry Eagleton der Literaturwissenschaft empfiehlt. Vgl. Eagleton, Einführung in die Literaturtheorie, 2. Aufl. Stuttgart, Metzler, 1992 (Oxford 1983). S.1-18.





[13]: Wertengagements fordert z.Z. -- und das wohl sehr viel folgenreicher als bewegte Feuilletons -- vor allem eine weiter refromierende Schul- und Kultusbürokratie. Eine Fallgeschichte sind die Diskussione um die neuesten Lehrpläne für das Land Schleswig Holstein.





[14]: An dieser Prämisse hängt viel. Inwieweit oder ob überhaupt sie z.B. (noch) für die Gesellschaft(en) der Vereinigten Staaten zutrifft, ist fraglich. Was dann?





[15]: Schon der Neologismus selber zeigt die Virulenz der Zeit-Frage an. Von dieser Brisanz her gewinnt die überkommene Zeitresistenz als Indikator für eine Sonderrealität der Literatur erneut und erst recht an Aufmerksamkeit.





[16]: Die Frage der Zeit-Dauer ist demnach nicht zu beschränken auf den Ruhm eines bestimmten Werkes oder Autors. Sie ist auch eine medientechnische Fragestellung.





[17]: Diese Frage ist unvermeidlich. Schließlic, so schon Pail ValŽry, könnte die Literatur ("der Vers") heute nicht mehr erfunden werden. In der Tradition dieses Gedanken auch: Heinz Schlaffer, Poesie und Wissen, Frankfurt am Main, Suhrkamp, 1990. Bes. S.91ff.





[18]: und also käme es darauf an, aus dem kulturkritischen Topos der "Medienkonkurrenz" ein literaturwissenschaftliches Forschungsprogramm zu machen.





[19]: Daß eine (einzige) Operation dazu reicht, ist allerdings wenig wahrscheinlich.





[20]: Nicht wenige Genre der Literatur sind bereits museale Realität. Auch das eine Form des Literaturverfalls. Andererseits gibt es auch den Gegentrend, man denke an neue Genres und/oder Inszenierungsformen wie slam-poetry, hip-hop oder hypertextuelle Formen des Schreibens und nicht-lineare Modi des Lesens.





[21]: Paul ValÈry, Cahiers, Bd. 6, S. 58 (Eintrag von 1929).





[22]: B. Groys: Vortrag mit gleichem Titel gehalten auf der Tagung: Telepolis. Stadt am Netz, Karlsruhe, 1995.






Matthias Bickenbach: Voll im Bild?

[1]: Abzweigung ins Bild-Archiv: "Weiterhin ist die bügellose, auf die Nase geklemmte Brille ein Motiv, das auch auf der Berufung des Matthäus von ter Brugghen [...] von 1621 wiederzufinden ist." Richtigstellung: "Die Brille ist ein historisch unrichtiges Attribut, sie wurde erst 1280 erfunden." Kommentare zu Hendrick Bloemaert Der Heilige Hieronymus (1624, München, Bayerische Staatgemäldesammlung Alte Pinakothek). In: Leselust. Niederländische Malerei von Rembrandt bis Vermehr. Schirn Kunsthalle Frankfurt 1993, hier S. 137 und S. 50 (Görel Cavalli-Björkman: Hieronymus in der Studierstube).





[2]: "'Wenn es eine Kino-Ästhetik gibt", sagt RenŽ Clair, 'kann sie in einem Wort zusammengefaßt werden: Bewegung.'." Zitiert nach John Berger: Was ist Film? In: Lettre international 12 (1991), S. 61-64, hier S. 63.





[3]: Sieben Leuchter, Engel, Siegel, Brücken etc. Siehe nur Die Offenbarung des Johannes. Ansonsten z. B. Heinz Meyer und Rudolf Suntrup: Lexikon der mittelalterlichen Zahlenbedeutungen. München 1987.





[4]: Siehe Ecos Kommentar zum Krimi als "Konjektur-Geschichte [...] Eine Geschichte, in der es um das Vermuten geht". Umberto Eco: Die Metaphysik des Kriminalromans. In: ders.: Nachschrift zur Name der Rose. München 1986, S. 63 ff. Daher haben die Morde in Der Name der Rose gerade keinen gemeinsamen Nenner.. Zusammenhängend (wegweisend) zum Spur-Paradigma Carlo Ginzburg: Spurensicherung. Der Jäger entziffert die Fährte, Sherlock Holmes nimmt die Lupe, Freud liest Morelli - die Wissenschaft auf der Suche nach sich selbst. In: ders.: Spurensicherungen. München 1988, S. 78-126.





[5]: "[T]he way in which a text thus differs from itself is never simple: it has a certain rigorous, contradictory logic whose effects can, up to a certain point, be read.." Barbara Johnson: The Critical Difference, S. XI. Zu den Verwicklungen von Lesen, Schreiben und Text siehe Jonathan Culler: Dekonstruktion. Reinbek 1988.





[6]: "To call a text literary ist to trust that it will make sense eventually, even though its quality of reference may be complex, disturbed, unclear." Geoffrey Hartmann: Saving the text. John Hopkins Univ. Press 1981, S. xxi.





[7]: Für eine Applikation siehe Kurt Röttgers: Diskursive Sinnstabillisation durch Macht. In: Jürgen Fohrmann, Harro Müller (Hg.): Diskurstheorien. Frankfurt a. M. 1988, S. 114-133, hier S. 120 f.. Gerade weil "Text" als Kategorie primordial ist, taugt sie nicht zur Analyse. Gegen eine Ausdeutung in Richtung unabschließbarer Zeichenverkettungen wendet sich auch Clemens Knobloch: Zum Status und zur Geschichte des Textbegriffs. Eine Skizze. In: LiLi 20, H. 77 (1990) (= Philologische Grundbegriffe. Hg. v. Helmut Kreuzer), S. 66-87.





[8]: Das ist nicht selbstverständlich. Noch Juri Lotman z. B. definiert Text mit der "Eigenschaft begrenzt zu sein". Ohne die Kategorie nur auf Geschriebenes zu beschränken. Vgl. Juri M. Lotman: Die Sturktur literarischer Texte. Üb. v. Rolf-Dietrich Keil. München 1972, S. 84. Seit dem, was Poststrukturalismus genannt wird, gilt jedoch der zeichentheoretische Nachweis, daß ein Zeichen nicht nur mehreres bezeichnen kann, sondern vielmehr um die Funktion des Bezeichnes erfüllen zu können, notwendig das Bezeichnete nie fest-gestellt werden kann. Anders gesagt: Das Signifikat ist immer auch in der Stellung des Signifikanten. Anschauung bieten Analysen, die unter dem Titel (zu präzisieren) Dekonstruktion laufen.





[9]: "vom historischen standpunkt aus müssen drei worte unterschieden werden, von denen die beiden ersten vielleicht dieselbe etymologische grundlage haben, das dritte ist ursprünglich ein ganz anderes wort, ist aber später mit dem zweiten zusammengeworfen worden." Art. weben.. In: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Bd. 27, Leipzig 1922, Nachdruck München 1984, Sp. 2620-2654, hier Sp. 2620.





[10]: "Es sei erinnert, daß weben (trameare) zuerst Löcher machen, durchschießen, das Hierund-dort der Kette verarbeiten heißt." Jacques Derrida: Tympanon. In: ders.: Randgänge der Philosophie, Hg. v. Peter Engelmann. Üb. v. Günter Sigl. Wien 1988, S. 13-27, hier S. 27. Ganz anderer Anschluß: Die Löcher sind laut Rezeptionästhetik die Bedingung der Möglichkeit ästhetischer Wirkung: Leerstellen. Vgl. hier Wolfgang Iser: Die Apellstrutkur der Texte. Unbestimmtheit als Wirkungsbedingung literarischer Prosa. Unviverstiätsreden Konstanz 1971.





[11]: Aristoteles: Poetik. 18. Kap., 1456a. Üb. und hg. v. Manfred Fuhrmann, hier S. 57: "Viele schürzen den Knoten vortrefflich und lösen ihn schlecht wieder auf; man muß jedoch beides miteinander in Übereinstimmung bringen." (Ebd. S. 59).





[12]: Das Web-Schiffchen läuft hin und her, das ist "Diskurs". Weitere Übertragung der Metapher - von Schiff zu Schiff: "Die römischen Dichter pflegen die Abfassung eines Werkes einer Schiffahrt zu vergleichen." Ernst Robert Curtius: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter. 11. Aufl., Bern 1993, S. 138.





[13]: Anschluß: "How to cut. Genau das ist die Frage, das ist das Formproblem [...]. Das Problem des Anschlusses ist als Schnittproblem zu behandeln." Georg Stanitzek: Talkshow-Essay-Feuilleton-Philologie. In: Weimarer Beiträge 38 (1992), H. 4, S. 506-528, hier S. 521.





[14]: Mimesis nicht als Abbildungs-, sondern als Darstellungsrelation einer Poiesis verstanden. Umfassend dazu Gunter Gebauer und Christoph Wulf: Mimesis. Kultur - Kunst - Gesellschaft. Reinbek 1992.





[15]: Filme wie Barton Fink oder Die Vorleserin ...





[16]: So Prosperos Books und das Mutter-Buch-Natur Märchen, samt Melancholietradition, Kabbala usw. Siehe Detlev Kremer: Peter Greenaways Filme. Vom Überleben der Bilder und Bücher, Stuttgart, Weimar ,Metzler 1995.





[17]: Arca, Arche, Archiv: usrp. Kiste, Truhe zur Aufbewarung von Reliquien und Büchern im Kloster.





[18]: James Monaco: Film verstehen. Kunst, Technik, Sprache, Geschichte und Theorie des Films. Reinbek, Rwohlt 1980, hier S. 406, ausführend zur Montage siehe S. 202 ff. Original als "How to read a film", London 1977. (Hier war dem Deutschen Lesen mal wieder Verstehen.)





[19]: Zum Lesen als sammeln (collegere) vgl. Michael Cahn: Das Schwanken zwischen Abfall und Wert. Zur kulturellen Hermeneutik des Sammlers. In: Merkur 45 (1991), S. 674690, hier S. 683.





[20]: Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie. Italienisch/Deutsch. Üb. und kommentiert v. Hermann Gmelin. Bd. 1. Erster Teil: Inferno - Die Hölle. Fotomechanischer Nachdruck der Stuttugart 1949-1957 erschienenen Ausgabe, München 1988. Hier Fünfter Gesang, S. 59.





[21]: Siehe Dante: Göttliche Komödie, II. Teil, Purgatorium, 10. bis 27. Gesang.





[22]: Vgl. den Kommentarband zum Purgatorium von Hermann Gmelin zu seiner Ausgabe (Band V), Einleitung, S. 7 ff. Die Kirchenlehre zum Thema Läuterung stützt sich nur mühsam auf drei einzelne Bibelstellen. Dante "schöpft" daher aus verschiedenen Registern, "jüdische Kosmologie", "hellenistische Tradition", Patristik. Das Modell gibt die "Idee des Berges" (in Paradieslage), d.h. ein ganz anderes Register mit viel Material, aus dem Dante die Struktur des Bergaufstiegs durch den "Läuterungsberg" - analog zur Jenseitsreise der Seele - webt. Auch die Darstellung der Bußen für die sieben Sünden ist aus verschiedensten Quellen montiert. Das bedeutet: William ist fasziniert, aber er wird kaum Aufschlüsse über das Verfahren des Täters herausfinden.





[23]: "Die amerikanische Angst lautet: die Feuer könnten ausgehen. Die ganze Nacht über brennen in den Häusern die Lichter. [...] Gar nicht zu reden von den Fernsehprogrammen rund um die Uhr, die oft halluzinatorisch in den leeren Räumen der Häuser oder in den nichtbesetzten Hotelzimmern laufen". Jean Baudrillard: Amerika. Üb. v. Michaela Ott. München 1987, S. 79. Hinzuzufügen: Die europäische Angst lautet: Der Fernseher könnte einfach weiterlaufen. Ohne Angst, sondern mit Problemstellung siehe (nochmal) Georg Stanitzek: Talkshow-Essay-Feuilleton-Philologie, S. 508. "Das Problem ist mindestens, daß die Talkshow immer schon läuft."





[24]: Das Dritte wäre die Einsicht gewesen, daß der Mörder seinen Text verfehlt hat: Mill ist das siebte Opfer, er ist der Zornige. Also war seine Frau unschuldiges Opfer. Damit wäre die Mission des Mörders, sein Wahn, göttlicher Todesengel zu sein, der die gerechte Strafe bringt, geplatzt. Ob er sich hätte überzeugen lassen? Viele Filme enden mit dem rhetorischen showdown solcher Überredung und einsichtsvollen Aufgabe des Geiselnehmers, Selbstmörders etc. - immer dann, wenn Happyend möglich ist..





[25]: Eine andere Möglichkeit besteht darin, die psychophysischen und kognitiven Prozesse von Lektüre, Bildbetrachtung und Film zu beobachten. Lehrreich: Sabine Gross: Lese-Zeichen. Kognition, Medium und Materialität im Leseprozeß. Darmstadt 1994.





[26]: Anders gesagt: William besteht den Scharfsinnigkeitsbeweis nicht, der für Krimihelden konstitutiv ist. Vgl. Christine Shojaei Kawan: Holmes, Marlowe, Bond & Co. Kleine Typologie der Krimihelden. In: Hören Sagen Lesen Lernen. Fs. Rudolf Schenda. Hg. v. Ursula Brunold-Bigler und Hermann Bausingen. Bern, Berlin, Frankfurt a. M. u. a. 1995, S. 661678.





[27]: Modus Operandi Runs stellen alle Verbrechen mit gleicher Verfahrensweise zusammen. Hier etwa Schrift an der Wand, religiöser Kontext, Ritualmord. Entsprechende Daten werden in den USA im State Bureau of Criminal Identification and Investigation per Computer seit den späten 60er Jahren gesammelt..






Markus Krajewski: Die streng orgiastische Simulation

[1]: José Pierre (Herausgeber), Recherchen im Reich der Sinne. Die zwölf Gespräche der Surrealisten über Sexualität 1928-1932, Verlag C.H. Beck, München, 1996, Zweites Gespräch, Seite 29.





[2]: José Pierre (Herausgeber), Recherchen im Reich der Sinne. Die zwölf Gespräche der Surrealisten über Sexualität 1928-1932, Verlag C.H. Beck, München, 1996, Achtes Gespräch, Seite 109f.





[3]: Jean Baudrillard, Agonie des Realen, Merve Verlag, Berlin, 1978, Seiten 8ff, 30 und 64f.





[4]: Thomas Pynchon, Die Versteigerung von No. 49. Roman, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1991, Seite 43.





[5]: Jacques Derrida, Ulysses Grammophon. Brinkmann & Bose, Berlin, 1988, Seite 75ff.





[6]: Vgl.\ Rembert Hüser, Frozen Fritz. In: Michael Jeismann (Herausgeber), Obsessionen. Beherrschende Gedanken im wissenschaftlichen Zeitalter, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1995, Seite 128f.





[7]: Vgl. Friedrich Kittler, Real Time Analysis, Time Axis Manipulation. In: Draculas Vermächtnis, Reclam, Leipzig, 1993, Seite 200f und Friedrich Kittler, Fiktion und Simulation. In: Aisthesis. Wahrnehmung heute oder Perspektiven einer anderen Ästhetik, Reclam, Leipzig, 5., durchgesehene Auflage, 1993, Seite 212.





[8]: Ulrich Wickert, Vorwort, in: ders., Das Wetter. Transit Verlag, Berlin, 1994, Seite 7f. Weiterführend zu Wickert siehe: Rainald Goetz, Hirn, edition suhrkamp, neue Folge 320, Frankfurt am Main, 32ff.





[9]: Aki Kaurismäki, Das Leben der Boheme. Drehbuch nach dem Roman von Henry Murger, Haffmans Verlag, Zürich, 1992, Seite 24f.





[10]: James Joyce, Finnegans Wehg. Kainnäh ÜbelSätzZung des Wehrkeß fun Schämes Scheuß von Dieter H. Stündel, Zweitausendeins, Frankfurt am Main, 1993, Seite 420.





[11]: Dirk Kubjuweit, Angler, Heiland, Veteran, Die Zeit Nr. 45, 3. November 1995, Seite 21.





[12]: James Joyce, Ulysses. Roman, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1996, Seite 258.





[13]: Jean Baudrillard, Die Präzession der Simulakra. In: Agonie des Realen, Merve Verlag, Berlin, 1978, Seite 9.





[14]: Peter Rühmkorf, Der Agent und die Elfe. In: Die Last, die Lust und die List. Aufgeklärte Märchen, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1996, Seite 31.






[1]: Lothar Frohwein, Die zwölf Monate, in: Loriot, Pappa ante portas, Diogenes Verlag, Zürich, 1991, Seite 92..






Rembert Hüser: Stoff geben

[1]: Roland Barthes: Stäbchen. In: Das Reich der Zeichen. Aus dem Französischen von Michael Bischoff. Frankfurt am Main 1981, S. 30.





[2]: Walter Müller-Seidel: Wissenschaftssprache, Verwissenschaftlichung der Sprache, Sprachkultur. Vorüberlegungen zu einer Diskussion. In: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft XXXII (1988), S. 3f.





[3]: Jürgen Link: Entweder 'Germanistisch' oder 'Deutsch'" Tertium non datur? Versuch, einen möglicherweise falschen Eindruck der Vorüberlegungen zu Wissenschaftssprache... usw. mittels hermeneutischer Anstrengung zurückzuweisen. In: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft XXXIII (1989), S. 426.





[4]: Sigrid von Massenbach: Editorisches Prinzip. In: Die Memoiren des Herzogs von Saint-Simon. Vierter Band. 1715-1723. Herausgegeben und übersetzt von Sigrid von Massenbach. Frankfurt am Main, Berlin, Wien 1977, S. 337.





[5]: Barthes, Stäbchen, a.a.O., S. 29.





[6]: Clarice Lispector: Iß, mein Sohn. In: Die Nachahmung der Rose. Frankfurt am Main 31993, S. 66.





[7]: Max Gottschald: Deutsche Namenskunde. Berlin 41971, S. 285.





[8]: Heinz Schlaffer: Zwischenruf. Romantische Universität. FR, 25.7.95, S.16.





[9]: Paul de Man: Der Widerstand gegen die Theorie. In: Volker Bohn (Hrsg.): Romantik. Literatur und Philosophie. Internationale Beiträge zur Poetik. Frankfurt am Main 1987, S. 85.





[10]: Vgl. Werner Faulstich und Hans-Werner Ludwig: Arbeitstechniken für Studenten der Literaturwissenschaft. Tübingen 1985, S. 50.





[11]: Frank Schirrmacher: Idyllen in der Wüste oder Das Versagen vor der Metropole. Überlebenstechniken der jungen deutschen Literatur am Ende der achtziger Jahre. FAZ, 10.10.89.





[12]: Sie redigieren und schreiben die Frankfurter Allgemeine. Zeitung für Deutschland. Frankfurt am Main 1991, S. 57. [Ein Buch im Stil der alten Autoquartette: Baujahr? Zylinder? Spitze? Von 0 auf 100 in?)





[13]: Ernst Kris und Otto Kurz: Die Legende vom Künstler. Ein geschichtlicher Versuch. Frankfurt am Main 1995, S. 31 ff.





[14]: Peter Weingart u.a.: Die sog. Geisteswissenschaften: Außenansichten. Die Entwicklung der Geisteswissenschaften in der BRD 1954-1987, Frankfurt am Main 1991, S. 297.





[15]: Sie redigieren, a.a.O., S. 106.





[16]: Michael Glasmeier (Hg.): Periphere Museen in Berlin. Berlin 1992, S. 185.





[17]: Ebd., S. 186.





[18]: Michel Foucault: Was ist ein Autor? In: Schriften zur Literatur. München 1974, S. 30 f.





[19]: E.T.A. Hoffmann, Ritter Gluck, in: Fantasie- und Nachtstücke. Hrsg. v. Walter Müller-Seidel, Darmstadt 1985, S.24.





[20]: Frank Schirrmacher: Die Zeit über den Ufern. Gipfeltreffen in Wilflingen: Jünger, Mitterand und Kohl. FAZ, 22.7.93, S. 21.





[21]: Es sieht täuschend echt aus. "Anders ist es nicht zu erklären, wieso Schirrmacher beim Blättern in einem Bildband mit hochherrschaftlichen Villen der Jahrhundertwende plötzlich auf ein besonders schönes Foto zeigt und dazu erklärt, in so einem Haus sei er aufgewachsen. Tatsächlich ist der kleine Frank in einem Reihenhaus in Wiesbaden groß geworden" (Überflieger im Abwind. DER SPIEGEL 20/1996, S. 233.)





[22]: Hans Hellmut Kirst: Aufstand der Soldaten. Der Roman des 20. Juli 1944. München, Wien, Basel o.J., S. 149. Seitenangaben im folgenden in Klammern hinter dem Zitat.





[23]: Programmatische Erlebnisaufsätze der Jureks sind im Feuilleton keineswegs die Ausnahme. Als Einstieg und Topoisammelstelle voll unfreiwilliger Komik unbedingt lesenswert der Text 'Der Kuß' des Literaturblattleiters der FAZ vom 2.2.1995. Dazu: R.H.: "Der Kuß" / Das Schema - Literatur in der FAZ. In: Nummer 3 (Sommer 1995), S. 68-80.





[24]: Hans Rothfels: Die deutsche Opposition gegen Hitler. Eine Würdigung. Frankfurt am Main und Hamburg 1958, S. 11.





[25]: Ebd., S. 88 und 176.





[26]: Rothfels, a.a.O., S. 79 f.





[27]: Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt am Mainn 1984, S. 563 und 568.





[28]: Ebd., S. 518.





[29]: Jean-Luc Godard: Außer Atem. F 1959





[30]: Kirst, a.a.O., Zweiter Teil: 'Der 20. Juli 1944', Kapitel 1: "Aktentaschen, die Schicksale enthalten", S. 164. (Folgt: Kapitel 2: "Menschen, die wissen wollen, wessen sie fähig sind").





[31]: Hans Magnus Enzensberger: An einen Mann in der Trambahn. In: Verteidigung der Wölfe. Frankfurt am Main 1957, S. 82.





[32]: Robert Walser: Die rote Ledertasche. In: Maskerade. Prosa aus der Berner Zeit (II). 1927/1928. Genf und Hamburg 1968, S. 391 f.





[33]: Klaus Theweleit: Artisten im Fernsehstudio, unbekümmert [Rez.: Alexander Kluge / Heiner Müller: Ich schulde der Welt einen Toten. Gespräche. Hamburg 1995]. In: Die Zeit, 18.8.95.





[34]: Fundsache Aktenkoffer. In: mobil. Das Magazin der Deutschen Bahn, Nr.1, März/April 1994, S. 13.





[35]: Gustave Flaubert: Wörterbuch der Gemeinplätze. Die Albumblätter der Marquise. Katalog der schickken Ideen. Aus dem Französischen von Monika Petzenhauser und Cornelia Langendorf. Frankfurt am Main und Leipzig 1993, S.20.





[36]: Eckhard Henscheid: Dummdeutsch. Ein Wörterbuch. Unter Mitarbeit von Carl Lierow und Elsemarie Maletzke. Stuttgart 1993, S. 26.





[37]: Nicolas Abraham: The Shell and the Kernel. In: diacritics (March 1979), S. 17, meine Übersetzung. ["The article first appeared in Critique, no. 249 (February 1969).





[38]: Sternberger/Storz/Süskind: Aus dem Wörterbuch des Unmenschen. Neue erweiterte Ausgabe mit Zeugnissen des Streites über Sprachkritik. München 1970, S. 72.





[39]: Ebd., S. 49.





[40]: Ebd., S. 50.





[41]: Georg Stanitzek: Der Projektmacher. Projektionen auf eine 'unmögliche' moderne Kategorie. In: Ästhetik und Kommunikation 17 (1987), Heft 65/66: Zukunft des Politischen, S. 146.





[42]: Friedrich Schlegel: Athenäums-Fragmente. In: Kritische Schriften. Hrsg. v. Wolfgang Rasch. München 31971, S.28.





[43]: Klaus Bittermann: Nachwort. In: ders. und Gerhard Henschel (Hrsg.): Das Wörterbuch des Gutmenschen. Zur Kritik der moralisch korrekten Schaumsprache. Berlin 1994, S.188.





[44]: Warum steht die Phrase links? Wie entsteht der Topos der "Gemeinplatzhäufigkeit bei der Linken" (Heiner Boehncke, Herbert Stubenrauch (Hrsg.): Klasse, Körper, Kopfarbeit. Lexikon linker Gemeinplätze. Reinbek bei Hamburg 1983, S. 5)? Unmenschkompensationen? Warum gibt es keine Lexika rechter Wichtigkeiten?





[45]: Eckhard Henscheid: Von Zrrr bis Zzzzz. Die letzten Lüste eines Lexikons. In: Teuflische Jahre 10. Das Witzigste aus pardon. Darmstadt 1973, S. 200 ff.






Peter Krapp: Lesegruppe Glasweb

[1]: Glas, 170bi.





[2]: George P. Landow, Hypertext. The Convergence of Contemporary Critical Theory and Technology. Johns Hopkins UP 1992, S. 2; vgl. dort auch das Zitat von J. Hillis Miller: "Glas and the personal computer appeared at more or less the same time. Both work self-consciously and deliberately to make obsolete the traditional codex linear book and to replace it with the new multilinear multimedia hypertext that is rapidly becoming the characteristic mode of expression both in culture and in the study of cultural forms. The 'triumph of theory' in literary studies and their transformation by the digital revolution are aspects of the same sweeping change." - J. Hillis Miller, "Literary Theory, Telecommunications, and the Making of History." Conference Papers from the International Conference on Scholarship and Technology in the Humanities. Sponsored by the British Library, the British Academy, and the American Council of Learned Societies, Elvetham Hall, England, May 1990, 19-20.




[3]: Jacques Derrida, "Der Schacht und die Pyramide", Randgänge der Philosophie, Wien 1988, S. 325 fn.5.




[4]: Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Wissenschaft der Logik 5. Suhrkamp 1969, S. 275.




[5]: Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Wissenschaft der Logik, a.a.O., 11.1 Kapitel 2c.




[6]: Vgl. Jacques Derrida, Aporias. Stanford UP 1994, S. 15 und passim.




[7]: Jacques Derrida, Dissemination. Wien: Passagen 1995, S. 15, vgl. 279.




[8]: Jacques Derrida, Grammatologie, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 46.




[9]: Vincent D. Leitch, Deconstructive Criticism: An Advanced Introduction, Columbia UP 1983, p. 205.




[10]: Jacques Derrida, Grammatologie, 48.




[11]: Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Vorlesung über die Philosophie der Weltgeschichte; Werke Band 1, Hamburg: Meiner 1955 und 1988, S. 183.




[12]: Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse, par. 463-464.




[13]: René Wellek, "Destroying Literary Studies", New Criterion 2:4, december 1983, p.1-8.




[14]: Spurs: Nietzsche's Styles, Chicago UP 1979, p. 138.





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