VERSTŸRKER: Nr. 3, Dilettant von Georg Stanitzek VERSTŸRKER. Von Strömungen, Spannungen und überschreibenden Bewegungen
Jg. 3, Nr. 3, Mai 1998, ISSN 1431-6102. Herausgegeben von Markus Krajewski und Harun Maye

Dilettant

Von Georg Stanitzek

Sich liebhaberisch -- oder auch: ohne das Metier zu beherrschen -- einer Kunst oder Wissenschaft widmende Person.

 

Explikation: Der sachliche Kern des Begriffs ist ein sozialer: der 'Amateur' i. Ggs. zum Professionellen. Eine Produktion ist dilettantisch (laienhaft inkompetent) und ihr Urheber pejorativ Dilettant zu nennen, sofern sie gültige Standards unterbieten. In diesem Sinne spricht man (literatur-)kritisch von Dilettantismus.

 

Wortgeschichte: Das ital. dilettante (pl. dilettanti; von lat. delectare '[sich] erfreuen') bezeichnet den 'Liebhaber einer Kunst, die er nur zum Vergnügen betreibt'. Seit den 1750er Jahren findet das Wort Eingang in die deutsche Bildungssprache, wobei für eine gewisse Übergangszeit noch seine ital. Form überwiegt, wenn es auch schon seit 1774 deutsch flektiert wird. Zunächst Synonym für Liebhaber, erhält es rasch die pejorative Variante: 'schülerhafter Pfuscher' i. Ggs. zum 'wahren Liebhaber', zum 'Kenner' oder 'Künstler'. Damit geht die Tendenz zur Bedeutungsverengung einher: 'ausübender' i. Ggs. zum bloß rezipierenden Laien. Die Bildungen Dilettantism (Schiller, 1795; Übernahme aus dem Engl. oder Franz.) und Dilettantismus (Goethe/Schiller, 1798/99) sind von kritischen Intentionen geprägt. Nachdem bereits Schopenhauer daran erinnern zu müssen glaubte, daß der Dilettant sich "con amore" betätige (1851), ist die Bedeutung 'Kunstliebhaber' allgemeinsprachlich inzwischen veraltet. Ohne weitere Spezifikation gebraucht, bezeichnet Dilettant den 'sich in einem Fach betätigenden Nichtfachmann', Dilettantismus 'Stümperei'.

DWb. Neubearbeitung. Bd. 6, Leipzig 1983, Sp. 1072. -- Arthur Schopenhauer: Parerga und Paralipomena: Kleine philosophische Schriften. Berlin 1851, Bd. 2, ß 249. -- Jürgen Stenzel: "Hochadeliche dilettantische Richtersprüche". Zur frühesten Verwendung des Wortes 'Dilettant' in Deutschland. In: SchillerJb. 18 (1974), S. 234--244. H. Rudolf Vaget: Der Dilettant. Eine Skizze der Wort- und Bedeutungsgeschichte. In: SchillerJb. 14 (1970), S. 131--158.

 

Begriffsgeschichte: Der -- auch praktisch -- seine Sprach- und Literatur-, Kunst- und Musikkenntnisse kultivierende amateur entspricht einer Tradition, welche im Leitbild des universalistischen virtuoso in der italienischen Renaissance ihre profilierteste Ausprägung erfahren hat. An diese Dilettantismus-Konzeption erinnert heute nur noch die kulturkritische Klage über das Verschwinden jenes "älteren Typus des gebildeten Liebhabers oder universellen Dilettanten" (Sternberger, 1968). Mit seinem Eintritt ins Deutsche steht der Begriff aber zunächst in dieser Tradition: Der Dilettant zeichnet sich durch "lebhaftes Gefühl für eine Kunst" aus (Krünitz, 1793); seine Position bestimmt sich im Rahmen eines hierarchisch abgestuften Kontinuums der Teilnehmerschaft an Kunst und Literatur. Ästhetische Urteilsfähigkeit unterscheidet "Künstler und [!] Dilettanten" von "kaltblütigen Philosophen" (AdB, 1787), wenn auch in Produktions-Hinsicht der meisterhafte Künstler über dem Dilettanten rangiert, so wie der Kenner in Hinsicht auf die Rezeption: "Der bloße Liebhaber [...], der Dilettant bewundert vielleicht bloß, weil andere bewundern, hat vielleicht nur genossen, ohne je darüber nachzudenken, hat vielleicht einen eignen, aber verdorbnen Geschmack. Der Kenner hingegen hat ein Gefühl, das sich nicht nach herrschenden Moden richtet, sondern auf eigne Ueberzeugung gegründet ist." (Deutsche Encyclopädie, 1796).

Dieses vom Pfuscher oder Schüler bis zum Meister aufgespannte Kontinuum, innerhalb dessen zunächst dem Dilettanten auf die eine oder andere Weise sein legitimer Ort zukommt, wird aber sodann aufgebrochen; der Begriff Dilettant selber markiert die Bruchstelle und wird prinzipiell abgewertet. Er erhält im Kontext der Denunziation adliger Kunst- und Literaturliebhaberei erhält er einen verächtlichen Sinn, wenn etwa "Hochadeliche dilettantische Richtersprüche" (Johann Joachim Quantz, 1759) zurückgewiesen werden oder von der "Flachheit und dilettantische[n] Leichtigkeit, welche [...] die autores nobiles charakterisiert" (Schiller an Goethe, 1.3.1799), die Rede ist. Eine systematische Kritik des Dilettanten leitet, ohne den Terminus zu verwenden, Karl Philipp Moritz ein. Seine Konzeption zielt auf radikale Trennung von produktiver und rezeptiver Tätigkeit. Als Ausgangspunkt dient die psychologische Unterscheidung von "Bildungs-" und "Empfindungskraft". Diese darf nicht mit jener verwechselt, nicht aus der ihr zukommenden "ungestörte[n] Ruhe der stillen Betrachtung" in produktive Tätigkeit übergehen. Denn dem "angemaßten Bildungstriebe", welcher an Stelle der "Natur" konventionelle Vorstellungen vom Schönen beobachtet, gelingen nur nichtswürdige "Nachäffungen". (Moritz 1788)

An diese Vorgabe schließt Schiller an, wenn er den auf genießende "Betrachtung" fixierten "bloßen Dilettanten" strikt dem sich dem "Studium" widmenden "wahrhaften Kunstgenie" entgegensetzt (Ueber die nothwendigen Grenzen beim Gebrauch schöner Formen, 1795). Die Abgrenzungsbemühungen kulminieren in Goethes und Schillers 'Schemata' zu einer Programmschrift des deutschen Klassizismus (1798/99): "Der Dilettant verhält sich zur Kunst wie der Pfuscher zum Handwerk." Er ist dem "Meister" entgegengesetzt, und seiner Pfuscherei ist nur zu wehren, wenn er zur Orientierung an "strengsten Regeln" angehalten wird. Diese scharfe Kritik des Dilettanten ist aber kein Veto; zu ihr tritt andererseits eine - wohl weitgehend auf den in mancher Hinsicht selbst betroffenen Goethe zurückgehende - moderatere, nach Kunstarten und -gattungen differenzierende Schaden- und Nutzen-Abwägung, welche die prinzipielle Kritik dilettantischer Bestrebungen relativiert.

Die Rede vom 'Dilettanten' setzt Normen, Regeln oder Routinen voraus. Wenn die Begriffsverwendung keinen Halt an institutionalisierten Unterscheidungen wie 'Professionelle/Laien' findet, verliert sie -- wie in der nachklassizistischen Ära zu beobachten -- sehr an Prägnanz. Paradigmatisch hierfür kann Rudolf Kassners Reflexion stehen, die den Begriff in wechselnde Bezüge auf vage Opposita -- "wahre Gegenwart", "Zusammenhang und das große Ganze", "große Erfahrung", "das Echte" -- diffundieren läßt (1910). Gleichwohl scheint man auf ihn, wenigstens zur Bezeichnung einer offenen und immer nur ad hoc zu schließenden Problemstelle, ebensowenig verzichten zu können wie auf die ähnlich unscharfen Konzepte des 'Intellektuellen', 'Literaten' oder 'Essayisten', welche als genuine Erben des Dilettanten zu begreifen sind.

Allgemeine deutsche Bibliothek 64,2 (1787), S. 425. -- Deutsche Encyclopädie oder Allgemeines Real=Wörterbuch alle Künste und Wissenschaften. Hg. v. Heinrich Martin Gottfried Köster, J.E. Roos. Bd. 19. Frankfurt/M. 1796, S. 681. -- Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller: [Über den Dilettantismus.]. In: Goethes Werke. Hg. im Auftrage der Großherzogin Sophie von Sachsen. I. Abt. Bd. 47. Weimar 1896, S. 299--326, hier S. 322. -- Rudolf Kassner: Dilettantismus. In: Ders.: Sämtliche Werke. Hg. v. Ernst Zinn, Klaus E. Bohnenkamp. Bd. 3. Pfullingen 1976, S. 7--47. -- Karl Philipp Moritz: Über die bildende Nachahmung des Schönen. In: Ders.: Beiträge zur Ästhetik. Hg. v. Hans Joachim Schrimpf, Hans Adler. Mainz 1989, S. 27-78. -Oeconomische Encyklopädie. Hg. v. Johann Georg Krünitz. Bd. 25. Brünn 1793, S. 425. -- Friedrich Schiller: Ueber die nothwendigen Grenzen beim Gebrauch schöner Formen. In: Schillers Werke. Nationalausgabe, Bd. 21: Philosophische Schriften, 2. Tl. Hg. v. Benno von Wiese. Weimar 1963, S. 3-27. - Stenzel (s.o. WortG). -- Dolf Sternberger: Über Jargon in der gegenwärtigen Literaturkritik. In: Ders.: Sprache und Politik (= Schriften, Bd. 11), Frankfurt/M. 1991, S. 292-302, hier: S. 299 -- Vaget: Dilettant (s.o. WortG).

 

Sachgeschichte: In den alteuropäischen Gesellschaften realisiert der liebhaberisch an Künsten und Wissenschaften anteilnehmende Dilettant ein für den Oberschichtenhabitus wichtiges Bildungsideal. Daß hochgestellte Persönlichkeiten mit ehrgeizigen literarischen Produktionen hervortraten und dabei gewisse Standards verfehlten, ist ein traditionelles, bereits die antike Literatur beschäftigendes Problem (man denke an die Werke des Maecenas und ihre Kritik), das aber gleichwohl jenes Ideal nicht in Frage stellte. Adlige Beteiligung an höfischer Dichtung oder den --> Literarischen Gesellschaften des 17. Jh.s sind entsprechende Erscheinungsformen. Der Übergang zur funktional differenzierten modernen Gesellschaft schwächt diese Tradition -- eine Tendenz, die im stetig wachsenden "Dilettantismus [d]es Herrschers" (Max Weber) gegenüber seinen Fachberatern ihr sprechendes Indiz findet. Die sozialen Funktionssysteme handhaben Inklusion (Professionelle) und Exklusion (Laien, Publikum) nach selbsterzeugten Kriterien. So wird im Wissenschaftssystem "Amateurforschung" distanziert (Rudolf Stichweh); und so soll das Dilettantismus-Konzept im unter ästhetischen Vorzeichen sich ausdifferenzierenden Literatursystem des 18. Jh.s der Abgrenzung von Produzenten und Rezipienten dienen. (Der --> Bildungsroman hat im Dilettantismus und seiner Überwindung als Problem individueller Lebensgeschichten ein wichtiges Sujet.)

Doch gelingt dieser Versuch nur bedingt. Mit der Ausdifferenzierung der Rolle des 'freien Schriftstellers' ist zwar eine Institution gegeben, welche eine eindeutige Unterscheidung vom bloß gelegentlich zur literarischen Kommunikation beitragenden Liebhaber gestattet. Die dilettantische literarische Produktivität zeigt sich jedoch unbeeindruckt sowohl von der Abwehr durch den Weimarer Klassizismus als auch der romantischen Kritik des Dilettanten als Philister. Seit dem Ende des 18. Jh.s und insbesondere -- als "Massenerscheinung" (Friedrich Sengle) -- in der Biedermeierzeit tritt an die Stelle der adligen eine bildungsbürgerliche Dilettanten-Kultur. Zudem wird diese Kultur nun durchaus von am Markt operierenden freien Schriftstellern bedient; und daraus resultiert eine --> Trivialliteratur, die zwar professionellen Ursprungs, doch unter Qualitätsgesichtspunkten als dilettantisch zu bezeichnen ist.

Im Fin-de-siècle deutet sich die literarische Décadence selber im Zeichen des Dilettantismus. Dabei rückt einerseits die Figur des Dilettanten in die Nähe des Dandy und wird positiv gewertet. Andererseits dient sie in der Folge der Selbstkritik: Im Anschluß an Paul Bourget und Friedrich Nietzsche begreifen Hugo von Hofmannsthal oder die Brüder Mann Dilettantismus als Disposition zu skeptisch-relativistischem 'Alles-Verstehen' und setzen ihn dem Leben oder der Entscheidung entgegen -- was freilich heißt, für die kritisierte Vagheit eine andere einzutauschen.

Eine vergleichbare Problematik tut sich im Kontext der Poetik Carl Einsteins auf: Dem Dilettantismus konventioneller Formen tritt "Form als stets unfertiges Experimentierfeld" (Erich Kleinschmidt), als Arbeit an literarischen Verfahren gegenüber. Das ist eine für die Literatur der --> Moderne typische Konstellation: Da nicht einfach von normativen Erwartungen auszugehen, sondern immer auch Arbeit an diesen Erwartungen selber zu erwarten ist, verbietet sich ein 'automatisierter' Einsatz der Dilettantismus-Kategorie. "Wir sind ja auch alle Dilettanten. Schreiben kann man ja kaum lernen. Man kann auf nichts, auf keine feste Basis zurückgreifen." (Elfriede Jelinek) Daher verbietet sich ein 'automatisierter' Einsatz der Dilettantismus-Kategorie.

Dies hat Konsequenzen für die Literaturwissenschaft. Zwar formiert sie sich im 19. Jh. als moderne Disziplin, indem sie sich anhand philologischer Standards mit Kriterien für Professionalität ausstattet (--> Wissenschaftsgeschichte). Sie erlauben begründete Zurückweisung von unzulänglichem "Dilettantenwerk für Dilettanten" (Karl Lachmann an Jacob Grimm, 25.5.1823); sie machen zudem den mitunter wertvollen "Einfall [d]es Dilettanten" (Max Weber) methodisch kontrollierbar. Die soziale Ausdifferenzierung der Disziplin korreliert der Ausgrenzung von Dilettanten. Doch insofern das Fach auch einen Bezug kritischer --> Wertung auf Literatur entfaltet, insofern sie im übrigen - z.B. beschreibend oder zitierend - dessen Operationsmodus teilt und sofern gar vom Literaturwissenschaftler verlangt wird, "Liebhaber" seines Gegenstandes zu sein (Emil Staiger), hat man sich der Frage nach dem Begriff des Dilettantismus immer wieder neu zu stellen.

Emile Durkheim: Ueber soziale Arbeitsteilung. Frankfurt/M. 1988, S. 86f. -- Herbert Jaumann: Emanzipation als Positionsverlust. Ein sozialgeschichtlicher Versuch über die Situation des Autors im 18. Jahrhundert. In: LiLi, H. 42, 11. Jg. (1981), S. 46-72. -- Jens Malte Fischer, Décadence, in: Propyläen Geschichte der Literatur und Gesellschaft der westlichen Welt, Bd. 5: Das bürgerliche Zeitalter, 1830--1914, Berlin: Propyläen 1984, S. 559--581, hier S. 571ff. -- Elfriede Jelinek: [Interview]. In: Frankfurter Rundschau, 14.3.1992, S. ZB 3. -- Kleinschmidt (s. Lit.), S. 381. -- Sengle (s. Lit.), S. 100. -- Albert Klein: Unterhaltungs- und Trivialliteratur. In: Grundzüge der Literatur- und Sprachwissenschaft. Hg. v. Heinz Ludwig Arnold, Volker Sinemus. Bd. 1. 2. Aufl. München 1974, S. 431-443. -- Rainer Kolk: Wahrheit -- Methode -- Charakter. Zur wissenschaftlichen Ethik der Germanistik im 19. Jahrhundert. In: IASL 14 (1989), S. 50-73. - Koopmann (s. Lit.). - Schulz-Buschhaus (s. Lit.). - Sengle (s. Lit.), S. 100. - Sørensen (s. Lit.). -- Emil Staiger: Grundbegriffe der Poetik. München 31975, S. 159. -- Rudolf Stichweh: Zur Entstehung des modernen Systems wissenschaftlicher Disziplinen. Physik in Deutschland 1740--1890. Frankfurt/M. 1984, S. 64--67. -- Dilettanten und Wissenschaft. Zur Geschichte und Aktualität eines wechselvollen Verhältnisses. Hg. v. Elisabeth Strauß. Amsterdam--Atlanta, Georgia 1996. -- Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie. Tübingen 51980, S. 831. -- Ders.: Wissenschaft als Beruf. In: Ders.: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. Tübingen 31968, S. 582--613, hier S. 590. - Wergin (s. Lit.).

Forschungsgeschichte: Erkundungen des Themas fanden bis in die 1960er Jahre weitgehend als Goethe- oder Bildungsromanforschung statt. Seither hat sich im Gefolge rezeptions- und sozialgeschichtlicher Fragestellungen das Interesse verlagert. Es betrifft die Sozialgeschichte des Publikums sowie die Geschichte von Professionalisierungsprozessen, als deren 'Schatten' der Dilettant leicht nachzuzeichnende Konturen aufweist. Des weiteren wird Dilettantismus im Zusammenhang mit Trivialliteratur diskutiert.

Die Forschung neigt dazu, den Vorgaben epochenspezifischer Semantiken zu folgen, sich am tatsächlichen Vorkommen des Terminus im 'objektsprachlichen' Bereich zu orientieren. (insbesondere: Weimarer Klassik, Fin-de-siècle). Diese Gewohnheit wird durch gender studies nachhaltig irritiert; hat man es hier doch einerseits mit dem Problem dilettantischer weiblicher Produktionen zu tun, andererseits aber mit der Funktion des Dilettantismus-Labels (um 1800 etwa gilt weibliche Autorschaft per se als dilettantisch).

Christa Bürger: Leben Schreiben. Die Klassik, die Romantik und der Ort der Frauen. Stuttgart 1990, S. 19--31. -- Richard M. Meyer: Wilhelm Meisters Lehrjahre und der Kampf gegen den Dilettantismus. In: Euphorion 2 (1895), S. 529--538.

 

Literatur: Susanne Fliegner: Der Dichter und die Dilettanten. Eduard Mörikes Lyrik und die bürgerliche Geselligkeitskultur des 19. Jahrhunderts. Stuttgart 1991. -- Wolfgang Frühwald: Der Philister als Dilettant. Zu den satirischen Texten Joseph von Eichendorffs. In: Aurora 36 (1976), S. 7--26. -- Erich Kleinschmidt: Die dilettantische Welt und die Grenze der Sprache. Zur erkenntniskritischen Poetik von Carl Einsteins 'Bebuquin'. In: SchillerJb. 33 (1989), S. 370--383. -- Erhard Schüttpelz: Die Akademie der Dilettanten. in: Akademie. Hg. v. Stefan Dillemuth. Köln 1995, S. 40--57 -- Ulrich Schulz-Buschhaus: Der Tod des "Dilettanten" -- Über Hofmannsthal und Paul Bourget. In: Aufstieg und Krise der Vernunft. Komparatistische Studien zur Literatur der Aufklärung und des Fin-de-siècle. Hg. v. Michael Rössner, Birgit Wagner. Wien u.a. 1984, S. 181--195. -- Friedrich Sengle: Biedermeierzeit. Deutsche Literatur im Spannungsfeld zwischen Restauration und Revolution 1815--1848. Bd. 1. Stuttgart 1971, S. 98--104. -- Bengt Algot Sørensen: Der "Dilettantismus" des Fin de siècle und der junge Heinrich Mann. In: OL 24 (1969), S. 251-270. - Rudi Thiessen, it's only rock'n'roll but I like it. Zu Kult und Mythos einer Protestbewegung, Berlin 1981, S. 78f. -- Hans Rudolf Vaget: Dilettantismus und Meisterschaft. Zum Problem des Dilettantismus bei Goethe: Praxis, Theorie, Zeitkritik. München 1971. -- Ulrich Wergin, Symbolbildung als Konstitution von Erfahrung. Die Debatte über den nichtprofessionellen Schriftsteller in der Literatur der Goethe-Zeit und ihre poetologische Bedeutung. In: Polyperspektivik in der literarischen Moderne. Studien [...]. Karl Robert Mandelkow gewidmet. Hg. v. Jörg Schönert, Harro Segeberg. Frankfurt/M. u.a. 1988, S. 194--238.


(Erweiterte Fassung des Lexikonartikels in: Klaus Weimar (Hrsg.), Reallexikon der Deutschen Literaturwissenschaft, Berlin, New York, 1997)
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© bei Markus Krajewski und Harun Maye, Version 1.0, 08.05.1998.