[1]: In diesem taz-Interview heißt der "Wahlkampfzirkus" noch "Reßexionszirkus", "in dem sich 16 Jahre Bundesrepublik spiegeln und wir alle die Artisten sind" (taz vom 15. Januar 1998, S. 7).
[2]: Christoph Schlingensief, "Sechs Millionen Arbeitslose springen in den Wolfgangsee. Der Film- und Theaterregisseur, Parteivorsitzende und Fernsehstar Christoph Schlingensief über seine politischen Ambitionen", Gespräch mit Evelyn Roll und Claudius Seidl, in: Süddeutsche Zeitung, 9.5.1998.
[3]: D.D., "Zampano des Scheiterns, Christoph Schlingensief macht Wahlkampf am Prenzlauer Berg", in: DIE ZEIT, Nr. 17, 16. April 1998, S. 41-42.
[4]: Steve Freitag, Junge Welt, 24.3.1998.
[5]: Christoph Schlingensief, in: C.S./Carl Hegemann, Chance 2000. Wähle Dich selbst, Köln (Kiwi) 1998, S. 32.
[6]: Mark Siemons, "Schlingensiefs Chance", in: FAZ vom 16. März 1998, S. 41.
[7]: Auch wenn die Rede von den "über 18000 Mitgliedern" eine (durchsichtige) Strategie der Selbstinszenierung ist und natürlich nicht der Realität entspricht, gibt es inzwischen in einer Mehrheit der Bundesländer Landeslisten und die Satzung der Partei wurde vom Bundeswahlleiter anerkannt. Sofern die notwendigen Unterschriften bis zum 23. Juli gesammelt werden, wird die Partei auf dem Wahlzettel stehen. Der jeweils aktuelle Stand des Wahlkampfes, der Parteiarbeit und der Aktionen ist auf der Internetseite von Chance 2000 abrufbar (www.chance2000.com), wo auch die Geschichte der Bewegung dokumentiert ist, zahlreiche Zeitungsartikel geladen werden können, ein unzensiertes "guestbook" die unterschiedlichsten Facetten der Rezeption des Phänomens zeigt und sich Informationen über Satzung, Parrteiprogramm, Direktkandidaten mit Faketexten und Mystifikationsstrategien ("Niklas Luhmann (Systemtheorie) hat unterschrieben" oder "Preisausschreiben: Reise nach Kuba zu gewinnen") zu einer Inszenierung eigener Machart verbinden.
[8]: Christoph Schlingensief in: Chance 2000. Wähle Dich selbst, S. 27.
[9]: Diese Interpretation von Christoph Schlingensief als "Eklektizist der Antikunst" bei Mariam Lau. "Er nervt - und alle lieben ihn. Der Dilettant als Medienphänomen - über den Regisseur, Moderator und Hauptdarsteller Christoph Schlingensief", in: Theater heute, 5, 1998, S. 4-9. Auch wenn die von ihr beschriebenen Paradigmen (von Dada bis Beuys) in Schlingensiefs Chance 2000-Projekt präsent sind, steht weniger die "Regression in ein "Stadium vor der Kunst, als die Kunst noch Magie war" (S. 9), im Vordergrund, als das Experimentieren mit vorgegebenen sozialen und medialen Inszenierungen jenseits rein ästhetischer Zielsetzungen.
[10]: Carl Hegemann, "Antitheoretisches zu Chance 2000", in: Chance 2000. Wähle Dich selbst, S. 91-102, S. 102.
[11]: Berliner Kurier vom 27.4. 1998, "Chance 2000: da bewerben sich alle als Kanzler", von Caroline Methner und Harry Kroekel.
[12]: Z.B. Hans-Georg Soeffner, Die Ordnung der Rituale. Die Auslegung des Alltags 2, Frankfurt/M., 1992 und ders., Erzwungene Ästhetik. Repräsentation, Zeremoniell und Ritual in der Politik, in: Michael Wicke (Hrsg.), Konfigurationen lebensweltlicher Strukturphaenomene, Opladen 1997, S. 229ff. - Die neue Rolle der "Theatralität" als Modell der Beschreibung von Politik und gesellschaftlicher Konstruktion von Wirklichkeit findet auch Ausdruck einer produktiven Annäherung und Forschungskooperation von Soziologie und Theaterwissenschaft (in dem seit 1995 bestehenden DFG-Schwerpunktprogramm "Theatralität - Theater als Modell in den Kulturwissenschaften" von E. Fischer-Lichte (Theaterwissenschaft, Berlin) und H.-G. Soeffner (Soziologie, Konstanz)).
[13]: Erika Fischer-Lichte, Antrag auf Einrichtung eines Schwerpunktprogramms "Theatralität - Theater als kulturelles Modell in den Kulturwissenschaften" (1994), S. 3.
[14]: Vgl. Ausbruchsversuche. Identität und Widerstand in der modernen Lebenswelt, übersetzt von Thomas Lindquist, Frankfurt/M. 1977. Das Buch von Cohen/Taylor ist Gegenstand eines Kapitels der Dissertation von Carl Hegemann, dem Dramaturgen von Schlingensief und "Chefideologen" von Chance 2000 (Identität und Selbst-Zerstörung. Grundlagen einer historischen Kritik moderner Lebensbedingungen bei Fichte und Marx, Frankfurt/New York 1982, S. 13-20). Von ihm stammen auch die Anregungen zu einem aktionistischen Theater der Verhaltensexperimente, wobei er neben den am Theater orientierten Handlungsmodellen von Goffman und Cohen/Taylor vor allem die Ethnomethodologie und ihre Technik der "Krisenexperimente" in Schlingensiefs Theater eingespeist hat (vgl. S. 77ff.).
[15]: Freiburger Zeitung, Interview mit Axel Henrici, 7. Dezember 1997.
[16]: C.S., in: GQ, April 1998, S. 109.
[17]: Carl Hegemann, "HELFEN HANDELN HEILEN. Abseitiges zu Schlingensiefs Bahnhofsmission und zum Wahlkampfzirkus", in: Wilfried Schultz, Julia Lochte, Hrsg., Die Mission, Hamburg (Rotbuch), 1998.
[18]: C.S., in: Chance 2000. Wähle Dich selbst, S. 41.
[19]: Damit wird etwas im Rahmen des Theaters vorgeführt, was auch politische Inszenierungen prägt, dort aber möglichst verdeckt wird und sich erst bei einer genaueren Analyse zeigt: so präpariert Soeffner in seiner Analyse des Treffens von Kohl und Mitterand am Grab des unbekannten Soldaten die "nicht beabsichtigten Folgen und nicht befolgten Absichten" heraus, die durch die "Ritualcollage" und den "Verschnitt in sich unstimmiger Bedeutsamkeitssignale" erzeugte "Unstimmigkeit", welche die Unstimmigkeit der ganzen Handlung zum Ausdruck bringt und den Politiker im Gegensatz zum Künstler als "Dilettanten" der Inszenierungskunst entlarve ("Geborgtes Charisma - Populistische Inszenierungen", in: H.-G. Soeffner, Die Ordnung der Rituale. Die Auslegung des Alltags 2, Frankfurt/M., zweite Außage 1995, S. 177-202, S. 190ff.).
[20]: Mariam Lau, art cit., S. 9.
[21]: So Carl Hegemann über das Missionsprojekt, art cit.
[22]: Mit der Bahnhofsmission setzt sich ein langer Artikel von Roberto Ohrt kritisch auseinander. Für ihn stellt sich das Projekt als ein "gefälschtes Spiel mit Kunst und Leben" dar, das die "Rechnung ohne die Verlierer" macht, was er Schlingensief in politisch korrekter Manier ankreidet, als sei nicht das In-Umlauf-Bringen von sozialem Falschgeld auch eine Form, die irreßexiven Modalitäten karitativer Projekte zu thematisieren ("Das Stolpern von Christoph Schlingensief. Über das Abräumen politischer Bewegungsformen", in: Die Beute, neue Folge, Halbjahresschrift für Politik und Verbrechen, 1, Frühjahr 1998: Politik und Kunst I. Subversion des Kulturmanagements, S. 186-204).
[23]: C.S., in: Chance 2000. Wähle Dich selbst, S. 17.
[24]: C.S., in: Chance 2000. Wähle Dich selbst, S. 28.
[25]: So Robin Detje in der Berliner Zeitung (der Bericht ist im Chance 2000-Buch nachzulesen, S. 36-37).
[26]: C.S., Interview mit Subway, Februar 1998 (www.subway-net.de/magazin/1998/02christ.htm).
[27]: Harold Garfinkel, Studies in Ethnomethodology, 1967, S. 45ff.
[28]: Hugh Mehan/Houston Wood, "Fünf Merkmale der Realität", in: Elmar Weingarten et al., Hrsg., Ethnomethodologie. Beiträge zu einer Soziologie des Alltagshandelns, Frankfurt/M. , 2. Außage 1979, S. 29-63, S. 50.
[29]: Vgl. die Meldung in der taz vom 3.4. 1998 (Berlin-Teil).
[20]: In einem Interview mit Alexander Kluge äußert sich Christoph Schlingensief über seinen ersten Spielfilm Tunguska, der ihm einst 1984 unter den professionellen Filmkritikern bei den Filmtagen von Hof die Etiketten "pubertär" und "dilettantisch" einbrachte: "Ich habe immer auch aus einem gewissen positiven Dilettantismus heraus die Filme produziert." (Christoph Schlingensief, in: Alexander Kluge, "Der wahre Erbe der Guldenburgs. Christoph Schlingensief und sein Film Tunguska", News and Stories, SAT 1, 3.6. 1996) Dieser affirmative Dilettantismus verbindet Schlingensief mit einer avantgardistischen Tradition, die die Unterbietung von Standards der Professionalität und des "Handwerklichen" zum Zweck der Innovation, der Provokation und der Überschreitung der Grenze zwischen der Produktion und der Rezeption von Kunst betreibt (vgl. Erhard Schüttpelz, "Die Akademie der Dilettanten", in: Stefan Dillemuth, Hrsg., Akademie, Köln, 1995, S. 40-57 und den Text von Georg Stanitzek).
[31]: Die Leserbriefe sind in der Buchausgabe Christoph Schlingensief, Talk 2000, Wien, München (Deuticke) 1998 abgedruckt. Leider enthält das Buch nur einen kleinen Teil der Gespräche aus den acht Sendungen, kaum mehr als der halbstündige Zusammenschnitt des "best of".
[32]: Studies in Ethnomethodology, S. 37/38.
[33]: Christoph Schlingensief, Interview mit Axel Henrici, in: Freitag, Nr. 46, 7. November 1997.
[34]: Chance 2000. Wähle Dich selbst, S. 72.
[35]: Titel des GQ-Heftes 4/98: "Schlingensief will Kanzler werden."
[36]: Vgl. die kuriose (Fake-?) Analyse des Politikwissenschaftlers Eike Hebecker "Was sagt die Politikwissenschaft zu Chance 2000?" (in: junge welt, 31. März 1998).
[37]: Vgl. den Bericht in dem Buch vom Versammlungsleiter Dietrich Kuhlbrodt (S. 66-72).
[38]: "Chance 2000, oder: mit Kunst und Politik ein Universum der hypothetischen Welten schaffen", Farah Lenser sprach mit den Initiatoren der neuen Partei Chance 2000, in: Zukünfte, Zeitschrift für Zukunftsgestaltung und vernetztes Denken, 7. Jg., Frühjahr 1998, S. 72-74, S. 73.
[39]: Ibd., S. 74.
[40]: Das gilt auch für "Hotel Prora", die letzte Inszenierung von Schlingensief an der Volksbühne (15.-23. Mai 1998): im Theatersaal des Prater ließ er von der Bühnenbildnerin Nina Wetzel eine Art Indoor-Camping aufbauen. Die Zuschauer waren geteilt in Hotelgäste (die für eine Nacht eincheckten) und Voyeure, die hinter einem Gitter von einer Zuschauertribüne aus das Geschehen im Hotel beobachten konnte. Das war dann das "Theaterstück. Die Hotelgäste waren nicht nur Teil dieser Installation, sie befanden sich in einer fast klassischen experimentellen Situation und Versuchsanordnung (mit einer "cover-story": "Übernachten bei Chance 2000 mit Christoph Schlingensief und Freunden"), in der das Verhältnis von Konsum (Schlingensiefs regelmäßige Auftritte und Programme) und Mitgestalten absichtlich unklar war, so daß das Parteiprogramm "wir versprechen euch nicht mehr, als ihr selbst seid" und Ansagen wie "das Hotel ist das, was die Gäste daraus machen" schnell zu der Einsicht führten, daß alle so sehr auf Schlingensief als zentrale charismatische Führerfigur der Partei fixiert waren, daß sie selbst nicht aktiv wurden, ihnen vielleicht eher mit einer Sekte "Church of Chance" als mit einer Partei geholfen wäre. Auf den Internetseiten ist daher nach Ende des Hotels auch von einem "Verhaltensexperiment für unmündige Bürger" die Rede.
[41]: "Chance und Wahn", in: FAZ vom 2. Juni 1998, S. 41.
[42]: C.S., SZ-Interview (s.o.).
[43]: Tom Peters, Kreatives Chaos. Die neue Management-Praxis, Hamburg 1988.
[44]: So Detlev Neufert in Chance 2000. Wähle Dich selbst, S. 61.
[45]: So funktioniert das Parteiprogramm (Buch, S. 76-84) und auch der Brief an den Wirtschaftrat der CDU von Carl Hegemann und Christoph Schlingensief unterzeichnet, der auf der Meinungsseite der taz erschien (29. Mai 1998). Dort wird ironisch ein Konsens mit der CDU gesucht, indem katholische Werte beschworen werden. Zugleich verweisen die Autoren auf Marx und Tom Peters, um in logisch konsistenter Argumentation zu beweisen, daß allein das Wegwerfen des Geldes die Marktwirtschaft noch retten kann.
[46]: Vgl. Mark Siemons, "Chance und Wahn", in: FAZ vom 2. Juni 1998, S. 41.
[1]: Ferdinand Kürnberger, Feuilletons, hg. v. Karl Riha, Frankfurt/M.: Insel 1967, S. 157.
[2]: Man könnte mit Polgar über Walser zu beginnen: Alfred Polgar, Robert Walsers Große kleine Welt, in: Tages-Anzeiger (Zürich), 15.11.1937.
[3]: Frank Schirrmacher, Gustav Seibt u.a., in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5.3.1994. - Vgl. als eingehendere Lektüre dieses Feuilletons: Georg Stanitzek, Zeitunglesen mit Achternbusch, in: Texte zur Kunst, Nr. 20, 5. Jg., 1995, S. 69-73; vgl. auch das Wissen einer Literaturkritik, welche die zitierten Kritiker wohl gern 'der alten Bundesrepublik' zurechnen würden: Reinhard Baumgart, Über Dilettantismus, in: Der Spiegel, 25.9.1972.
[4]: Amerika hat es etwas besser; vgl. Samuel Weber, The Vaulted Eye: Remarks on Knowledge and Professionalism, in: Yale French Studies 77: Reading the Archive: On Texts and Institutions (1990), S. 44-60.
[5]: Wenn sich bei Kant die Formulierung "ein bloßer Dilettant der Geschmackskenntnisse nach der Mode" findet (Immanuel Kant, Logik. Ein Handbuch für Vorlesungen, hg. v. Gottlob Benjamin Jäsche, in: ders., Gesammelte Schriften, hg. v. d. Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften, 1. Abt., Bd. 9, Berlin-Leipzig: de Gruyter 1923, S. 11-150, hier S. 46 - freudig einstimmend zitiert bei den Neuen Dilettantismuskritikern: Eberhard Rathgeb/Thomas Steinfeld, Egalitäre Bundesrepublik. Die politische Ästhetik kultureller Ereignisse, in: Merkur 49 (1995), S. 865-874, hier S. 870), so geht aus den qualifizierenden Attributen - 'bloßer', 'Mode' - hervor, daß dies noch im Kontext der genannten alteuropäischen Semantik zu verstehen ist, von einer prinzipiellen Ablehnung des Dilettanten also keine Rede sein kann (zu einer Parallele im Sprachgebrauch des jungen Goethe vgl. dessen Sulzer-Rezension von 1772).
[6]: Georg Stanitzek, Art. "Dilettant", in: Harald Fricke u.a. (Hg.), Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft, Berlin: de Gruyter 1997
[7]: Vgl. Michail M. Bachtin, Die Ästhetik des Wortes, übers. v. Rainer Grübel u. Sabine Reese, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1979, S. 111.
[8]: Erhard Schüttpelz, Die Akademie der Dilettanten. (Back to D.), in: Stefan Dillemuth (Hg.), Akademie, Köln: permanent press 1995, S. 40-57.
[9]: Clara Drechsler, interview von 1 bis 0 [Fragen: Diedrich Diederichsen], in: Vor der Information, Frühjahr 1995, S. 62-66, hier S. 64, Nº 5.
[10]: Niklas Luhmann, Ist Kunst codierbar?, in: ders., Soziologische Aufklä-rung 3: Soziales System, Gesellschaft, Organisation, Opladen: Westdeutscher Ver-lag 1981, S. 245-266, hier S. 258f.
[11]: Vgl. ders., Die Behandlung von Irritationen: Abweichung oder Neu-heit?, in: ders., Gesellschaftsstruktur und Semantik. Studien zur Wis-senssozio-lo-gie der modernen Gesellschaft, Bd. 4, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1995, S. 55-100, hier S. 98.
[12]: Christoph Schlingensief, in: Alexander Kluge, Der wahre Erbe der Gulden-burgs. Christoph Schlingensief und sein Film "Tunguska"; News & Stories, SAT 1, 3.6.1996.
[13]: "[E]inen positiven Fehler" zum Beispiel: Eva Meyer, Ottingers Artefakt, in: Ulrike Ottinger. Texte und Dokumente, Berlin: Freunde der deutschen Kinemathek Berlin 1995 (= Kinemathek, 32. Jg., H. 86, Oktober 1995), S. 7-8, hier S. 8.
[14]: Niklas Luhmann, Archimedes und wir. Interviews, Berlin: Merve 1987, S. 92; Peter Brunette/David Wills, The Spatial Arts: An Interview with Jacques Derrida, in: dies. (Hg.), Deconstruction and the Visual Arts. Art, Media, Architecture, Cambridge: Cambridge University Pr. 1994, S. 9-32, hier S. 9.
[15]: Herbert Achternbusch, Kinderschuh, in: ders., Revolten, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1982, S. 49-97, hier: S. 63.
[16]: Matthias Claudius, Über das Genie, in: ders., Sämtliche Werke, 6. Auß., Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1987, S. 29.
[17]: Robert Walser, Aus dem Bleistiftgebiet, Bd. 1: Mikrogramme 1924-1925. Pro-sa, hg. v. Bernhard Echte u. Werner Morlang, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1985, S. 149. - "Aus Raffiniertheit liebte er zu stottern, und aus nichts als Ge-schick-lichkeit unterließ er es, Befähigtheit an den Tag zu legen." (Ders., Schnori, Mai 1928 im Berliner Tageblatt).
[18]: Jean-Luc Godard, Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos, übers. v. Frieda Grafe u. Enno Patalas, Frankfurt/M.: Fischer 1984, S. 328.
[19]: Ders., in: Wenders interviewt Godard, in: Süddeutsche Zeitung Magazin 1995, Nr. 46, S. 58-62, hier S. 62. - "In gewisser Weise handelt es sich immer darum zu stot-tern. Nicht im Sprechen zu stottern, sondern in der Sprache selbst. Im allgemeinen kann man Fremder nur in einer anderen Spra-che sein. Hier dagegen geht es darum, Fremder in der eigenen Sprache zu sein. […] Das UND, 'und… und… und', ist genau das schöpferische Stottern, der fremde Sprachgebrauch, im Gegensatz zum konformen und herrschenden Sprachgebrauch, der sich auf das Verb 'sein' stützt." (Gilles Deleuze, Drei Fragen zu six fois deux (Go-dard), in: ders., Unter-hand-lungen 1972-1990, übers. v. Gustav Roßler, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1993, S. 57-69, hier S. 57f. u. 67f.)
[20]: Oskar Pastior, [Statement], in: Die Zeit, 2.10.92.
[21]: Paul Wühr, Wenn man mich so reden hört. Ein Selbstgespräch, aufgezeich-net von Lucas Cejpek, Graz-Wien: Droschl 1993, S. 33.
[22]: Zit. n. Konstantin Alexander Jelenski, Jean-Luc Godard oder Der Poet der unbewältigten Gegenwart, in: Leonhard Reinisch/Kurt Hoffman (Hg.), Führer und Verführer, München-Zürich: Droemer Knaur 1971, S. 131-140, hier: S. 133.
[23]: Joseph von Eichendorff, Geschichte der poetischen Literatur Deutsch-lands, in: ders., Werke, Bd. 3: Schriften zur Literatur, München: Winkler 1976, S. 530-925, hier S. 605.
[24]: Heiner Müller, in: "Ich schulde der Welt einen Toten --" Heiner Müller über sein geplantes Opernlibretto; 10 vor 11, RTL, 15.8.1994; vgl. Alexander Kluge/Heiner Müller, "Ich schulde der Welt einen Toten". Gespräche, Hamburg: Rotbuch 1995, S. 101.
[25]: Carl Einstein, Paraphrase, in: März. Eine Wochenschrift, 5. Jg., H. 40, 3. Oktober 1911, S. 114-115, hier S. 115. - Ein ungelöstes Problem, vielleicht das Problem der Kunst in der (andauernden) Moderne; vgl. seine Formulierung bei Siegfried Kracauer, Der Künstler in dieser Zeit, in: Der Morgen 1,1 (April 1925), S. 101-109, im Anschluß daran bei Adorno und schließlich bei Luhmann.
[26]: Walser, Aus dem Bleistiftgebiet, a.a.O., S. 226f.
[27]: Vgl. Rembert Hüser, Fremdwort Bier, in: Zeitschrift für deutsche Phi-lo-logie 114, Sonderheft: Vom Umgang mit der Schoah in der deutschen Nachkriegsliteratur, hg. v. Norbert Oellers (1995), S. 129-157.
[28]: Alexander Kluge, "Kolonisatoren, die in die Schwäche eindringen". Ein Gespräch über Nachrichten und Erfahrung [Interview: Lilli Binzegger u. Andreas Heller], in: Neue Rundschau 106,2 (1995), S. 22-28, hier S. 27.
[29]: Alexander Kluge, Der Autor: Dompteur oder Gärtner? Rede anläßlich der Verleihung des Heinrich-Böll-Preises, in: Wochenpost, 16.12.1993.
[30]: Dirk M. Schenkeveld, Art. "Asteismus", in: Gert Ueding (Hg.), Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Bd. 1, Tübingen: Niemeyer 1992, Sp. 1129-1134.
[31]: Dirk Baecker, Postheroisches Management. Ein Vademecum, Berlin: Merve 1994, S. 16 u. 19.
[32]: Detlef Esslinger, Alexander Kluges Hobbyfilme, in: Süddeutsche Zeitung, 23./24.3.1996; vgl. Alexander Kluge, Episches Theater & postheroisches Management/ Gespräch mit Heiner Müller; News & Stories, SAT 1, 18.3.1996.
[33]: Elfriede Jelinek, in: Das Deutsche scheut das Triviale. Elfriede Jelinek im Gespräch mit Kathrin Tiedemann, in: Theater der Zeit, 49. Jg., H. 6 (No-vember/Dezember 1994), S. 34-39, hier: S. 36.
[34]: Robert Walser, Zwei Gesellschaftsstücke (Januar 1932 in der Prager Presse); zusammen mit dem Dill- und Tantenschreibfehler ("Dilletantismus": Robert Musil, Tagebücher, hg. v. Adolf Frisé, neu durchgesehene u. ergänzte Ausgabe, Reinbek b.H.: Rowohlt 1983, Bd. 1, S. 174f.) ergibt das: Wolfgang Müller (Hg.), Geniale Dilletanten. Blixa Bargeld, Tabea Blumenschein u.a., Berlin: Merve 1982.
[35]: Robert Walser, Ausßug aufs Land (vor Juni 1926).
[36]: Robert Walser, Dilettanten (Mai 1908 in Kunst und Künstler).
[37]: Robert Walser an Max Rychner, 18.3.1926.
[38]: Michel de Montaigne, Essais 1, 40 u. 1, 46.
[39]: Jean-Luc Godard, Rette sich wer kann (das Leben). Sauve qui peut (la vie), in: Filmfaust, Nr. 21 Michel de Montaigne, Essais 1, 40 u. 1, 46., 1981, S. 3-14, hier S. 10.
[1]: BECKER 1964/1975: 16.
[2]: Zit. nach DEVLIN 1988/1990: 205.
[3]: Dies eine der Spuren der historischen Bedingtheit dieses Texts, die gerade als solche nicht getilgt werden wollte. Zum inzwischen erbrachten Beweis der Fermatschen Vermutung vgl. jetzt Simon Singh, Fermats letzter Satz. Die abenteuerliche Ge-schichte eines mathema-tischen Rätsels, Mün-chen/Wien 1998.
[4]: Vgl. BOYER 1968/1985: 388.
[5]: Vgl. FALLACI 1979/1982: 143.
[6]: SCHMIDT 1951/1987: I/1.1, 231f.
[7]: KANT 1796/1968: VI, 402.
[8]: All diese mathematischen Hintergründe und die folgenden Formeln wiederum nach DEVLIN 1988/1990: 207ff, allerdings unter Beibehaltung der bei Schmidt benutzten Variablen.
[9]: DEVLIN 1988/1990: 209; meine Hervh.
[10]: Für eine Diskussion, seit wann es die Algebra gibt, vgl. etwa VOGEL 1937/1988: 235-251. Gegenüber den beiden dort ne-beneinanderge-stellten Definitionen von Algebra (Algebra = »Anwendung arithmetischer Operationen« vs. Algebra = »Glei-chungslehre«) sei hier Algebra noch enger als symbolisierte Mathematik oder »Buchsta-ben-rechnung« definiert.
[11]: Vgl. Arno Schmidt, Dichter und Mathematik, worin die Span-nung im Imperativ, die Schriftsteller hätten präzise zu sein, so-gleich offenbar wird, indem Schmidt selber einigermaßen un-präzise in seinen Angaben ist (Kafka als Landvermesser etc.).
[12]: SCHMIDT 1951/1987: I/1.1, 232.
[13]: EINSTEIN 1917/1988: 96.
[14]: Max Bense im Vorwort zu COUFFIGNAL 1952. - Zu For-mulie-rungen derselben These bei Heidegger und Lacan vgl. mei-nen Beitrag Kein Grund mehr zur Sorge in DOTZLER 1991.
[15]: Albert Einstein/ Leopold Infeld, Die Evolution der Physik, Wien 1950, S. 255. - Hier zit. nach KLÄHN 1990: 113f.
[16]: WIENER 1961/1985: 44 bzw. 1963: 81 (modifizierte Überset-zung).
[17]: WIENER 1961/1985: 39 (1963:75).
[18]: DELEUZE/GUATTARI 1972/1977: 33.
[19]: Zit. nach MARTEN 1975: 9. Zur schreibhistorischen Rolle der von Grosseteste besorgten Ausgabe der Nikomachischen Ethik vgl. MORRISON 1987: 265.
[20]: Vgl. SCHLAFFER 1990: 40.
[21]: FOUCAULT 1970/1982: 13.
[22]: FOUCAULT 1970/1982: 50.
[23]: Chasles, Geschichte der Geometrie (dt. Ausgabe: Halle 1839), zit. nach GÜNTHER 1877: 3 (Druckfehler korrigiert und Hervh. getilgt).
[24]: GÜNTHER 1877: 3.
[25]: GÜNTHER 1877: 47f.
[26]: GÜNTHER 1877: 10 u. 47.
[27]: DESCARTES 1637: 341f (dt. nach 1637/1923).
[28]: Diese Formulierung nach Lukasiewicz' Studie über Aristot-le's Syllogistic (Oxford 1951); hier nach MORRISON 1987: 267.
[29]: Vgl. etwa BECKER 1954/1964: 141ff und STRUIK 1969/1986: 155ff.
[30]: DESCARTES 1637: 342f.
[31]: EINSTEIN 1917/1988: 5.
[32]: CANTOR 1892ff/1965: III 419.
[33]: EINSTEIN 1917/1988: 5.
[34]: GÜNTHER 1877: 46f.
[35]: DESCARTES 1637: 406.
[36]: GÜNTHER 1877: 46f.
[37]: Vgl. CAJORI 1928-29/1952: I 381 u. II 323. Wie sehr selbst Cajori, obwohl - oder weil? - er die Geschichte der Mathema-tik wie niemand sonst als Geschichte ihrer Notationsweisen schrieb, dem Sog der Formalisierung erliegt, zeigt sich da-rin, daß ihm der nächste im Paragraphen über Signs in analy-tical geometry (II 323) erwähnenswerte Schritt die formale Einführung der y-Achse heißt.
[38]: So DAVIS/HERSH 1986/1988: 23 als m.W. einzige derart un-mißverständliche Feststellung. Das Fehlen koordinatengeome-trischer Realien bei Descartes wird von der Mehrzahl der Ma-thematikgeschichten mehr oder minder deutlich angemerkt (vgl. CANTOR 1892ff/1965: II 812, CAJORI 1928-29/1952: II 323, EVES 1953/1955: 282 und BOYER 1968/1985: 376f), ohne daß jedoch irgend Konsequenzen daraus gezogen würden.
[39]: EINSTEIN 1917/1988: 5.
[40]: GÜNTHER 1877: 28.
[41]: BOYER 1968/1985: 292.
[42]: Da dies hier nicht näher überprüft werden soll, reichen an dieser Stelle auch Abbildungen aus modernen Editionen bzw. Darstel-lungen (s. Abbildungsverzeichnis) hin.
[43]: LAPLACE 1814/1932: 2f.
[44]: Vgl. neben GÜNTHER 1877 etwa die bei CANTOR 1892ff/1965 wie-der-kehrenden Wendungen über »Erstlingsrechte« (III 419) dieses oder jenes Mathematikers. - Hinzu kommt die Rolle der Geometrie Descartes' als Wegbereiter der Analysis und damit des wohl bekanntesten Prioritätsstreits (Leibniz - Newton) in der Mathematikgeschichte.
[45]: Vgl. MORRISON 1987: 256f.
[46]: Dt. nach DESCARTES 1637/1923.
[47]: FOUCAULT 1969/1981: 268f. - Cavaillès' Bemerkung über die Mathematik als Werden ist in Auszügen nachzulesen in FICHANT /PECHEUX1969/1977: 131ff.
[48]: Weshalb es umso wichtiger ist, »der for-malisierten Sprache und Denkweise der exakten Naturwissen-schaften« (WI-CHERT 1990: 446) nach-zugehen, ohne daß dies gleichzusetzen wäre mit einer umstandslosen Adaption selbiger Formalismen. - Soviel zur (Teil-)Ant-wort auf die (hier zi-tierte) verfehlte Antwort auf DOTZLER 1989. - Weiteres zur Außösung von Formalisierungen demnächst in mei-nem Buch Papiermaschinen. Versuch über com-munication & control in Literatur und Maschine [inzwischen erschienen: Berlin 1996].
[49]: Zit. nach BOURBAKI 1960/1971: 202 (welche Form von Mathe-matik-geschichte das Extrem einer Gegenposition zur hier vor-ge-schlagenen Historiographie darstellt).
[50]: Weiterhin grundlegend GOODY 1968/1981 bzw. 1986.
[51]: Auf Platon als »ersten echten Schriftsteller« machte, un-ter Verweis auf den komplexen Aufbau des Staates, zuerst Wi-lamowitz-Moellendorff aufmerksam (vgl. GOODY 1986: 99). Auf die daraus resultierende »Ambiguität, welche die Kritik der Schrift bis heute begleitet«, wies zuletzt LAERMANN 1990: 122f hin. - Vielleicht signifikantestes Indiz für die Zwei-schneidigkeit des sokratischen Schrift-Verhaltens ist, daß ausgerechnet Sokrates, der die Schrift ablehnt, weil sie das Gedächtnis schwäche, selber an Gedächtnisschwäche leidet (vgl. etwa Ion 537a und Menon 71c).
[52]: LACAN 1954-55/1980: 26.
[53]: LACAN 1954-55/1980: 28.
[54]: Vgl. dazu MORRISON 1987: 261f.
[55]: Vgl. dazu Schlaffers Einleitung in GOODY 1986: 7.
[56]: FRÜHWALD et al. 1990: 12.
[57]: Für eine Außistung der im Phaidros (274c-278b) geäußerten Kritikpunkte in der genannten Vierzahl vgl. die Einleitung Schlaffers in GOODY 1986: 10f.
[58]: Zur Opposition Monument/Dokument vgl. FOUCAULT 1969/1981: 14f.
[59]: BACON 1620/1990: 39.
[60]: DESCARTES 1637/1960: 47.
[61]: MORRISON 1987: 270 u. 256 (freie Übersetzung).
[62]: KITTLER 1986: 4.
[63]: J.B.van Helmont, Ortus medicinae (1648/1683); zit. nach EGLI 1986: 165.
[64]: SCHLAFFER 1990: 19.
[65]: Vgl. BLUMENBERG 1983: 87.
[66]: Vgl. dazu GRENACHER 1959 und CARTER/MUIR 1967: Nr. 100.
[67]: DESCARTES 1637: 298f (dt. 1637/1923: 2).
[68]: Dazu KITTLER 1990.
[69]: DESCARTES 1647/1965: XXXIX.
[70]: WEIGEL 1684: 12.
[71]: GOETHE 1816-29/1951ff: IX, 385.
[72]: GOETHE 1951ff: XVIII, 108f.
[73]: GOETHE 1817/1951ff: XVIII, 227
[74]: Zit. nach SONTAG 1977/1980: 141.
[75]: BABBAGE 1837-38/1989: IX, 35f.
[76]: MACH 1883-1912/1988: 168.
[1]: Hier link http://www.cutup.de/smile/index.html.
[2]: Das ist Gegenwärtig Macintoshs 7.5. An einer Windwos Portierung wird noch gearbeitet.
[3]: John R. Pierce, "Protrait of the Machine as a Young Artist". In: Playboy, Bd. 12, (1965), S. 150 und Symbols, Signals and Noise: The Nature and Process of Communication. New York 1961, S.259
[4]: Die Außösung von den meisten standardtisierten Mouse-Protokollen stimmt allerdings nicht mit den von gängigen Graphik-Modi überein. Microsofts Mouse-Protokoll versucht ja z.B. mit seiner quadratischen Matrix die rechteckige des Bildschirms abzudecken.
[5]: Vgl. Axel Roch, Die Maus. Von der elektrischen zur taktischen Feuerleitung. In: Lab 1995/1996, Hg. v. der Kunsthochschule für Medien mit dem Verein der Freunde der KHM, S.172
[6]: Dr. v. Braunmühl, Dr. v. , Schallplattentechnik des Rundfunks. In: Funk, Heft 24 (1930), S.128
[7]: Domenic Proire, Look! Listen! Vibrate! Smile! San Francisco 1995, S. 85
[8]: Ralph K. Potter, Visible Speech. In: Bell Laboratories Record Bd. XXIV (1946), S.8
[9]: Zitiert nach Brian Wilson mit Todd Gold, Mein kalifornischer Alptraum. Die Autobiographie des Bandleaders der Beach Boys. Köln 1993, S. 139
[10]: Zitiert nach Alois M. Haas, Geistlicher Zeitvertreib. Friedrich Spees Echogedichte. In: Deutsche Barocklyrik. Gedichtinterpretationen von Spee bis Haller. Hg. v. Martin Bircher und Alois M. Hass. Bern, München 1973, S.36
[11]: Vgl. ebd. S.35 f.
[12]: Athanasius Kircher, Phonurgia Nova. Faksimile der Kemptenschen Edition von 1673. New York 1966, S.47 f.
[13]: Vgl. ebd. S. 13 und Jörg Jochen Berns, Die Jagd auf die Nymphe Echo. Künstliche Echoeffekte in Posie, Musik und Architektur der Frühen Neuzeit. In: Die Mechanik in den Künsten. Studien zur ästhetischen Bedeutung von Naturwissenschaft und Technologie. Hg. v. Hanno Möbius und Jörg Jochen Berns. Marburg 1990, S.77
[14]: Vgl. F. W: Sternfeld, The First Printed Opera Libretto. In: Music & Letters Bd. 69 (1978), S. 138
[15]: Arnold Shaw, Die Story des Rock 'n' Roll. Reinbek 1978, S.48 f.
[16]: Thomas R. Pynchon, Die Versteigerung von No. 49. Reinbek bei Hamburg 1973, S.23
[17]: Zitiert nach Proire, a.a.O. S.22
[18]: Vgl. Friedrich A. Kittler, Grammophon Film Typewriter. Berlin 1986, S.162. Unter den alliierten Ingenieuren, die 1946 in Berlin Tonbandmaschinen inspizierten, verhalf der Engländer Berth Jones den Beatles Abbey Roads Studios zur ihrer BTR Tonbandtechnik. Gleiches leistete auf amerikanischer Seite der Gründer von Ampex Corporation, A.M. Poniatoff, für seinen ersten Kunden in der Plattenindustrie, für Capitol Records, den Major der Beach Boys. Das Duell Dumb Angel vs. Sergeant Pepper's, für welches es Brian Wilson bei allen neuen Tonbandeffekten immer gehalten hat, entbehrt also nicht der Grundlage.
[19]: Brian Wilson mit Todd Gold, Mein kalifornischer Alptraum. Die Autobiographie des Bandleaders der Beach Boys. Köln 1993, S.76
[20]: Priore, a.a.O. S. 21
[21]: Priore, a.a.O., S.85
[22]: Zitiert nach Priore, a.a.O. S.69
[23]: Proire, a.a.O. S.69
[24]: Priore, a.a.O. S.21
[25]: Priore, a.a.O. S.85
[26]: Lester Bangs, Psychotic Reactions and Carburetor Dung. New York 1987, S.158
[27]: Pynchon, a.a.O. , S.59
[28]: Wilson, a.a.O. S.67
[29]: Wilson, a.a.O. S.152
[30]: Zitiert nach Priore, a.a.O. S.88
[31]: Man muß von all dem nichts glauben, zeigte nicht die paranoide hallo philipp ,ich mag dich11- Struktur selbst eine und damit das Reale, wenn Siegel das Verhältnis von Thomas Pynchon mit seiner Frau im Playboy denuziert als das geheime Postfach, daß seine Frau mit Pynchon unterhielt.
[32]: W.S. Burroughs, Die elektronische Revolution, o.J., S.17
[33]: Zitiert nach Steve Jones, Rock Formation. Music, Technology and Mass Communication. Newbury Park, London New Delhi 1992, S.138
[1]: Vgl. dazu: English, W.K. et al. "Display-Selection Techniques for Text
Manipulation", in: IEEE Transactions on Human Factors in Electronics,
Vol. 8, Nr. 1, 1967, S.5-15
[2]: Everett, Robert R. "Whirlwind", in: Metropolis, N. et al. "A History
of Computing in the Twentieth Century", 1980, S.375
[3]: Hermann, Joachim "Die ferngelenkte Gleitbombe Hs 293" aus: Benecke, Theodor
et al. "ßugkörper und Lenkraketen", 1987, S.106ff
[4]: Schliephake, Hanfried "Die gelenkte Jägerrakete X 4" aus: Benecke, Theodor
et al., a.a.O., S.166ff
[5]: Fagen, M.D. (Hrsg.) "A History of Engineering and Science in the Bell System",
1978, S.148
[6]: Wiener, Norbert "Kybernetik. Regelung und Nachrichtenübertragung im Lebewesen
und in der Maschine", 1992, S.30
[7]: Fagen, M.D., a.a.O., S.49
[8]: Fagen, M.D., a.a.O., S.360ff
[9]: Vgl. dazu Kittler, F.A. "Eine Kurzgeschichte des Scheinwerfers..."
in: Wetzel, M. et al. (Hrsg.), "Der Entzug der Bilder", 1994,
S. 183ff
[10]: Thompson, G. R. et al. "The Signal Corps: The Test", 1957, S.70
[11]: Hilliard, V. "Radio Telephones Guide the 'Blitz Buggies'", in: Bell Telephone Magazine Nr.23, 1944, S.52ff
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© bei Markus Krajewski und Harun Maye, Version 1.5, 11.07.1998.