<!-- Das Fussnotenmuster: <p><a name="vs003_">[]</a>: <PRE> </PRE> --> <h2>Fu&szlig;noten</h2> <h4>Georg Stanitzek: Autorit&auml;t im Hypertext</h4> <p><a name="vs004auto_01">[1]</a>: Stanley Fish: There's No Such Thing as Free Speech, and it's a Good Thing, Too. New YorkOxford: Oxford University Press 1994, S. 10f. <p><a name="vs004auto_02">[2]</a>: Niklas Luhmann: Die Gesellschaft der Gesellschaft. 2 Bde. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1997. Bd. 1, S. 141f. -- Kenner der soziologischen Systemtheorie werden einwenden, daß es sich um ein selektives Zitat handelt. Der Einwand ist berechtigt. Es ließe sich eine Reihe gegenläufiger Argumente anführen; und wahrscheinlich überwiegen sogar jene Stellungnahmen, in denen Autorität als vormoderne Größe abgetan wird (um eine wiederum selektive Auswahl zu geben: N.L.: Vorwort. In: N.L.: Soziologische Aufklärung 5: Konstruktivistische Perspektiven. Opladen: Westdeutscher Verlag 1990, S. 713, hier S. 11; N.L.: Beobachtungen der Moderne. Opladen: Westdeutscher Verlag 1992, S. 42 u. S. 175ff.; N.L.: Die Beschreibung der Zukunft. In: Rudolf Maresch [Hg.]: Zukunft oder Ende. Standpunkte -- Analysen -- Entwürfe. München: Boer 1993, S. 469478, hier S. 474). -- Eine Klärung spezifischer Reichweiten des Autoritätskonzepts ist einerseits im Zusammenhang der auszuarbeitenden systemtheoretischen <B>Kultur</B>theorie -- insbesondere der Theorie des "Wertmediums" -- zu erwarten (vgl. N.L.: Die Gesellschaft der Gesellschaft, Bd. 1, S. 340ff. u. S. 408f.); andererseits ist die hier behauptete Relevanz des Konzepts für das <B>Kunst</B>system markiert: N.L.: Die Kunst der Gesellschaft. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1995, S. 63. <p><a name="vs004auto_03">[3]</a>: Eine sekundäres Zitat (nach Hans Mayer: Die unerwünschte Literatur. Deutsche Schriftsteller und Bücher 19681985. Berlin: Siedler 1989, S. 188); ich habe diesen Satz im Werk Alexander Kluges <B>so</B> nicht gefunden. <p><a name="vs004auto_04">[4]</a>: Felix Philipp Ingold: Autorschaft und Management. Eine poetologische Skizze. GrazWien: Droschl 1993, S. 25. <p><a name="vs004auto_05">[5]</a>: Heiner Müller. In: Uwe Wittstock: "Zehn Deutsche sind dümmer als fünf". Gespräch mit dem Dramatiker H.M. In: Neue Rundschau 103,2 (1992), S. 6678, hier S. 74. <p><a name="vs004auto_06">[6]</a>: Alexander Kluge. In: Mariam Niroumand: Plüsch für das Auge. A.K. zu Nation, Oper und TV. In: die tageszeitung, 15.7.1993, S. 12. -- Siehe auch das unten, Anm. 101, zitierte Interview. <p><a name="vs004auto_07">[7]</a>: Vgl. Wolfgang Coy: Gutenberg & Turing: Fünf Thesen zur Geburt der Hypermedien. In: Zeitschrift für Semiotik 16,12 (1994), S. 6974, hier S. 73; Markus Steinmayr: Fröhliche Medienwissenschaft -- Philologie in der Dämmerung der GutenbergGalaxis. In: Ralph Köhnen (Hg.): Philologie im Wunderland. Medienkultur im Deutschunterricht. Frankfurt/M. u.a.: Lang 1998, S. 2344, hier S. 41f. <p><a name="vs004auto_08">[8]</a>: Diese Kategorien werden gegenwärtig zwar oft als Synonyme behandelt -- und zweifellos bestehen im Phänomenbereich Konvergenzen und Überschneidungen , gleichwohl ist auf Unterschieden zu bestehen. Sie sind hier nicht im einzelnen zu erörtern; nur soviel: Obwohl das <B>Internet</B> unter anderem auf HypertextTechnologie basiert, gilt es gleichwohl zwischen beidem zu differenzieren; denn auch wenn jeder Hypertext Schnittstellen zu Öffentlichkeiten braucht, muß diese Öffentlichkeit nicht mit der des weltweiten Netzes identisch sein. -- Zwar ist Hypertext -- Alternativbezeichnung: Hypermedia -- als genuin multimediales Phänomen zu verstehen (dazu unten), unter dem Stichwort <B>Multimedia</B> werden jedoch gegenwärtig eher medienindustrielle Großprojekte thematisiert (insbesondere die Verschränkung von Fernseh und Computertechnologie). <p><a name="vs004auto_09">[9]</a>: George P. Landow: Hypertext. The Convergence of Contemporary Critical Theory and Technology. BaltimoreLondon: The Johns Hopkins University Press 1992. Inzwischen gibt es eine neue Auflage: "Hypertext 2.0" (1997). <p><a name="vs004auto_10">[10]</a>: Friedrich Kittler: Grammophon Film Typewriter. Berlin: Brinkmann & Bose 1986, S. 8f. -- "Also ich schreib' immer nur mit dem Bleistift." (Alexander Kluge. In: A.K.: Der Mann, der den Wolfsmann erfand/ Curt Siodmak, geb. 1902, im Gespräch. In: dctp: News & Stories. Sat. 1, 4.5.1998) -- Ein Einstieg in die Verwendung des Digitalmediums liegt bei Kluge in der elektronischen Bildbearbeitung -- inklusive 'Schriftbildbearbeitung' -- für das Fernsehen (siehe hierzu: Werner Barg: Ein Dokumentarist des Protestes. Alexander Kluges Theorie des Dokumentarfilms. Beobachtungen zu seinen EssayFilmen und Fernsehmagazinen. In: Manfred Hattendorf [Hg.]: Perspektiven des Dokumentarfilms. [diskurs film. Münchner Beiträge zur Filmphilologie 7] München 1995, S. 111126, hier S. 121ff.; Christina Scherer: Das Bild der Schrift und die Schrift der Bilder. Zum Verhältnis von Bild und Schrift in den Kulturmagazinen Alexander Kluges. In: AugenBlick. Marburger Hefte zur Medienwissenschaft 23: Fernsehen ohne Ermäßigung. Alexander Kluges Kulturmagazine (1996), S. 3453). <p><a name="vs004auto_11">[11]</a>: "Häufig wird man preadaptive advances entweder im Bereich von Technologien oder im Bereich symbolischer Strukturen suchen müssen." (Niklas Luhmann: Geschichte als Prozeß und die Theorie soziokultureller Evolution. In: N.L.: Soziologische Aufklärung 3: Soziales System, Gesellschaft, Organisation. Opladen: Westdeutscher Verlag 1981, S. 178197, hier S. 191; N.L.: Die Gesellschaft der Gesellschaft [s. Anm. 2]. Bd. 1, S. 511ff. sowie S. 556 für die Bedeutung einer gesonderten "Ideenevolution" in diesem Zusammenhang) <p><a name="vs004auto_12">[12]</a>: Gerhard Bechtold: Sinnliche Wahrnehmung von Wirklichkeit. Die multimedialen MontageTexte Alexander Kluges. Tübingen: Narr 1983, S. 118. -- Freilich handelt es sich um keine rein 'technische' Lösung. Im Zusammenhang seiner Entfaltung der Frage, was ein Autor sei, hat Foucault auf den problematischzirkulären Begründungszusammenhang von Autor und Werk hingewiesen, und er hat sein Argument an der Frage der Edition als einem "zugleich theoretische[n] <B>und</B> technische[n]" Problem erläutert: "Wie kann man aus den Millionen Spuren, die jemand [...] hinterläßt, ein Werk bestimmen? Die Werktheorie existiert nicht[,] und denen, die naiv beginnen, ein Werk herauszugeben, fehlt eine solche Theorie, so daß ihre empirische Arbeit deshalb sehr rasch ins Stocken gerät." (Michel Foucault: Was ist ein Autor? [1969]. Übers. v. Karin Hofer. In: M.F.: Schriften zur Literatur. Frankfurt/M.BerlinWien: Ullstein 1979, S. 731, hier S. 13, meine Hervorhebung, G.S.) <p><a name="vs004auto_13">[13]</a>: Dieses letztere Moment verdient besonders hervorgehoben zu werden: Kluges Stimme wäre im Hypertext -- über einen <EM>button</EM> abrufbar -- gewissermaßen auf einer Ebene mit seinen übrigen Hervorbringungen angeordnet; und vermutlich würde diese Anordnung dazu beitragen, den Status dieser Stimme besser zu verstehen. (Für unterschiedliche Kontexte gibt es hierzu sehr unterschiedliche Beobachtungen; vgl. Anton Kaes: Über den nomadischen Umgang mit Geschichte. Aspekte zu Alexander Kluges Film 'Die Patriotin'. In: Text + Kritik 85/86: Alexander Kluge [Januar 1985], S. 132144, hier S. 137; Andreas Huyssen: Alexander Kluge. An Analytic Storyteller in the Course of Time. In: A.H.: Twilight Memories. Marking Time in a Culture of Amnesia. New YorkLondon: Routledge 1995, S. 145155 u. 273274, hier S. 149; Waldemar Fromm/Christina Scherer: Tonlagen. Anmerkungen zum Phänomen der Stimme in den Kulturmagazinen Alexander Kluges. In: AugenBlick [s. Anm. 10], S. 5462) -- Wenn im folgenden eine Reihe von InterviewÄußerungen zitiert wird, so ist diesen damit doch kein "extratextual" zu nennender Status zuerkannt, sondern sie werden als genuine Bestandteile von Kluges Werk verstanden; auch wenn sie dieses Werk kommentieren, weisen sie doch zugleich dessen typische Strukturen auf (vgl. Timothy Corrigan: The Commerce of Auteurism: a Voice without Authority. In: New German Critique 49 [Winter 1990], S. 4357, hier S. 54ff. -- Siehe auch unten, Anm. 104). <p><a name="vs004auto_14">[14]</a>: Und weiter: "Ölgemälde kannst du mir anbieten, ich werde sie nicht kaufen." (Alexander Kluge. In: Edgar Reitz: Bilder in Bewegung. Essays. Gespräche zum Kino. Reinbek b.H.: Rowohlt Taschenbuch Verlag 1995, S. 7588, hier S. 84). -- Das ist freilich nicht die ganze Wahrheit über Kluges Stellung zu 'alten Medien'; besonders gegenüber dem Kino wird dem Fernsehen gelegentlich auch ein bloß supplementärer Status zugeschrieben (A.K. In: Gloria Behrens/Verena Blaum/Helmut Färber/Rainer Gansera: Gespräche mit A.K. In: Filmkritik 20,12 (1976), S. 562593 u. 598600, hier S. 573 oder A.K. In: Stuart Liebman: On New German Cinema, Art, Enlightenment, and the Public Sphere: An Interview with A.K. In: October 46 [Fall 1988], S. 2359, hier S. 28ff.); solche Zuschreibungen sind jedoch i.d.R. relativ zu verstehen, d.h., in anderen Relationen lösen sie sich auf; vgl. zu solchen Relationen auch unten, Anm. 22 u. 43. <p><a name="vs004auto_15">[15]</a>: Insofern gibt es hier eine Parallele zur Vermutung einer Konvergenz von poststrukturalistischer Literaturtheorie und Computertechnologie (vgl. Landow: Hypertext [s. Anm. 9]); aber der Akzent ist ein anderer, er soll nicht so sehr auf Prämissen des literaturtheoretischen Diskurses, sondern eben auf der Seite der <B>Operationen</B> selber liegen. <p><a name="vs004auto_16">[16]</a>: Solche indikativischen Aussagen sind natürlich immer mit dem Vorzeichen zu versehen: "Anything we say today about digital literacy [...] must be provisional" (Paul Delany/George P. Landow: Managing the Digital Word: The Text in an Age of Electronic Reproduction. In: P.D./G.P.L. [Hg.]: The Digital Word: Textbased Computing in the Humanities. Cambridge, Mass.London, Engl.: The MIT Press 1993, S. 328, hier S. 12). <p><a name="vs004auto_17">[17]</a>: Luhmann: Die Gesellschaft der Gesellschaft (s. Anm. 2). Bd. 1, S. 461. <p><a name="vs004auto_18">[18]</a>: Es ist ein leichtes, sie insbesondere in ihren phonozentrisch zu nennenden Annahmen über 'Primärkommunikation' zu kritisieren (siehe nur: Alexander Kluge [Hg.]: Bestandsaufnahme: Utopie Film. Zwanzig Jahre neuer deutscher Film / Mitte 1983. Frankfurt/M.: Zweitausendeins 1983, S. 46 oder: A.K. In: FernsehKritik. Filmkultur -- Filmverbrauch. Zum Stand der Beziehungen zwischen Kino und Fernsehen. Hg. v. Hans Helmut Hillrichs u. Heinz Ungureit. [Mainzer Tage der FernsehKritik, Bd. 16] Mainz: v. Hase & Koehler 1984, S. 159 u. 173). Man kann sie darüber hinaus auch als "schlechtes Readers Digest Niveau" denunzieren (so Wolfgang Hagen: Mediendialektik. Zur Archäologie eines Scheiterns. In: Rudolf Maresch [Hg.]: Medien und Öffentlichkeit. Positionierungen Symptome Simulationsbrüche. München: Boer 1996, S. 4065, hier S. 61); doch begibt man sich damit der Möglichkeit, das auf dieser Basis entwickelte Potential an operativen Leistungen allererst wahrzunehmen. -- Alexander Kluges eigener Umgang mit Friedrich Kittler folgenden Kritikern der Kritischen Theorie dürfte weiter führen: Er bringt sie zur Mitarbeit an seinen Produktionen; vgl. etwa A.K.: <EM>Ein Buch aus Stein/ Diskursforscher Dr. Bernhard Siegert über das Imperium der Bücher</EM>. In: dctp: Prime Time -- Spätausgabe. RTL, 17.8.1997. <p><a name="vs004auto_19">[19]</a>: Kluge (Hg.): Bestandsaufnahme: Utopie Film (s. Anm. 18), S. 128. -- Im Gegensatz zur These, Kluges Projekt intendiere direkt, "Autorschaft den neuen Medienbedingungen <B>anzupassen</B>" (Matthias Uecker: Der Autor in der Medienindustrie -- Hans Magnus Enzensberger und Alexander Kluge. In: Andreas Erb [Hg.]: Baustelle Gegenwartsliteratur. Die neunziger Jahre. OpladenWiesbaden: Westdeutscher Verlag 1998, S. 5971, hier S. 59; meine Hervorhebung, G.S.), ist mit dem Theorem der '<B>Vorab</B>-Anpassung' dieses Moment des Irrflugs ernstgenommen. <p><a name="vs004auto_20">[20]</a>: Marshall McLuhan: Understanding Media. The Extensions of Man. Introduction by Lewis H. Lapham. 2. Aufl. Cambridge, Mass.London, Engl.: The MIT Press 1995, S. 174. Vgl. im Ansatz schon Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. In: W.B.: Gesammelte Schriften. Hg. v. Rolf Tiedemann u. Hermann Schweppenhäuser. Bd. 1,2. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1974, S. 471508, hier S. 475. <p><a name="vs004auto_21">[21]</a>: Stuart Moulthrop: You Say You Want a Revolution? Hypertext and the Laws of Media. In: Eyal Amiran/John Unsworth (Hg.): Essays in Postmodern Culture. Oxford u.a.: Oxford University Press 1993, S. 6997, hier S. 74. Der Verfasser zieht damit eine Konsequenz aus einer bei Landow vorliegenden Zweideutigkeit, welche darin liegt, daß dieser einerseits "the advent of hypertext" feiert, andererseits jedoch fürchtet, eine solche Feier des 'Neuen' müsse im neuen Kontext von Hypertextualität gerade "oldfashioned" wirken (Landow: Hypertext [s. Anm. 9], S. 67 u. 168). Aufschlußreich zum Spiel der 'Immerschon' und 'Nochnichtdagewesen'Argumente in der Hypertextdiskussion: Peter Krapp: "Screen Memory". Hypertext und Deckerinnerung. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Sonderheft 1998: Medien des Gedächtnisses. Hg. v. Aleida Assmann u.a., S. 279--296. <p><a name="vs004auto_22">[22]</a>: Helmut Schanze: Die Wiederkehr des Buchs. Zur Metaphorik der Digitalmedien. In: Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie 50 (1995), S. 5360, hier S. 54f.; zu Vertrauens und Glaubwürdigkeit als generelles Problem von Medien siehe auch: Wolfgang MüllerFunk: Ouvertüren zu einer Philosophie der Medialität des Menschen. In: W.MF./Hans Ulrich Reck (Hg.): Inszenierte Imagination. Beiträge zu einer historischen Anthropologie der Medien. WienNew York: Springer 1996, S. 6386, hier S. 73; Kluge selbst formuliert es als Authentizitätsproblem, und auch er rekurriert in diesem Zusammenhang emphatisch auf das Buch: Alexander Kluge: Die Macht der Bewußtseinsindustrie und das Schicksal unserer Öffentlichkeit. In: Klaus von Bismarck u.a.: Industrialisierung des Bewußtseins. Eine kritische Auseinandersetzung mit den neuen Medien. MünchenZürich: Piper 1985, S. 51129, hier S. 97. <p><a name="vs004auto_23">[23]</a>: Eine Parallele könnte man, was den Kontext der Computerwelt betrifft, in der Funktion des Handbuchs sehen -- eine Funktion, die übrigens auch durch Hypertexte nicht leicht zu bedienen sein mag (vgl. Joseph T. Jaynes: Limited Freedom: Linear Reflections on Nonlinear Texts. In: Edward Barrett [Hg.]: The Society of Text. Hypertext, Hypermedia, and the Social Construction of Information. 2. Aufl. Cambridge, Mass.London, Engl.: The MIT Press 1991, S. 148161). <p><a name="vs004auto_24">[24]</a>: Schanze: Die Wiederkehr des Buchs (s. Anm. 22), S. 60. <p><a name="vs004auto_25">[25]</a>: Heiko Idensen/Matthias Krohn: BildSchirmDenken. Manual für hypermediale Diskurstechniken. In: Norbert Bolz/Friedrich A. Kittler/Christoph Tholen (Hg.): Computer als Medium. München: Fink 1994, S. 245266, hier S. 251. -- Eine grundsätzliche Ideologiekritik solcher Annahmen leistet: Hartmut Winkler: Docuverse. Zur Medientheorie der Computer. M. e. Interview v. Geert Lovink. München: Boer 1997. <p><a name="vs004auto_26">[26]</a>: Dirk Hoffmann/Peter Jörgensen/Otmar Foelsche: ComputerEdition statt BuchEdition. Notizen zu einer historischkritischen Edition -- basierend auf dem Konzept von <EM>hypertext</EM> und <EM>hypermedia</EM>. In: editio 7 (1993), S. 211220, hier S. 214 u. 212. <p><a name="vs004auto_27">[27]</a>: Andreas Poltermann: Literaturkanon -- Medienereignis -- Kultureller Text. Formen interkultureller Kommunikation und Übersetzung. In: A.P. (Hg.): Literaturkanon -- Medienereignis -- Kultureller Text. Formen interkultureller Kommunikation und Übersetzung. Berlin: Erich Schmidt Verlag 1995, S. 156, hier S. 32. <p><a name="vs004auto_28">[28]</a>: Sven Birkerts: Die GutenbergElegien. Lesen im elektronischen Zeitalter. A. d. Amerikanischen übers. v. Kurt Neff. Frankfurt/M.: S. Fischer 1997, S. 126ff. (und öfter). Bemerkenswert, daß solche Vorstellungen selbst seitens erfahrener Philologen Zustimmung finden; siehe die Rezension: HansJürgen Schings. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.3.1997, Nr. 71, S. L10. Im Gegensatz dazu läge es ja nahe, das Buch als Gegenstand von Wiederholungs, von interpretierender oder kommentierender Lektüre zu denken. <p><a name="vs004auto_29">[29]</a>: Birkerts: GutenbergElegien (s. Anm. 28), S. 215 -- als weiterer Bestandteil wird die Dekonstruktion genannt; zur Kritik dieser notorischen Zusammenstellung vgl. das Statement von Geoffrey Bennington. In: www.cas.usf.edu/journal/bennington/gbennington.html. Zit. n. Peter Krapp: Derrida Online. In: Oxford Literary Review 18,12 (1996), S. 159173, hier S. 166. <p><a name="vs004auto_30">[30]</a>: Norbert Bolz: Computer als Medium -- Einleitung. In: N.B./Kittler/Tholen (Hg.): Computer als Medium (s. Anm. 25), S. 916, hier S. 9. Ähnliche Argumente lassen sich übrigens auch bezogen auf Film und Kino beobachten. Vgl. etwa die Behauptung, im gegenwärtigen HollywoodKino verwandle sich "das Autorenprodukt zum autorlosen Hypermedium" (Goedart Palm: Raptors in pursuit. Jurassic Park: Aufbruch zum Hypermedium. In: Peter V. Brinkemper/Bernhard von Dadelsen/Thomas Seng [Hg.]: World Media Park. Globale Kulturvermarktung heute. Berlin: Aufbau Taschenbuch Verlag 1994, S. 5780, hier S. 68); oder die aus der WebDiskussion über Tarantino abgeleitete These, daß "[d]er Film als Hypertext auch die Abschaffung des traditionellen Autors voraussetzt" (Peter Körte: Tarantinomania. http://www.blarg.net~kbilly, der Koffer von Marsellus Wallace und anderes Treibgut. In: Robert Fischer/P.K./Georg Seeßlen [Hg.]: Quentin Tarantino. Berlin: Bertz 1997, S. 764, hier S. 15). <p><a name="vs004auto_31">[31]</a>: Vgl. etwa Raimar Zons: Literarische Bildung in der Medienkonkurrenz. In: Ludwig Jäger (Hg.): Germanistik: Disziplinäre Identität und kulturelle Leistung. Vorträge des deutschen Germanistentages 1994. Weinheim: Beltz Athenäum 1995, S. 248261, hier S. 260. <p><a name="vs004auto_32">[32]</a>: Mayer, Die unerwünschte Literatur (s. Anm. 3), S. 180ff. <p><a name="vs004auto_33">[33]</a>: Hans Magnus Enzensberger: Ein herzloser Schriftsteller. Über Alexander Kluge: "Neue Geschichten". In: Der Spiegel, 32. Jg., Nr. 1, 2.1.1978, S. 8183, hier S. 83. <p><a name="vs004auto_34">[34]</a>: H.M.E.: Ein herzloser Schriftsteller (s. Anm. 33), S. 81. -- Bei der TrümmerfeldDiagnose könnte es sich um eine Art Duplik auf Kluges Verteidigung des WochenschauGenres handeln (vgl. H.M.E.: Scherbenwelt. Die Anatomie einer Wochenschau. In: H.M.E.: Einzelheiten. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1962, S. 88109 u. Alexander Kluge/Edgar Reitz: In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod. In: Kursbuch 41: Alltag [September 1975], S. 4184, hier S. 67f.). <p><a name="vs004auto_35">[35]</a>: David Roberts: Die Formenwelt des Zusammenhangs. Zur Theorie und Funktion der Montage bei Alexander Kluge. In: Lili. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 12. Jg., H. 46: Montage, 1982, S. 104119, insbesondere S. 108f.; Thomas BöhmChristl: Sprachgesten der Neuen Geschichten. In: T.B.C. (Hg.): Alexander Kluge. Frankfurt/M.: Suhrkamp Taschenbuch Verlag 1983, S. 117152, hier S. 118f. <p><a name="vs004auto_36">[36]</a>: Wolfgang Adam: Poetische und Kritische Wälder. Untersuchungen zu Geschichte und Formen des Schreibens 'bei Gelegenheit'. (Beihefte zum Euphorion. Zeitschrift für Literaturgeschichte, 22) Heidelberg: Carl Winter 1988. <p><a name="vs004auto_37">[37]</a>: In der Folge expandiert in gewisser Weise die bereits mit den <EM>Neuen Geschichten</EM> gegebene Multimedialität: Schon im auf deren Publikation folgenden Jahr erscheinen weitere 'Neue Geschichten', die Hefte 20 und 21 unter dem Titel: "Umgang mit Sümpfen, Ruinenkunde" (Alexander Kluge: Die Patriotin. Texte / Bilder 16 [1979]. 2. Aufl. Frankfurt/M.: Zweitausendeins 1980, S. 181259). Dabei bleiben Einwände wie diejenigen Enzensbergers nicht nur unberücksichtigt; fast im Gegenteil wirkt es, als würden sie bewußt konterkariert: Hatte Enzensberger noch festgehalten, er bespreche allein den Text als i.e.S. 'literarische' Seite von Kluges Produktion -- denn "im Kino geh[e] es sowieso ganz anders zu" (Enzensberger: Ein herzloser Schriftsteller [s. Anm. 33], S. 81) , wählt Kluge als Publikationskontext stracks ein seitens der literarischen Kritik vielbespötteltes Genre: das Buch zum Film. Die neuen 'Neuen Geschichten' bilden ein Kapitel im Rahmen des Filmbuchs, das seinerseits vom Film gerahmt wird. War die Multimedialität mit den ersten Heften noch <B>im</B> Buch einbegriffen -- auch wenn dieses aufgrund dessen nicht mehr wie ein 'normales' Buch wirkte , erscheint jetzt das Buch in eine übergreifende komplexe Medienkonstellation eingestellt. <p><a name="vs004auto_38">[38]</a>: Heiner Boehncke/Alexander Kluge: Die Rebellion des Stoffs gegen die Form und der Form gegen den Stoff: Der Protest als Erzähler. In: Johannes Beck/Klaus Bergmann/H.B. (Hg.): Das B. TravenBuch. 2. Aufl. Reinbek b.H.: Rowohlt Taschenbuch Verlag 1977, S. 338347. <p><a name="vs004auto_39">[39]</a>: Alexander Kluge: Neue Geschichten. Hefte 118. 'Unheimlichkeit der Zeit', Frankfurt/M.: Suhrkamp 1977, S. 203f. <p><a name="vs004auto_40">[40]</a>: A.K.: Neue Geschichten (s. Anm. 39), S. 205. <p><a name="vs004auto_41">[41]</a>: Das nimmt die Perspektive Enzensbergers vorweg, für den die <EM>Neuen Geschichten</EM> aufgrund der gebotenen Abbildungen nicht wie ein richtiges Buch aussehen und der gerade auf diesem Gebiet, auf dem man ihn selbst kaum als Professionellen bezeichnen wird, mit einem DilettantismusVerdacht aufwartet: "Diese Bilder machen einen dilettantischen Eindruck. Kluge nimmt überhaupt gern die Äußerungen des Amateurs in Schutz, das Photoalbum, die Bastelei, das Hobby. Er möchte am liebsten jedermann zum Autor machen" (Enzensberger: Ein herzloser Schriftsteller [s. Anm. 33], S. 83). Siehe dazu unten, Anm. 46. <p><a name="vs004auto_42">[42]</a>: Kluge: Neue Geschichten (s. Anm. 39), S. 205f. <p><a name="vs004auto_43">[43]</a>: So wie Kluge auf der Kategorie des Autors insistiert, so auch auf der des Buchs; dabei spielt die "Flaschenpost"Metapher eine wichtige Rolle (Alexander Kluge: Die Differenz. Rede zur Verleihung des KleistPreises in der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Berlin [1985]. In: A.K.: Theodor Fontane, Heinrich von Kleist und Anna Wilde. Zur Grammatik der Zeit. Berlin: Wagenbach 1987, S. 7389, hier S. 87; A.K. In: Anonym: Flaschenpost von Musil. Chronist des Jahrhunderts. Gespräch mit A.K. In: Stuttgarter Zeitung, 9.1.1986, Nr. 6, S. 23; vgl. dazu Theodor W. Adorno: Bibliographische Grillen. In: T.W.A: Noten zur Literatur. [Gesammelte Schriften, Bd. 2] Hg. v. Rolf Tiedemann. 3. Aufl. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1990, S. 345357, hier S. 349). Im Rekurs auf die 'Flaschenpost' wird vor allem die durch Gründlich und Genauigkeit motivierte Notwendigkeit des Aufschubs betont -- gegen das vorschnelle Zielen auf Publikumserfolge, etwa unter dem Diktat von 'Einschaltquoten'. Allerdings bleibt dieser Begriff des Buchs keineswegs an dessen materiale Gegebenheit gebunden; so heißt es gelegentlich: "Bei einem Fernsehbild werden Zeilen gelesen, es ist also eine Art Buch." (A.K.: Grabkammer und Kino [Gespräch mit Florian Rötzer]. In: F.R./Sara Rogenhofer [Hg.]: Kunst machen? Gespräche und Essays. München: Boer 1990, S. 376391, hier S. 382) Für die Rezipientenseite wird mit dem Buch insbesondere die Bedeutung von Wiederholungslektüre verbunden (Oskar Negt/Alexander Kluge: Geschichte und Eigensinn. Frankfurt/M.: Zweitausendeins 1981, Vorwort, S. 5); auch dieses Moment wird jedoch am Begriff des Buchs nur 'festgemacht' und nicht auf das tatsächliche Druckwerk beschränkt gesehen: "Um den 'Artisten'Film zugänglich zu machen, wurde im Münchner RexKino sogar versuchsweise das Angebot gemacht, daß man den Film mit einer Eintrittskarte zweimal sehen konnte." (Rainer Lewandowski: Alexander Kluge. [Autorenbücher, Bd. 19] München: Beck u. text + kritik 1980, S. 71f.) <p><a name="vs004auto_44">[44]</a>: Kluge: Neue Geschichten (s. Anm. 39), Vorwort, S. 9. Darin scheint ein Unterschied -- oder Fortschritt -- zum ähnlich organisierten vorangegangenen Prosabuch zu liegen, das einen solchen Oberbegriff im Titel noch vorsah: Alexander Kluge: Lernprozesse mit tödlichem Ausgang. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1973. -- 'Unheimlichkeit der Zeit' ist wohl etwas anderes (vgl. Huyssen: Alexander Kluge [s. Anm. 15], S. 153). <p><a name="vs004auto_45">[45]</a>: Augustinus: De doctrina christiana II, 6, 78; Blaise Pascal: Pensées. In: B.P.: Œuvres complètes. Texte établi et annoté par Jacques Chevalier. (Bibliothèque de la Pléiade) Paris: Gallimard 1954, S. 10791345, hier S. 1260, Nº 552 u. S. 1262, Nº 558 (a); Johann Georg Hamann: Sokratische Denkwürdigkeiten. In: J.G.H.: Sokratische Denkwürdigkeiten. Aesthetica in nuce. M. e. Kommentar hg. v. SvenAage Jørgensen. Stuttgart: Reclam 1987, S. 373, hier S. 15; J.G.H. an Johann Gotthelf Lindner. 11.9.1759. In: J.G.H.: Briefwechsel. Hg. v. Walther Ziesemer u. Arthur Henkel. Bd. 1: 17511759. Wiesbaden: Insel 1955, S. 410. <p><a name="vs004auto_46">[46]</a>: Enzensberger: Ein herzloser Schriftsteller (s. Anm. 33), S. 83. Und weiter: "Der Verteidiger des Amateurs kann zum Amateur, die Darstellung der Sprachlosigkeit selber sprachlos werden." (Ebd.) Der Vorwurf des Dilettantischen, Amateurhaften, Schlampigen gehört zu den Stereotypen der KlugeKritik (von Marcel ReichRanicki: Autor Klu. scheitert bei St. Ein Buch, das nicht nur sein Verfasser verschuldet hat [Rez.: Alexander Kluge: Schlachtbeschreibung. OltenFreiburg i.Br.: Walter 1964]. In: Die Zeit, 12.6.1964, Nr. 24, S. 1920 bis zu Rudolf Maresch: Mediatisierte Öffentlichkeiten. In: Leviathan. Zeitschrift für Sozialwissenschaft 23 [1995], S. 394416, hier S. 400). Dabei wird übersehen, daß es sich um programmatische Kategorien seiner Selbstbeschreibung handelt (hierzu: Mark Siemons: Zwölftonmusik im Zirkus. Das Fernsehen Alexander Kluges. In: Helmut Monkenbusch [Hg.]: Fernsehen. Medien, Macht und Märkte. Reinbek b.H.: Rowohlt Taschenbuch Verlag 1994, S. 101111, hier S. 109). Der -- wohlverstanden: dezidiert professionelle -- Sinn des Dilettantismuskonzepts rechnet zum frühen Kern von Kluges Projekt: "1. Es sollen nicht Spezialisten für Kamera, Drehbuch, Produktion, Regie usf. herangebildet werden, sondern Filmautoren, Intellektuelle." (Alexander Kluge: Die Utopie Film. In: Merkur 18 [1964], S. 11351146, hier S. 1140; siehe auch schon seine Dissertation über die Bedeutung von Dilettanten bei den Universitätsgründungen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts: A.K.: Die UniversitätsSelbstverwaltung. Ihre Geschichte und gegenwärtige Rechtsform. Frankfurt/M.: Klostermann 1958, S. 59ff. sowie die Wiederaufnahme dieses Bezugs in: A.K. In: Liebman: On New German Cinema [s. Anm. 46], S. 24 u. 34) <p><a name="vs004auto_47">[47]</a>: Vgl. den dem Übergang zur Fernsehproduktion unmittelbar vorhergehenden Film: Alexander Kluge/Beate MainkaJellinghaus: Vermischte Nachrichten. Mit Sabina Trooger u.a. BRD 1986. (Siehe auch unten, Anm. 101) Damit wird gerade an jenes Genre angeknüpft, gegen das sich übliche prinzipielle Kritiken des Fernsehens (als Medium des UnverantwortlichEphemeren) richten; vgl. neuerdings etwa Pierre Bourdieu: Über das Fernsehen. A. d. Frz. v. Achim Russer. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1998, S. 22ff. <p><a name="vs004auto_48">[48]</a>: Rainer Kuhlen: Hypertext. Ein nichtlineares Medium zwischen Buch und Wissensbank. Berlin u.a.: Springer 1991, S. 27; Bernd Wingert: Die neue Lust am Lesen? Erfahrungen und Überlegungen zur Lesbarkeit von Hypertexten. In: Stefan Bollmann (Hg.): Kursbuch Neue Medien. Trends in Wirtschaft und Politik, Wissenschaft und Kultur. Mannheim: Bollmann 1995, S. 112129, hier S. 112. -- Vgl. aber auch Gunnar Liestøl: Wittgenstein, Genette, and the Reader's Narrative in Hypertext. In: George P. Landow (Hg.): Hyper/Text/Theory. BaltimoreLondon: Johns Hopkins University Press 1994, S. 87120, der auf die Kontextabhängigkeit der 'linear/nonlinear'Unterscheidung hinweist und alternativ das Kriterium der 'Multilinearität' vorschlägt. <p><a name="vs004auto_49">[49]</a>: Vgl. Aleida Assmann: Was sind kulturelle Texte? In: Poltermann: Literaturkanon (s. Anm. 27), S. 232244, hier S. 232. <p><a name="vs004auto_50">[50]</a>: Vgl. Michael Riffaterre: Intertextuality vs. Hypertextuality. In: New Literary History. A Journal of Theory & Interpretation 25 (1994), S. 779788. <p><a name="vs004auto_51">[51]</a>: Roland Barthes: Die Lust am Text. Übers. v. Traugott König. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1974, S. 54. <p><a name="vs004auto_52">[52]</a>: Landow: Hypertext (s. Anm. 9), S. 22; Espen J. Aarseth: Nonlinearity and Literary Theory. In: Landow (Hg.): Hyper/Text/Theory (s. Anm. 48), S. 5186, hier S. 67ff. <p><a name="vs004auto_53">[53]</a>: Vgl. nur Landow: Hypertext (s. Anm. 9), S. 4f. <p><a name="vs004auto_54">[54]</a>: "Eine vollendete Kultur der Fußnote wird möglich." (Wolfgang Coy: turing@galaxis.com II. In: Martin Warnke/W.C./Georg Christoph Tholen (Hg.): HyperKult. Geschichte, Theorie und Kontext digitaler Medien. BaselFrankfurt/M.: Stroemfeld 1997, S. 1532, hier S. 25) Offen bleibt, was dabei aus der alten Regel wird: "Man erwartet in den Anmerkungen eines Buches schlechtern Stil." (Jean Paul: Bemerkungen über den Menschen. In: J.P.: Sämtliche Werke. Historisch=kritische Ausgabe. Hg. v. Eduard Berend. 2. Abt. Bd. 5. Weimar: Hermann Böhlaus Nachfolger 1936, S. 12) Bzw.: "Im laufenden Text geht guter Stil vor Abkürzungen." (IASL: Hinweise zur Einrichtung des Manuskripts) <p><a name="vs004auto_55">[55]</a>: "Ich kann, wie die Wissenschaftler, alle Faktoren isolieren bis auf einen. Könnte ich theoretisch machen, das würd' ich im Film nie machen. Wenn ich Theorie schreibe[,] mach' ichs auch bewußt nicht, ich lasse da verwirrende Sachen dabei, oder: ohne Anmerkungen gefällt mir das nicht." (Alexander Kluge. In: Gloria Behrens u.a.: Gespräche mit A.K. [s. Anm. 14], S. 598) <p><a name="vs004auto_56">[56]</a>: Versuche, HypertextEffekte im Buchmedium zu reproduzieren, pflegen dieses Moment herauszustellen; vgl. etwa Heiko Idensen/Matthias Krohn: BildSchirmDenken (s. Anm. 25); H.I.: Die Poesie soll von allen gemacht werden! -- Von literarischen Hypertexten zu virtuellen Schreibräumen der Netzwerkkultur. In: Dirk Matejovski/Friedrich Kittler (Hg.): Literatur im Informationszeitalter. Frankfurt/M.New York: Campus 1996, S. 143184; Jan Freitag/David Keller: Recycling und Hypertext. 66 Files. In: Markus Heilmann/Thomas Wägenbaur (Hg.): Macht Text Geschichte. Lektüren am Rande der Akademie. Würzburg: Königshausen & Neumann 1996, S. 143152. <p><a name="vs004auto_57">[57]</a>: Landow: Hypertext (s. Anm. 9), S. 4 u. passim (vgl. Roland Barthes: S/Z. Übers. v. Jürgen Hoch. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1987, S. 18); dazu kritisch: Aarseth: Nonlinearity (s. Anm. 52), S. 60f. <p><a name="vs004auto_58">[58]</a>: Knud Böhle: Inkunablenzeit: Theoreme, Paratexte, Hypertexte. Eine Nachlese. In: Warnke/Coy/Tholen (Hg.): HyperKult (s. Anm. 54), S. 119150, hier S. 144. <p><a name="vs004auto_59">[59]</a>: <EM>Bunte Blätter. Bilder vom Meer und Ruhm; Musik: The Chicago Loops</EM>. In: dctp: Prime Time -- Spätausgabe. RTL, 14.2.1993; vgl. auch: <EM>Bunte Blätter/ Blätter aus Eisen. Mit Musik von Steroid Maximus</EM>. In: dctp: 10 vor 11. Kulturmagazin. RTL plus, 26.10.1992. -- Zum entgegengesetzten "Buchstabe für Buchstabe""von der ersten bis zur letzten Seite"Lesen: Alexander Kluge: Gelegenheitsarbeit einer Sklavin. Zur realistischen Methode. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1975, S. 190f. <p><a name="vs004auto_60">[60]</a>: Urs Kalbfuß: Literatur über alte und neue Medien -- kommentiert. In: Siegfried Zielinski (Hg.): Televisionen -- Medienzeiten. Beiträge zur Diskussion um die Zukunft der Kommunikation. Berlin: EXpress Edition 1983, S. 135139, hier S. 139. <p><a name="vs004auto_61">[61]</a>: Bernhard Fabian: Der Gelehrte als Leser. In: Herbert G. Göpfert (Hg.): Buch und Leser. Vorträge des ersten Jahrestreffens des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Geschichte des Buchwesens, 13. u. 14. Mai 1976. Hamburg: Hauswedell 1977, S. 4888, hier S. 68f. <p><a name="vs004auto_62">[62]</a>: Vgl. Kuhlen: Hypertext (S. Anm. 48), S. 40ff. (Exkurs zu Arno Schmidts <EM>Zettels Traum</EM>); Norbert Bolz: Zur Theorie der Hypermedien. In: Jörg Huber/Alois Martin Müller (Hg.): Raum und Verfahren. Interventionen/Museum für Gestaltung Zürich. BaselFrankfurt/M.: Stroemfeld/Roter Stern 1993, S. 1727, hier S. 18f. (Verweis auf den Zettelkasten Niklas Luhmanns). <p><a name="vs004auto_63">[63]</a>: Negt/Kluge: Geschichte und Eigensinn (s. Anm. 43), S. 5. -- Der KlugeLeser wird "aus seiner passiven Rolle herausgedrängt", nämlich "aufgrund der fragmentarischen Struktur der Texte einerseits zur synthetischen Kombination -- andererseits vom Thematischen her zum Weiterfragen aufgefordert." (Wilhelm Voßkamp: Deutsche Zeitgeschichte in der Gegenwartsliteratur. Flensburg: Grenzakademie Sandelmark 1968, S. 17) <p><a name="vs004auto_64">[64]</a>: Hierbei spielt in der Hypertextdebatte die von Barthes in S/Z vorgeschlagene Unterscheidung von 'Schreib vs. Lesbarkeit' eine wichtige Rolle (Barthes: S/Z [s. Anm. 57], S. 8ff.). Im Sinne dieser Unterscheidung hat man Kluges Arbeiten plausibel als 'schreibbare' Texte charakterisiert: Miriam Hansen: Alexander Kluge. Crossings between Film, Literature, Critical Theory. In: Sigrid Bauschinger (Hg.): Film und Literatur. Literarische Texte und der neue deutsche Film. (13. Amherster Kolloquium zur Deutschen Literatur) BernMünchen: Francke 1984, S. 169196, hier S. 182. <p><a name="vs004auto_65">[65]</a>: Vgl. jedoch zu gerade bei <B>fiktionalen</B> Hypertexten gegebenen Einschränkungen: Ruth Nestvold: Das Ende des Buches. Hypertext und seine Auswirkungen auf die Literatur. In: Martin Klepper/Ruth Mayer/ErnstPeter Schneck (Hg.): Hyperkultur. Zur Fiktion des Computerzeitalters. BerlinNew York: de Gruyter 1996, 1430, hier S. 25ff. <p><a name="vs004auto_66">[66]</a>: Oskar Negt/Alexander Kluge: Öffentlichkeit und Erfahrung. Zur Organisationsanalyse von bürgerlicher und proletarischer Öffentlichkeit [1972]. 3. Aufl. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1974, S. 456, Anm. 12. <p><a name="vs004auto_67">[67]</a>: "I hate Bonapartism in film, in all art." (A.K. In: Liebman: On New German Cinema [s. Anm. 46], S. 52) <p><a name="vs004auto_68">[68]</a>: "There are two characters in art. One Character you could compare with a <EM>dompteur</EM>, who forces animals to change their attitudes. The other would be the <EM>jardinière</EM>, the <EM>agricultura</EM>. The second type is my ideal." (A.K. In: Liebman: On New German Cinema [s. Anm. 46], S. 52; vgl. auch A.K.: Der Autor: Dompteur oder Gärtner? Rede anläßlich der Verleihung des HeinrichBöllPreises. In: Wochenpost, 16.12.1993, Nr. 51, S. 3031). <p><a name="vs004auto_69">[69]</a>: A.K. In: Liebman: On New German Cinema (s. Anm. 46), S. 52. <p><a name="vs004auto_70">[70]</a>: "Das war in Hamburg, am Ohnsorg-Theater, und ich habe zum Beispiel meinen Vater gesehen, und ich wußte, daß das mein Vater ist, und da hat er einen Räuber gespielt, der keinen Kopf hatte, der seinen Kopf unter dem Arm trug, [...] und ich habe dann das aber nicht mit meinem Vater verbunden, ich wußte aber, daß es mein Vater ist." (Hannelore Hoger. In: A.K.: <EM>Theater als Räuber ohne Kopf/ Die Schauspielerin Hannelore Hoger über ihren Beruf</EM>. In: dctp: 10 vor 11. Kulturmagazin. RTL, 5.5.1997) <p><a name="vs004auto_71">[71]</a>: Vgl. dazu Esther Müller/Daniel Haberthür: Hypertext und seine Grenzen. In: Zeitschrift für Kultur und Geisteswissenschaften 12 (1996), S. 4152. <p><a name="vs004auto_72">[72]</a>: Alexander Kluge: Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos. Die Ungläubige. Projekt Z. Sprüche der Leni Peickert. München: Piper 1968, S. 42f. <p><a name="vs004auto_73">[73]</a>: A.K.: Grabkammer und Kino (s. Anm. 43) S. 386f.; vgl. auch A.K. (Hg.): Bestandsaufnahme: Utopie Film (s. Anm. 18), S. 230f. u. Gertrud Koch/Heide Schlüpmann: "Nur Trümmern trau ich..." Ein Gespräch mit Alexander Kluge. In: Hans Ulrich Reck (Hg.): Kanalarbeit. Medienstrategien im Kulturwandel. BaselFrankfurt/M.: Stroemfeld/Roter Stern 1988, S. 1328, hier S. 16f. -- Es handelt sich um eine basale Realisierungsform von Kluges "Poetik der Leerstelle und des Intervalls" (vgl. Winfried Menninghaus: Geschichte und Eigensinn. Zu HermeneutikKritik und Poetik Alexander Kluges. In: Hartmut Eggert/Ulrich Profitlich/Klaus R. Scherpe [Hg.]: Geschichte als Literatur. Formen und Grenzen der Repräsentation von Vergangenheit. Stuttgart: Metzler 1990, S. 258272, hier S. 267ff. [Zitat S. 268]). <p><a name="vs004auto_74">[74]</a>: Zur nautischen Phraseologie: Matthias Bickenbach/Harun Maye: Zwischen fest und flüssig -- Das Medium Internet und die Entdeckung seiner Metaphern. In: Lorenz Gräf/Markus Krajewski (Hg.): Soziologie des Internet. Handeln im elektronischen WebWerk. Frankfurt/M.New York: Campus 1997, S. 8098, hier S. 86ff. <p><a name="vs004auto_75">[75]</a>: Bolz: Zur Theorie der Hypermedien (s. Anm. 62), S. 19. <p><a name="vs004auto_76">[76]</a>: J. Hillis Miller: The Ethics of Hypertext. In: Diacritics 25,3 (Fall 1995), S. 2739, hier S. 38 (mit diesem Aufsatz wird, nun für das neue Medium, eine frühere Arbeit fortgeschrieben: J.H.M.: The Ethics of Reading. Kant, de Man, Trollope, James, and Benjamin. New York: Columbia University Press 1987). -- Dabei geht es keineswegs um den Gewinn oder 'Wiedergewinn' einer irgendwie vollständigen Sicherheit, wenn die Sache nicht ihren Sinn verlieren soll; im Gegenteil, gerade entsprechende Sicherheiten müssen im Kontext einer solchen 'Ethik' ihrerseits auf ihre ideologischen Implikationen hin befragt werden (J.H.M.: The Ethics of Hypertext, S. 27f.). -- Insbesondere für am Begriffsapparat der Systemtheorie orientierte Leser dürfte der zusätzliche Hinweis angebracht sein, daß Ethik in diesem Zusammenhang -- statt auf Moral -- auf Probleme der Unentscheidbarkeit bezogen gedacht wird; vgl. David Martyn: Unmögliche Notwendigkeit (Die Ethik des Lesens). In: Jürgen Fohrmann/Harro Müller (Hg.): Literaturwissenschaft. München: Fink 1995, S. 311329, insbesondere S. 324f. u. allg. Heinz von Foerster: Ethik und Kybernetik zweiter Ordnung. In: H.v.F.: KybernEthik. Autorisierte Übersetzung a. d. Amerikanischen v. Birger Ollrogge. Berlin: Merve 1993, S. 6083, insbesondere S. 73. <p><a name="vs004auto_77">[77]</a>: Wir folgen an dieser Stelle also nicht der Annahme Luhmanns, "die <B>Autorität</B> der Quelle" könne in der computervermittelten Kommunikation "durch Technik annulliert" und "ersetzt" werden durch "<B>Unbekanntheit</B> der Quelle" (Luhmann, Die Gesellschaft der Gesellschaft [s. Anm. 2], Bd. 1, S. 309). <p><a name="vs004auto_78">[78]</a>: John Slatin: Reading Hypertext: Order and Coherence in a New Medium. In: Paul Delany/George P. Landow (Hg.): Hypermedia and Literary Studies. Cambridge, Mass.London, Engl.: The MIT Press 1991, S. 153169, insbesondere S. 162ff. <p><a name="vs004auto_79">[79]</a>: Auch wenn es im zeitgenössischen politischen Spektrum wohl als 'reformistisch' erschien; vgl. Rainer Lewandowski: Die Filme von Alexander Kluge. HildesheimNew York: Olms 1980, S. 119. <p><a name="vs004auto_80">[80]</a>: In einem Projekt aus dem Umkreis des <EM>Artisten</EM>-Films wird unter dem Titel "Das Märchen von Hänsel und Gretel" folgende Kurzfassung gegeben: "Gretel schiebt die Hexe in den Ofen. Dazu gehört Mut, weil es sich um eine Umkehrung der Autoritäten handelt." (Alexander Kluge: Die Ungläubige. In: A.K.: Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos [s. Anm. 72], S. 5992, hier S. 87) <p><a name="vs004auto_81">[81]</a>: A.K.: Die Macht der Gefühle ... Neue Geschichten [...]. Frankfurt/M.: Zweitausendeins 1984, S. 178. -- In einem Zusammenhang, in dem Kluge weitere Elemente seines religiösen, theoretischen und literarischen Kanons aufführt, heißt es: "Eine ganz andere Wurzel liegt darin, daß mein Vater als Arzt und Geburtshelfer weiß, wie fremde Kinder zur Welt gebracht werden können, mit welch subtilen Hilfen; und wie ein Arzt, weil er Patienten heilen kann, auch mit sich und seinem Körper umgehen kann. Das hat für mich eine Autorität, und danach würde ich mich verhalten." (A.K. In: Klaus Eder/A.K.: Ulmer Dramaturgien. Reibungsverluste. Stichwort: Bestandsaufnahme. MünchenWien: Hanser 1980, S. 116) <p><a name="vs004auto_82">[82]</a>: Max Horkheimer/Theodor W. Adorno: Kulturindustrie. Aufklärung als Massenbetrug. In: M.H./T.W.A.: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Amsterdam: Querido 1947, S. 144198, hier S. 170; Zitat im Zitat: Frank Wedekind: "Was ich mir dabei dachte". Kurzer Kommentar zu den Werken Frank Wedekinds von ihm selbst. In: F.W.: Gesammelte Werke. Bd. 9. München: Georg Müller 1921, S. 419453, hier S. 426 (3. Fritz Schwigerling [Liebestrank]). -- Vgl. die Wiederaufnahme des Worts vom "Massenbetrug": Alexander Kluge. In: Alexandra Kluge/Bion Steinborn: Interview mit A.K. über seinen Film "Der starke Ferdinand" [...]. Film ist das natürliche Tauschverhältnis der Arbeit. In: Filmfaust. Zeitschrift für den internationalen Film, 1. Jg., Dezember 1977, S. 93105, hier S. 96. <p><a name="vs004auto_83">[83]</a>: Kluge: Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (s. Anm. 72), S. 11. <p><a name="vs004auto_84">[84]</a>: "...ein treuer Liebhaber Adornos..." (Gertrud Koch. In: Alexander Kluge/G.K.: Die Funktion des Zerrwinkels in zertrümmernder Absicht. Ein Gespräch zwischen A.K. und G.K. In: Rainer Erd u.a. [Hg.]: Kritische Theorie und Kultur. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1989, S. 106124, hier S. 111). <p><a name="vs004auto_85">[85]</a>: Vgl. Theodor W. Adorno: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1979, Nº 110, S. 226f. <p><a name="vs004auto_86">[86]</a>: Kluge: Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (s. Anm. 72), S. 45. <p><a name="vs004auto_87">[87]</a>: A.K.: Der Autor: Dompteur oder Gärtner? (s. Anm. 68), S. 30. <p><a name="vs004auto_88">[88]</a>: Pointiert: "Filme dieser Art sind eine Chance, die eigenen Erfahrungen zu sammeln. Sie sind wie Eckermann für Goethe. Goethe sind die 'spettatori' (Zuschauer). Meine Mitarbeiter sind Eckermann[,] und deshalb sagen wir, diese Filme sind nicht für Erschöpfte gemacht, sondern für Interessierte." (Alexander Kluge. In: Text der Pressekonferenz mit A.K. über <EM>Die Macht der Gefühle</EM> in Venedig am 5. September 1983. In: Kinemathek, 20. Jg., H. 63: Alexander Kluge [September 1983], S. 48, hier S. 8) -- Kaum etwas wäre ihm fremder als der Anspruch, aus seiner Autorschaft einen 'Primärliteraturstatus' abzuleiten; vgl. im Gegensatz dazu etwa Günter Grass: Über das Sekundäre aus primärer Sicht. In: Kopfnuss. Essays über Kultur und Politik 2 (1994), S. 1017. <p><a name="vs004auto_89">[89]</a>: Vgl. Alexander Kluge: Das Lesen des Textes wirklicher Verhältnisse. Die schwerwiegende Frage, ob wir die Chiffre unseres Jahrhunderts verstehen. In: Oskar Negt/A.K.: Maßverhältnisse des Politischen. 15 Vorschläge zum Unterscheidungsvermögen. Frankfurt/M.: S. Fischer 1992, S. 193229. <p><a name="vs004auto_90">[90]</a>: A.K.: Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (s. Anm. 72), S. 15. -- Vgl. auch die Tonspur des Abspanns in: A.K.: <EM>Hannibals letzte Schlacht/ Zama, wo die Elefanten starben</EM> [m. Asmus Petersen]. In: dctp: Prime Time -- Spätausgabe. RTL, 15.2.1998. <p><a name="vs004auto_91">[91]</a>: Zu einigen genaueren Bestimmungen (im Vgl. mit Niklas Luhmann: Die Realität der Massenmedien. 2., erw. Aufl. Opladen: Westdeutscher Verlag 1996) siehe die Skizze: Georg Stanitzek: Massenmedium Kluge. In: Barbara Schüttpelz u.a.: Köln&. Oktober 1996, unpag. -- Es handelt sich allerdings um ein paradoxes oder, wenn man will: perverses Massenmedium, insofern es auf der Basis von telefonzentrierten medientheoretischen Annahmen operiert, die quer zu massenmedialen Gepflogenheiten stehen. Auch in dieser Hinsicht dürfte für Kluge das "Kulturindustrie"-Kapitel der <EM>Dialektik der Aufklärung</EM> einen wichtigen Bezugspunkt bilden (vgl. Horkheimer/Adorno: Kulturindustrie [s. Anm. 82], S. 146). Allerdings wird die abstrakte Entgegensetzung von 'Broadcasting' und Telefon in Richtung des auf Brecht zurückgehenden "Vorschlag[s] zur Umfunktionierung des Rundfunks" (Bertolt Brecht: Der Rundfunk als Kommunikationsapparat [1932]. In: B.B.: Gesammelte Werke. Bd. 18. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1967, S. 127134, hier S. 129) aufgelöst. Es ist nicht zuletzt seine beharrliche Orientierung am Telefonparadigma (vgl. Kluge [Hg.]: Bestandsaufnahme: Utopie Film [s. Anm. 18], S. 46), die Kluges Projekt auf die gegenwärtige Medienlandschaft, in der sich die Massenmedien auf die mit den Datennetzen gegebene neue Lage einzustellen haben, vorbereitet erscheinen läßt. <p><a name="vs004auto_92">[92]</a>: Bettina Masuch: Der Widerstand, den uns die Realitäten entgegensetzen. Ein Gespräch mit Alexander Kluge [TelephonInterview, 27.10.1993]. In: Theaterschrift 56: Über Dramaturgie (1994), S. 306333, hier S. 326. -- Der Autor, wie Kluge ihn versteht -- wie er <B>sich</B> versteht , arbeitet "in einem imaginären Laboratorium mit anderen Menschen, die es ernst meinen." Das gilt nicht nur für diachrone Bezüge, in der "Anknüpfung an frühere Autoren" (A.K.: Die Differenz [s. Anm. 43], S. 75), es gilt in sehr ähnlicher Weise für die synchrone Dimension. Kluge arbeitet tatsächlich nicht isoliert, sondern in einem sozialen Netzwerk (und an diesem Netzwerk). Auch darin liegt eine Parallele zur aktuellen Diskussion des Hypertextes als Medium, das besondere Möglichkeiten der KoAutorschaft und Gemeinschaftsproduktion biete -- in der Phraseologie dieser Diskussion: Möglichkeiten der 'Kollaboration' (vgl. Paul Delany/George P. Landow: Hypertext, Hypermedia and Literary Studies: the State of the Art. In: P.D./G.P.L. [Hg.]: Hypermedia and Literary Studies. Cambridge, Mass.London, Engl.: The MIT Press 1991, S. 350, hier S. 14ff., daran angelehnt: Norbert Gabriel: Kulturwissenschaften und Neue Medien. Wissensvermittlung im digitalen Zeitalter. Darmstadt: Primus 1997, S. 76ff.; siehe jetzt die differenzierende Darstellung von Ruth Nestvold: Der neue Autor. Die elektronische Gemeinschaft und das Ende des einsamen Schriftstellers. In: Julika Griem [Hg.]: Bildschirmfiktionen. Interferenzen zwischen Literatur und neuen Medien. [ScriptOralia, 106] Tübingen: Narr 1998, S. 205221). <p><a name="vs004auto_93">[93]</a>: Daß bereits Kluges Theorie und Praxis des Films -- über die bei der Filmproduktion sowieso gegebenen Kooperationsverhältnisse hinaus -- zu einem sozialen "Netzwerk", einem "kooperativen Filmsyndikat" tendieren, beobachten früh: Michael Kötz/Petra Höhne, Die Sinnlichkeit des Zusammenhangs. Zur Filmarbeit von Alexander Kluge. Köln: Prometh 1981, S. 94; vgl. auch ebd., S. 77f. <p><a name="vs004auto_94">[94]</a>: Alexander Weil: <EM>Das Ende eines KillerElefanten/ Ein Elefant, der Menschen angreift, muß getötet werden. Ein Filmbericht</EM>. In: dctp: Prime Time -- Spätausgabe. RTL, 20.10.1996. <p><a name="vs004auto_95">[95]</a>: Kluge: Die Patriotin (s. Anm. 37), S. 357; vgl. Jacques Derrida: Die Schrift und die Differenz. Übers. v. Rodolphe Gasché. Frankfurt/M.: Suhrkamp Taschenbuch Verlag 1976, S. 446. <p><a name="vs004auto_96">[96]</a>: Jay David Bolter: Writing Space. The Computer, Hypertext, and the History of Writing. Hilsdale, New JerseyHoveLondon: Lawrence Erlbaum 1991, S. 153ff. -- Dieser häufig zu beobachtende Wort und Begriffsgebrauch geht meinem Eindruck nach auf das Konto einer insbesondere amerikanischen FoucaultRezeption, die 'power' und 'authority' als austauschbare Begriffe handhabt. Wenn Alexander Kluge als "a Voice without Authority" charakterisiert wird (Corrigan: The Commerce of Auteurism [s. Anm. 15]), liegt ein entsprechendes Mißverständnis vor. Autorität, wenigstens literarische Autorität beruht weder auf Macht noch auf Unterscheidungen wie 'fest/flüssig' oder gar 'hart/weich' (vgl. aber die Mehrzahl der Beiträge in: Ralph Kray/K. Ludwig Pfeiffer/Thomas Studer [Hg.]: Autorität. Spektren harter Kommunikation. Opladen: Westdeutscher Verlag 1992), sondern auf <B>Takt</B> (vgl. HansGeorg Gadamer: Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik. 4. Aufl. Tübingen: Mohr [Siebeck] 1975, S. 3ff. u. 263f.); Takt wiederum "beruht durchaus auf völlig freiem Ermessen, ist also an sich etwas total Demokratisches." (Robert Walser: Ich schreibe hier zwei Essays. In: R.W.: Aus dem Bleistiftgebiet. Bd. 4: Mikrogramme aus den Jahren 19261927. Hg. v. Bernhard Echte u. Werner Morlang. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1990, S. 193196, hier S. 194) <p><a name="vs004auto_97">[97]</a>: Landow: Hypertext (s. Anm. 9), S. 66; vgl. Delany/Landow: Hypertext, Hypermedia and Literary Studies (s. Anm. 92), S. 11. <p><a name="vs004auto_98">[98]</a>: Bolz: Zur Theorie der Hypermedien (s. Anm. 62), S. 24. <p><a name="vs004auto_99">[99]</a>: Kraft Wetzel: Luftlöcher ins Packeis. Alexander Kluges Projekt eines alternativen Fernsehprogramms. In: Arbeitsgemeinschaft der Filmjournalisten. Hamburger Filmbüro (Hg.): Neue Medien contra Filmkultur? Berlin: Spiess 1987, S. 225256, hier S. 251. <p><a name="vs004auto_100">[100]</a>: Der Goethe und der Horrorfilmspezialist erscheinen nebeneinander (Alexander Kluge: "<EM>Die Eile ist des Teufels". Stichwort: veloziferisch. Mit Legationsrat Dr. Manfred Osten</EM>. In: dctp: 10 vor 11. Kulturmagazin. RTL, 12.9.1994; A.K.: <EM>Ein subversiver Romantiker im deutschen HorrorFilm/ Jörg Buttgereit, der Todesking</EM>. In: dctp: News & Stories. Sat. 1, 15.12.1997). -- Vielleicht wäre Alexander Kluge mit Ertrag im Kontext von PopTheorie zu lesen. <p><a name="vs004auto_101">[101]</a>: "I: Stört Sie die Boulevardisierung, die mit der Zunahme der Privatsender einhergeht?" -- "AK: Da müssen wir uns verständigen: Boulevardisierung klingt für mich nach etwas Gutem, klingt für mich so wie 'Vermischte Nachrichten', etwas zur Lebenserfahrung hin, zum Lustprinzip hin, zur Diversifizierung der Nachricht. So wie sich in der Fabrik die Putzfrauen nach getaner Arbeit zu einer Tasse Kaffee niederlassen, zum Klatsch, und da im kreisförmigen Gespräch alle Problem erörtern, die anstehen, und das gründlich. Daran kann jeder Schriftsteller seine Kunst ablesen, die Kunst des Schriftstellers ist nicht höher als das. Aber so meinen Sie es nicht?" -- "I: Wir meinen damit Banalisierung im unerfreulichen Sinne." -- "AK: Ich denke, daß ich es Babylonisierung nennen möchte, Sprachverwirrung. Diese hat aber ein Verständigungsprinzip in sich." -- "Babylon ist die größte Schule, die wir haben, und wir müssen sie annehmen, unsere Welt ist Babylon." (Alexander Kluge: "Kolonisatoren, die in die Schwäche eindringen". Ein Gespräch über Nachrichten und Erfahrung [Interview v. Lilli Binzegger u. Andreas Heller]. In: Neue Rundschau 106,2 (1995), S. 2228, hier S. 28; vgl. auch seine Referenz auf Kleists <EM>Berliner Abendblätter</EM>: A.K.: Die Differenz [s. Anm. 43], S. 81f.) <p><a name="vs004auto_102">[102]</a>: Alexander Kluge. In: A.K.: "<EM>Mein Ich, mein Unbewußtes und meine Nachbarn". Zwischen Zuflucht und Verwahrlosung. Gespräch mit Laurens Straub, Dozent für Filmdramaturgie</EM>. In: dctp: 10 vor 11. Kulturmagazin. RTL, 25.1.1993. <p><a name="vs004auto_103">[103]</a>: Klaus Theweleit: Artisten im Fernsehstudio, unbekümmert. (Rez.: Alexander Kluge/Heiner Müller: Ich schulde der Welt einen Toten. Gespräche. Hamburg: Rotbuch 1995) In: Die Zeit, 18.8.1995, Nr. 34, S. 42. <p><a name="vs004auto_104">[104]</a>: Eine Interpretation hätte zu berücksichtigen, daß Kluge das Interview keineswegs als rein 'dokumentarisches' Genre versteht. <p><a name="vs004auto_105">[105]</a>: Vgl. dazu Rembert Hüser: Quotenkiller. In: Verena Mund (Hg.): Filmkalender 1997. Marburg: Schüren 1996, unpag. -- zum 14. Februar 1997 -- am Beispiel von Alexander Kluge: <EM>Killing Boxes, ein Film von Ray Troppman/ Editor Uwe Klimmeck/ Musik: Tibor Lévay</EM>. In: dctp: 10 vor 11. Kulturmagazin. RTL plus, 4.5.92. <p><a name="vs004auto_106">[106]</a>: Kluge: Die Macht der Bewußtseinsindustrie (s. Anm. 22), S. 97 (meine Hervorhebung, G.S.). Man könnte auch sagen: ...<B>das</B> Problem der <B>Telekommunikation</B>. -- In der damit eröffneten Perspektive läge Kluges Reflexionsvorteil darin, daß er keinen prinzipiellen Unterschied zwischen räumlichen und zeitlichen TeleVerhältnissen macht; er blendet vielmehr letztere, als Überlieferungsverhältnisse, paradigmatisch auf erstere auf. (Zur Telekommunikation von Elefanten vgl. Alexander Weil: <EM>Interaktive Elefantengruppe/ Direktbeobachtung umgesiedelter Wildelefanten im afrikanischen Busch. Filmbericht</EM> [m. Marion Garai, Zoologin]. In: dctp: 10 vor 11. Kulturmagazin. RTL, 4.11.1996.) <p><a name="vs004auto_107">[107]</a>: Moulthrop: You Say You Want a Revolution? (s. Anm. 21), S. 84. <p><a name="vs004auto_108">[108]</a>: Durs Grünbein. In: HeinzNorbert Jocks: Der traurige Marsch der Epigonen. Ein Gespräch mit dem Lyriker und Essayisten D.G. über bildende Kunst. In: Frankfurter Rundschau, 1.3.1997, Nr. 51, S. ZB 3. <p><a name="vs004auto_109">[109]</a>: Vgl. dazu das Buch: Alexander Kluge: Die Wächter des Sarkophags. 10 Jahre Tschernobyl. Hamburg: Rotbuch 1996. <EM>(Abb. 30)</EM> Für ihre Unterstützung bei der Herstellung der Abbildungen danke ich Isabel Podeschwa. <p><a name="vs004_echterhoff01">[1]</a>: Im Hinblick auf die Unterscheidung von m&uuml;ndlicher und schriftlicher Sprache wird bisweilen die gr&ouml;&szlig;ere Autorit&auml;t des geschriebenen Wortes herausgehoben. Die dadurch m&ouml;gliche Gegen&uuml;berstellung von Gespr&auml;ch und Schrift soll hier jedoch nicht weiter verfolgt werden. <p><a name="vs004_echterhoff02">[2]</a>: Vgl. zum Begriff der Beobachtung etwa Niklas Luhmann, Wie lassen sich latente Strukturen beobachten? In: Paul Watzlawick und Peter Krieg (Hrsg.), Das Auge des Betrachters: Beitr&auml;ge zum Konstruktivismus. M&uuml;nchen: Piper 1991, S. 61-74. <p><a name="vs004_echterhoff03">[3]</a>: Niklas Luhmann, Die Wissenschaft der Gesellschaft, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1990, S. 91. <p><a name="vs004_echterhoff04">[4]</a>: ebd., S. 80. <p><a name="vs004_echterhoff05">[5]</a>: ebd., S. 106. <p><a name="vs004_echterhoff06">[6]</a>: Niklas Luhmann, Soziale Systeme, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1987. <p><a name="vs004_echterhoff07">[7]</a>: Avital Ronell, The Uninterrogated Question of Stupidity, differences 8, 1996. <p><a name="vs004_echterhoff08">[8]</a>: Die zeitlichen Verh&auml;ltnisse, die im Produktionsbereich und auf dem Arbeitsmarkt gelten, ber&uuml;hren offensichtlich auch Machtverh&auml;ltnisse. In einem verwandten Sinne beinhaltet Macht schon bei Macchiavelli unter anderem, andere warten lassen und ihnen die eigenen Zeiten diktieren zu k&ouml;nnen. <p><a name="vs004_echterhoff09">[9]</a>: Es geht mir hier keineswegs um typologische Unterscheidungen verschiedener Arten des Umgangs mit Zeit wie etwa in einer zeitsoziologischen Arbeit, in denen der "technikfaszinierte Wellenreiter", der "kommunikationsbesorgte Skeptiker" und der "zeitjonglierende Spieler" unterschieden werden (Karl H. H&ouml;rning, Daniela Ahrens und Anette Gerhard, Zeitpraktiken - Experimentierfelder der Sp&auml;tmoderne, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1997). <p><a name="vs004_echterhoff10">[10]</a>: Philipp G. Zimbardo, Psychologie, 5. Aufl., Berlin: Springer 1992, S. 379. <p><a name="vs004_echterhoff11">[11]</a>: Sigmund Freud, Die Traumdeutung [1900], Studienausgabe, Bd. 2. Frankfurt/M.: Fischer 1969-1975. <p><a name="vs004_echterhoff12">[12]</a>: Vgl. dazu Michael Baumgartner, Zeit und Zeiterfahrung. In: ders. (Hrsg.), Zeitbegriffe und Zeiterfahrung, Freiburg i. Br.: Alber 1994, S. 189-214. Dort finden sich, von einer fundamentalontologischen Perspektive ausgehend, Ausf&uuml;hrungen zur inkrementellen Einteilung der Zeit, gest&uuml;tzt durch etymologische Bez&uuml;ge: Das Erleben von Zeit wird erst m&ouml;glich, wenn es Br&uuml;che der reinen, befriedigten Erlebnisdauer gibt; entsprechend kommt "Zeit" von althochdt. "zit", das die indogermanische Wurzel "di" ("teilen", "zerschneiden") enth&auml;lt. <p><a name="vs004_echterhoff13">[13]</a>: Vgl. etwa Charles Brenner, An elemantary textbook of psychoanalysis, 2nd ed., Garden City, NY: Double Day 1973. <p><a name="vs004_echterhoff14">[14]</a>: Nachdem innere und &auml;u&szlig;ere Bedingungen von Zeitverf&uuml;gbarkeit bei der Stoffbeobachtung angesprochen wurden, kann sich die Frage anschlie&szlig;en, wie man diese beiden unterscheiden kann. Ein Problem bei der Beantwortung dieser Frage ergibt sich daraus, da&szlig; die Psychoanalyse das Innen oft als ein Au&szlig;en aufgefa&szlig;t hat, was sich unter anderem darin zeigt, da&szlig; ein Analytiker mit Blick von au&szlig;en erforderlich ist, um die meist unbewu&szlig;ten inneren Zust&auml;nde des Analysanden aufzudecken. So wie &auml;u&szlig;ere Bedingungen scheinen die unbewu&szlig;ten inneren Bedingungen nicht bekannt, verf&uuml;gbar und kontrollierbar zu sein. Daher das Schicksalhafte, der Aspekt des Ausgeliefertsein des Analysanden, den Kritiker der Psychoanalyse zur Last legen. <p><a name="vs004_echterhoff15">[15]</a>: Neben den im folgenden genannten Argumenten, kann schon allein der Begriff bzw. Status von 'Realit&auml;t' in der Psychoanalyse Freuds problematisiert werden. Das Realit&auml;tsprinzip (und auch andere Konzepte Freuds) kreisen darum, inwiefern die menschliche Psyche sich der Realit&auml;t stellen kann und deren Zw&auml;nge und Vorgaben bei ihrem Streben nach Befriedigung einbezieht. In der Geschichte der Philosophie ist die Frage nach dem Status von bzw. Zugang zu so etwas wie Wahrheit oder Realit&auml;t oft gestellt worden. 'Besteht' diese unabh&auml;ngig von unserem Zugriff auf sie, von unseren Beschreibungen und Theorien? Ohne da&szlig; derartige Fragen hier beantwortet werden k&ouml;nnten (ich verweise auch auf den Beitrag von Jens Ruchatz zu diesem Diskussionsforum), so kann doch bezweifelt werden, ob die Psychoanalyse Freuds dieses epistemologische Problem zureichend behandelt. Wenn die Psychoanalyse theoretische Aussagen &uuml;ber die menschliche Psyche im allgemeinen macht, so m&uuml;ssten diese Aussagen auch auf diejenigen zutreffen, die Psychoanalyse konzipieren oder betreiben. Im Anschluss an Freud haben Psychoanalytiker/innen wiederholt gefragt, wie und unter welchen Bedingungen die urspr&uuml;nglich vom Lustprinzip geleitete menschliche Psyche sich der Realit&auml;t stellt. Es m&uuml;&szlig;te erwartet werden, da&szlig; sich solche Fragen auch im Hinblick auf den eigenen Standpunkt stellen. Diese Erwartung wird jedoch meines Wissens von der Freudschen Theorie nicht erf&uuml;llt. Und falls man etwa zu konstruktivistischen Konzeptionen von Realit&auml;t &uuml;bergeht, dann bricht die ganze Dichotomie von Lust- und Realit&auml;tsprinzip zusammen: Wenn die Psyche Realit&auml;t grunds&auml;tzlich, also auch im 'Normalfall', selbst konstruiert, dann ist es zumindest fragw&uuml;rdig, was eine zunehmende Orientierung am Realit&auml;tsprinzip &uuml;berhaupt an Entwicklungsfortschritt bringen kann. Diese epistemologische Leerstelle der Freudschen Theorie sollte bei der Beurteilung des Konzeptes 'Realit&auml;tsprinzip' ber&uuml;cksichtigt werden. <p><a name="vs004_echterhoff016">[16]</a>: Es ist unbestritten, da&szlig; Lacans Lesart ich-psychologischer Texte und auch Freuds urspr&uuml;nglicher Ausf&uuml;hrungen zum Ich eine stark f&uuml;r seine eigenen Zwecke ma&szlig;geschneiderte ist. Vgl. dazu unter anderen Malcolm Bowie, Lacan, Cambridge, MA: Harvard University Press 1991. <p><a name="vs004_echterhoff17">[17]</a>: Jacques Lacan, Das Spiegelstadium als Bildner der Ichfunktion [1949], Schriften I, Olten und Freiburg i. Br.: Walter 1973, S. 61-70. <p><a name="vs004_echterhoff18">[18]</a>: Mikkel Borch-Jacobsen, Lacan - the absolute master, Stanford: Stanford University Press 1991. <p><a name="vs004_echterhoff19">[19]</a>: Cornelius Castoriadis, Gesellschaft als imagin&auml;re Institution - Entwurf einer politischen Philosophie [1975], Frankfurt/M.: Suhrkamp 1990. <p><a name="vs004_echterhoff20">[20]</a>: ebd., S. 358. <p><a name="vs004_echterhoff21">[21]</a>: Jacques Lacan, Funktion und Feld des Sprechens und der Sprache in der Psychoanalyse [1956], Schriften I, Olten und Freiburg i. Br.: Walter 1973, S. 71-170. <p><a name="vs004_echterhoff22">[22]</a>: ebd., S. 159. <p><a name="vs004_echterhoff23">[23]</a>: Gerda Pagel, Lacan zur Einf&uuml;hrung, Hamburg: Junius 1989, S. 125. <p><a name="vs004_echterhoff24">[24]</a>: Und hierzu hat der anfangs kritisierte Niklas Luhmann viel zu sagen, etwa unter den Stichworten "Kontingenz" und "Komplexit&auml;t". <p><a name="vs004_echterhoff25">[25]</a>:Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien. Die Sonette an Orpheus, 11. Aufl., Frankfurt/M.: Insel 1994, S. 65. <br>&nbsp; <br>&nbsp; <p><a name="vs004_eggers01">[01]</a>: Dietrich Naumann, <i>Wissenschaftstheoretische Voraussetzungen der Texterschlie&szlig;ung</i>, in: <i>Literaturwissenschaft. Ein Grundkurs</i>, hg. v. Helmut Brackert und J&ouml;rn St&uuml;ckrath, Reinbek 1992, S. 467. <p><a name="vs004_eggers02">[02]</a>: Ebd., S. 468. <p><a name="vs004_eggers03">[03]</a>: Vgl. den Artikel <i>Beispiel</i> in <i>Historisches W&ouml;rterbuch der Rhetorik</i>, hg. v. Gert Ueding, T&uuml;bingen 1992ff. <p><a name="vs004_eggers04">[04]</a>: Vgl. Karlheinz Stierle, <i>Geschichte als Exemplum - Exemplum als Geschichte. Zur Pragmatik und Poetik narrativer Texte</i>, in: <i>Geschichte - Ereignis und Erz&auml;hlung</i>, hg. v. Reinhart Koselleck u. Wolf-Dieter Stempel, M&uuml;nchen 1973, S. 347-375. <p><a name="vs004_eggers05">[05]</a>: Vgl. zu den Tautologien der Lehrdichtung die ausf&uuml;hrlichere Darstellung von Gisbert Ter-Nedden, <i>Fabel und Parabel zwischen Rede und Schrift</i>, in: <i>Fabel und Parabel. Kulturgeschichtliche Prozesse im 18. Jahrhundert</i>, hg. v. Theo Elm und Peter Hasubek, M&uuml;nchen 1994, S. 85ff. <p><a name="vs004_eggers06">[06]</a>: Vgl. Platon, <i>Politikos</i>, 277 d ff.; G&uuml;nther Buck, <i>Lernen und Erfahrung - Epagogik. Zum Begriff der didaktischen Induktion</i>, 3., um einen dritten Teil erweiterte Auflage, hg. u. mit einem Vorwort versehen v. Ernst Vollrath, Darmstadt 1989, S. 100-135. <p><a name="vs004_eggers07">[07]</a>: Ebd. <p><a name="vs004_eggers08">[08]</a>: Ders., <i>&Uuml;ber die Identifizierung von Beispielen - Bemerkungen zur 'Theorie der Praxis'</i>, in: <i>Identit&auml;t</i>, hg. v. Odo Marquard u. Karlheinz Stierle, M&uuml;nchen 1979 (Poetik und Hermeneutik VIII), S. 72. <p><a name="vs004_eggers09">[09]</a>: Die Quelle des Zitats konnte ich leider nicht mehr ausfindig machen, M.E. <p><a name="vs004_eggers10">[10]</a>: Vgl. hierzu auch die Bemerkungen zur Beweisfunktion des Belegzitats bzw. zum 'Triumph der Fundstelle' in den Beitr&auml;gen von Jens Ruchatz und Brigitte Weingart. <p><a name="vs004_eggers11">[11]</a>: Slavoj Zizek, <i>Die Metastasen des Genie&szlig;ens - sechs erotisch-politische Versuche</i>, Wien 1996, S. 19, 147, 155. <p><a name="vs004_eggers12">[12]</a>: Aristoteles, <i>Poetik </i>1457b. <p><a name="vs004_eggers13">[13]</a>: Paul de Man, <i>Metapher</i>, in: ders., <i>Die Ideologie des &Auml;sthetischen</i>, hg. v. Christoph Menke, Frankfurt/M. 1993, S. 231-62; ders., <i>Epistemologie der Metapher</i>, in: <i>Theorie der Metapher</i>, hg. v. Anselm Haverkamp, Darmstadt 1983, S. 415-37. <p><a name="vs004_eggers14">[14]</a>: De Man, <i>Metapher</i>, S. 242. <p><a name="vs004_eggers15">[15]</a>: De Man, <i>Epistemologie</i>, S. 437. <p><a name="vs004_eggers16">[16]</a>: Vgl. den Artikel <i>Metapher</i>,<i> </i>in: <i>Historisches W&ouml;rterbuch der Philosophie</i>, hg. v. Joachim Ritter/Karlfried Gr&uuml;nder, Basel 1971ff. <p><a name="vs004_eggers17">[17]</a>: Dietrich Naumann, <i>Wahrheitsmetaphern und Metaphernwahrheit</i>, in: <i>Skepsis oder das Spiel mit dem Zweifel</i>, hg. v. Carola Hilmes, Dietrich Mathy, Hans Joachim Piechotta, W&uuml;rzburg 1994, S. 43-50. <p><a name="vs004_eggers18">[18]</a>: Die Argumentation betrifft das Wittgensteinsche Beispiel vom 'fetten Mittwoch' und dem 'mageren Dienstag'. Entgegen Naumanns Auffassung m&uuml;ssen diese Bezeichnungen nicht als zutreffend empfunden werden. So k&ouml;nnen "die langen Vokale des Dienstags" etwa genauso gut Fettheit wie Magerkeit suggerieren, je nachdem, wie man ihre phonetische Qualit&auml;t beurteilt. S. ebd., S. 38 und 44. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die Vorstellungen bez&uuml;glich des Zentrums. <p><a name="vs004_eggers19">[19]</a>: Harald Weinrich, <i>Formen der Wissenschaftssprache</i>, in: <i>Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1988</i>, Berlin/New York 1989, S. 132-39. <p><a name="vs004_eggers20">[20]</a>: So die Freud folgende Auffassung Jaques Lacans, z.B. in <i>Das Dr&auml;ngen des Buchstaben im Unbewu&szlig;ten oder die Vernunft seit Freud</i>, in: ders.: <i>Schriften II</i>, Olten 1975, S. 15-55. <p><a name="vs004_eggers21">[21]</a>: Wenn J&ouml;rg Lau gegen das (selbstreflexive) Vokabular der Dekonstruktion polemisiert und gleichzeitig den Lyotardschen 'Krieg dem Ganzen' w&uuml;rdigt, l&auml;&szlig;t er nicht nur au&szlig;er acht, welche wichtige Rolle die Sprache in einem solchen 'Krieg' spielt, sondern auch, da&szlig; die Dekonstruktion wie sonst kaum eine Theorie geeignet ist, f&uuml;r die Sprache zu sensibilisieren. Vgl. ders., <i>Jargon der Uneigentlichkeit</i>, in: Merkur 594/595 (1998), S. 944-955. <br>&nbsp; <br>&nbsp; <p><a name="vs004_goer_henke01">[01]</a>: Julian Barnes: A History of the World in 10&frac12; Chapters [1989]. London: Picador 1990. S. 125. <p><a name="vs004_goer_henke02">[02]</a>: Barnes, S. 126. <p><a name="vs004_goer_henke03">[03]</a>: Vgl. Barnes, o. S. [= S. 311]. <p><a name="vs004_goer_henke04">[04]</a>: Vgl. Martin Heidegger: Die Grundprobleme der Ph&auml;nomenologie [1927]. Gesamtausgabe Bd. 24 (Abt. II). Hg. von Friedrich-Wilhelm von Herrmann. Frankfurt a. M.: Klostermann 1975. Bes. &sect; 21. <p><a name="vs004_goer_henke05">[05]</a>: Barnes, S. 125 [eigene &Uuml;bersetzung]. <p><a name="vs004_goer_henke06">[06]</a>: Edmund Burke: Vom Erhabenen und vom Sch&ouml;nen [1757]. Aus dem Engl. &uuml;bers. von Friedrich Bassenge. Berlin: Aufbau 1956. S. 72f. <p><a name="vs004_goer_henke07">[07]</a>: Leszek Kolakowski: Die Gegenw&auml;rtigkeit des Mythos. Aus dem Poln. &uuml;bers. von Peter Lachmann. M&uuml;nchen: Piper 1973. S. 18. <p><a name="vs004_goer_henke08">[08]</a>: Friedrich Nietzsche: Die Geburt der Trag&ouml;die aus dem Geiste der Musik [1872]. In ders.: Die Geburt der Trag&ouml;die. Der griechische Staat. Stuttgart: Kr&ouml;ner <sup>8</sup>1976. S. 71 (im Original z. T. gesperrt). <p><a name="vs004_goer_henke09">[09]</a>: Vgl. Hayden White: "The Historical Text as a Literary Artifact" [1974]. In ders.: Tropics of Discourse: Essays in Cultural Criticism. Baltimore und London: Johns Hopkins UP 1978. S. 81-100. <p><a name="vs004_goer_henke10">[10]</a>: Vgl. Hayden White: "Interpretation in History" [1973]. In ders.: Tropics of Discourse. Essays in Cultural Criticism. Baltimore und London: Johns Hopkins UP 1978. S. 51-80. <p><a name="vs004_goer_henke11">[11]</a>: Barnes, S. 115. <p><a name="vs004_goer_henke12">[12]</a>: Barnes, S. 123. <p><a name="vs004_goer_henke13">[13]</a>: Barnes, S. 124. <p><a name="vs004_goer-henke14">[14]</a>: Barnes, S. 131. <p><a name="vs004_goer_henke15">[15]</a>: Barnes, S. 135 [eigene &Uuml;bersetzung]. <p><a name="vs004_goer_henke16">[16]</a>: Vgl. Gotthold Ephraim Lessing: Laokoon: oder &uuml;ber die Grenzen von Mahlerey und Poesie [1766]. S&auml;mtliche Schriften Bd. 9. Hg. von Karl Lachmann. Dritte, aufs neue durchgesehene und vermehrte Auflage, besorgt durch Franz Muncker. Stuttgart: G&ouml;schen 1893. Bes. Kap. XVf. <p><a name="vs004_goer_henke17">[17]</a>: Barnes, S. 137 [eigene &Uuml;bersetzung]. <p><a name="vs004_goer_henke18">[18]</a>: Barnes, S. 139 [eigene &Uuml;bersetzung]. <br>&nbsp; <br>&nbsp; <p><a name="vs004_kerner01">[01]</a>: Eva Maleck-Levy: Zur T&auml;tigkeit des Sprecherinnenrates des Arbeitskreises "Politik und Geschlecht" - August 1992 bis Februar 1993. In: Rundbrief 3, 4/1993. S. 8 <p><a name="vs004_kerner02">[02]</a>: Birgit Sauer: Die neunte Berkshire Conference on the History of Women vom 11. bis 13. Juni 1993 im Vassar College. Tagungsbericht. In: Rundbrief 4, 10/1993. S. 68 <p><a name="vs004_kerner03">[03]</a>: Andrea Mohoric/Gerhild Vollherbst: Rassismus in der wei&szlig;en deutschen Frauen- und Lesbenbewegung - Standortbestimmungen und Handlungsperspektiven. In: Rundbrief 5, 4/1994, S. 27ff. <p><a name="vs004_kerner04">[04]</a>: Jane Jaquette: Political Science--Whose Common Good? Nachdruck in Rundbrief 6, 10/1994, S. 40-52, hier: S. 49. <p><a name="vs004_kerner05">[05]</a>: U.a. Barbara H&ouml;mberg: Geteilte Schwestern? Die Zusammenarbeit in der Ost- und Westfrauenbewegung. In: Rundbrief 8, 10/1995, S. 23ff; Britta Schmitt: Transformation durchdekliniert - Bericht &uuml;ber das Panel des Arbeitskreises "Politik und Geschlecht" auf dem DVPW-Kongre&szlig; in Potsdam. In: Rundbrief 3, 10/1994, S. 64ff. <p><a name="vs004_kerner06">[06]</a>: Anne Waldschmidt: Der Expertendiskurs in der Humangenetik. Zur Diskursanalyse als politikwissenschaftliche Methode. In: femina politica 1/1997, S. 88ff. <p><a name="vs004_kerner07">[07]</a>: Birgit Seemann: "Feminism has no theory of the state?" Perspektiven feministisch-politikwissenschaftlicher Staatsforschung in der BRD. In: femina politica 1/1998, S. 15-25. Hier: S. 20. <p><a name="vs004_kerner08">[08]</a>: Themen sind hier: Gleichstellungspolitik, der europ&auml;ische Einigungsproze&szlig;, Demokratie oder Androkratie, Frauenbewegung in Osteuropa, feministische Machtkonzepte. <p><a name="vs004_kerner09">[09]</a>: Angela Duncker: Macht- und Geschlechterverh&auml;ltnisse. 25 Jahre feministische Machttheorie aus heutiger Sicht. In: Virginia Penrose, Clarissa Rudolph: Zwischen Machtkritik und Machtgewinn. Feministische Konzepte und politische Realit&auml;t. FfM/NY 1996, S. 17-33. <p><a name="vs004_kerner10">[10]</a>: Ibid.: S. 17 <p><a name="vs004_kerner11">[11]</a>: Katja Ferks: Tagung des Arbeitskreises "Politik und Geschlecht" der DVPW: "Macht - Frauenmacht - MachtFrauen - GegenMacht". In: Rundbrief 7, 4/1995, S. 55-58. Hier: 55 <p><a name="vs004_kerner12">[12]</a>: Eva Kreisky, Birgit Sauer (Hg.): Feministische Standpunkte in der Wissenschaft. Eine Einf&uuml;hrung. FfM/NY 1995; Teresa Kulawik, Elke Biester (Hg.): Der halbierte Staat. Grundlagen feministischer Politikwissenschaft. FfM/NY 1996; Eva Kreisky, Birgit Sauer (Hg.): Das geheime Glossar der Politikwissenschaft. Geschlechtkritische Inspektion der Kategorien der Disziplin. FfM/NY 1997. <p><a name="vs004_kerner13">[13]</a>: Kreisky in Kreisky/Sauer 1995, S. 50 <p><a name="vs004_kerner14">[14]</a>: Hartsock in Kreisky/Sauer 1995, S. 63ff. <p><a name="vs004_kerner15">[15]</a>: Regina K&ouml;pl: Tabuisiertes Subjekt. Strategien einer konzeptuellen Aufl&ouml;sung; Sieglinde Rosenberger: Die Eine/ die Andere. Zur Kritik einer modernen Setzung. Beide in: Kreisky/Sauer 1997. <p><a name="vs004_kerner16">[16]</a>: Silvia Kontos: K&ouml;rperpolitik -- eine feministische Perspektive. In: Kuwalik/Sauer 1996. <p><a name="vs004_kerner17">[17]</a>: Seyla Benhabib: Von der Politik der Identit&auml;t zum sozialen Feminismus. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r die neunziger Jahre. In: PVS-Sonderheft 28, S. 50-65. Hier: S. 53 <p><a name="vs004_kerner18">[18]</a>: Ibid. <p><a name="vs004_kerner19">[19]</a>: Ibid., S. 58. <p><a name="vs004_kerner20">[20]</a>: Ibid., S. 50. <br>&nbsp; <br>&nbsp; <p><a name="vs004_leeb01">[01]</a>: My research refers to the New School for Social Research, Columbia University, and New York University. I therefore do not intend to generalize my conclusions to any other academic context, like public academic institutions in New York City. Studies that compare the public/private academic sector in relation to working-class academics are encouraged. A comparison between the US American and German speaking academic context in relation to working-class scholars is the aim of my dissertation work at the University of Vienna. <p><a name="vs004_leeb02">[02]</a>: There are only three books specifically on working-class academics in the US context: "Strangers in Paradise: academics from the working class" by Ryan and Sackrey (1984); "This Fine Place So Far From Home" by Law and Dews (1995) and "Working-Class Women in the Academy: Laborers in the Knowledge Factory" by Tokarczyk and Fay (1993). The latter is the only one that exposes multiple voices of women with feminist perspectives. <p><a name="vs004_leeb03">[03]</a>: The self-identification of their background as "working-class" and their family’s formal education - my informants were the first generation in their family to acquire a college degree were the two methodological concepts that I employed in my research. <p><a name="vs004_leeb04">[04]</a>: In terms of the gender differences in relation to aggressive behavior, see: Leeb, C. (1998). The Destruction of the Myth of the peaceful woman. A Qualitative research Study on the Impact of Social Group Contexts on the Direct Aggression Behavior of Women. Frankfurt am Main: Peter Lang Publisher. See also Aisenberg, N. &amp; Harrington, M. (1988). Women of Academe. Outsiders in the Sacred Grove. Amherst: The University of Massachusetts Press. <p><a name="vs004_leeb05">[05]</a>: I do not argue that my theoretical elaborations and findings are not also valid for men from working-class backgrounds, but I do not attempt to generalize my analysis to this population. Studies that deal with the specific situation of men from working-class backgrounds are encouraged. <p><a name="vs004_leeb06">[06]</a>: The conclusions I draw are therefore preliminary valid for white women from working-class backgrounds. Studies that deal with the specific situation of "women of color" from working-class are also encouraged. <p><a name="vs004_leeb07">[07]</a>: Dews, C.L. B. &amp; Leste Law, C. (1995). This Fine Place So Far >From Home. Voices of Academics form the Working Class. (pp. 1 - 10). Philadelphia: Temple University Press. <p><a name="vs004_leeb08">[08]</a>: Foucault, M. (1977). Discipline and Punish. NY: Vintage Books. <p><a name="vs004_leeb09">[09]</a>: Anzaldua, G. (1987). Borderlands/La Frontera. The New Mestiza. San Francisco: Aunt Lute Book Company. <p><a name="vs004_leeb10">[10]</a>: Foucault, M. (1977). Discipline and Punish. NY: Vintage Books. <p><a name="vs004_leeb11">[11]</a>: Ibid. <p><a name="vs004_leeb12">[12]</a>: Bartkey, S. (1997). Foucault, Femininity, and the Modernization of Patriarchal Power. In Conboy, Medina &amp; Stanbury (eds.), Writing on the Body: Female Embodiment &amp; Feminist Theory. Columbia University Press. <p><a name="vs004_leeb13">[13]</a>: Ibid. <p><a name="vs004_leeb14">[14]</a>: Foucault, M. (1977). Discipline and Punish. NY: Vintage Books. <p><a name="vs004_leeb15">[15]</a>: Bartkey, S. (1997). Foucault, Femininity, and the Modernization of Patriarchal Power. In Conboy, Medina &amp; Stanbury (eds.), Writing on the Body: Female Embodiment &amp; Feminist Theory. Columbia University Press. <p><a name="vs004_leeb16">[16]</a>: Foucault, M. (1977). Discipline and Punish. NY: Vintage Books. <p><a name="vs004_leeb17">[17]</a>: Anzaldua, G. (1987). Borderlands/La Frontera. The New Mestiza. San Francisco: Aunt Lute Book Company. <p><a name="vs004_leeb18">[18]</a>: see: Laclau, E. &amp; Mouffe, C. (1985). Hegemony &amp; Socialist Strategy. Towards a radical democraticd politics. London: Verso. <p><a name="vs004_leeb19">[19]</a>: Leste Law, C. (1995). Introduction. In C.L. B. Dews &amp; C. Leste Law (eds.), This Fine Place So Far From Home. Voices of Academics from the Working Class. (pp. 1 - 10). Philadelphia: Temple University Press. <p><a name="vs004_leeb20">[20]</a>: Ibid. <p><a name="vs004_leeb21">[21]</a>: Butler, J. (1993). Bodies That Matter. On The Discursive Limits of "Sex". NY: Routledge. <p><a name="vs004_leeb22">[22]</a>: whose elaboration is beyond the scope of this paper. <p><a name="vs004_leeb23">[23]</a>: I mentioned this woman before in the section on Foucault's theorizing. <p><a name="vs004_leeb24">[24]</a>: The following book is an important starting point: Zandy, J. (1990). Calling Home. Working Class Women's Writings. New Jersey: Rutgers University Press. <p><a name="vs004_leeb25">[25]</a>: I therefore started a forum for "Women in Academia from Working-Class Backgrounds" in May 1997. It currently consists of thirteen women, representing all major academic institutions in the New York City area. <br>&nbsp; <br>&nbsp; <p><a name="vs004_ruchatz01">[01]</a>: Vgl. Elisabeth Frenzel, <i>Stoff- und Motivgeschichte</i>, 2. verbesserte Auflage, Berlin (Erich Schmidt) 1974 [=Grundlagen der Germanistik, hrsg. von Hugo Moser, 3], S. 138. Als erste Nennung in diesem Sinn f&uuml;hrt Frenzel Bodmers <i>Kritische Abhandlung von dem Wunderbaren in der Poesie</i> (1740) an, als fr&uuml;heste in gewissem Sinne motivgeschichtliche Studie Lessings <i>Hamburgische Dramaturgie</i> (1767/69). <p><a name="vs004_ruchatz02">[02]</a>: Vgl. ebd., S. 7; Frenzel bezieht sich in ihren &Uuml;berlegungen unter anderem auf Goethes <i>Noten und Abhandlungen zum Divan</i>. Frenzel hier als Protagonistin der Stofforschung darzustellen, soll lediglich der Begriffskl&auml;rung dienen und nicht literaturwissenschafte Ans&auml;tze bewerten. Allerdings bezeugen neuere Lexikonartikel Frenzel als weiterhin wichtigen Bezugspunkt. <p><a name="vs004_ruchatz03">[03]</a>: Ebd., S. 7. <p><a name="vs004_ruchatz04">[04]</a>: Ebd., S. 8/9. <p><a name="vs004_ruchatz05">[05]</a>: Vgl. ebd., S. 10. <p><a name="vs004_ruchatz06">[06]</a>: Ebd., S. 24. <p><a name="vs004_ruchatz07">[07]</a>: Vgl. Fritz Mauthner, Artikel "Stoff", in: ders., <i>W&ouml;rterbuch der Philosophie. Neue Beitr&auml;ge zu einer Kritik der Sprache</i>, 3. Band, 2. Auflage, Leipzig (Meiner) 1924, S. 235. <p><a name="vs004_ruchatz08">[08]</a>: Ebd., S. 241/42. <p><a name="vs004_ruchatz09">[09]</a>: Vgl. Friedrich Theodor Vischer, <i>Das Sch&ouml;ne und die Kunst. Zur Einf&uuml;hrung in die &Auml;sthetik. Vortr&auml;ge</i>, 2. Auflage, Stuttgart (Cotta) 1898, S. 64: "Iphigenie ist auch ein Sagenstoff; und Goethe hat ihn sogar schon k&uuml;nstlerisch behandelt vorgefunden. Aber des Euripides Iphigenie verh&auml;lt sich zu Goethes wie roher Stoff zu einem Kunstwerk. So rein hat Goethe den Adel der Wahrhaftigkeit der sch&ouml;nen menschlichen Empfindung hineingelegt, so rein, wie er in einem altgriechischen Werk noch nicht walten kann." <p><a name="vs004_ruchatz10">[10]</a>: Vgl. Luhmann, <i>Die Wissenschaft der Gesellschaft</i>, Frankfurt/Main (Suhrkamp) 1992, S. 224: "In klassischer Darstellung wird der Realit&auml;tskontakt der Wissenschaft durch Wahrnehmung hergestellt. Wahrnehmung entnehme der Welt Wahres, entnehme der Welt zumindest Informationen, und diese <i>Herkunft</i> garantiere zugleich, da&szlig; &uuml;ber die Welt, wie sie ist, informiert wird." <p><a name="vs004_ruchatz11">[11]</a>: Siehe dazu Jonathan Crary, <i>Techniken des Betrachters. Sehen und Moderne im 19. Jahrhundert</i>, Dresden und Basel (Verlag der Kunst) 1996. <p><a name="vs004_ruchatz12">[12]</a>: Vgl. Luhmann, <i>Die Wissenschaft der Gesellschaft</i>, a.a.O., S. 688ff. <p><a name="vs004_ruchatz13">[13]</a>: Siehe dazu Stefan Jensen, "Im Kerngeh&auml;use", in: Gebhard Rusch und Siegfried J. Schmidt (Hrsg.), <i>Konstruktivismus und Sozialtheorie. Delfin 1993</i>, Frankfurt (Suhrkamp) 1994, S. 47-108, beispielsweise S. 93: "Wissenschaft erfa&szlig;t nicht Tatsachen, nicht die 'physische Wirklichkeit' (sozusagen in ihrem 'Rohzustand'), sondern sie erzeugt sie - erzeugt sie als Resultante ihres Vorgehens, in Gestalt kulturimmanenter Konzepte. Sie besch&auml;ftigt sich mit der physischen Wirklichkeit, die die Gesellschaft in ihrer konstitutiven Symbolik geschaffen und semantisch kodifiziert hat." Die Grenze zu der pr&auml;sumtiven Au&szlig;enwelt stellt f&uuml;r Jensen tats&auml;chlich einen "Spiegel" dar. <p><a name="vs004_ruchatz14">[14]</a>: Zu den unterschiedlichen Wahrheitstheorien siehe Karen Gloy: "Die eine Wahrheit und die vielen Wahrheitstheorien", in: <i>Du Vrai, Du Beau, Du Bien. Etudes philosophiques pr&eacute;sent&eacute;es au prof&eacute;sseur Evangh&eacute;los A. Moutsopoulos</i>, Paris 1990, S 58-68. <p><a name="vs004_ruchatz15">[15]</a>: Niklas Luhmann, "Wie lassen sich latente Strukturen beobachten", in: Paul Watzlawick und Peter Krieg, <i>Das Auge des Betrachters</i>, M&uuml;nchen (Piper) 1991, S. 71. Da&szlig; es &uuml;berhaupt keine sozial privilegierten Orte f&uuml;r die Produktion von Besserwissen gibt, wage ich zu bezweifeln: man denke nur an die Universit&auml;t und ihre Sozialstruktur. <p><a name="vs004_ruchatz16">[16]</a>: Vgl. Geoffrey Batchen, <i>Burning With Desire. The Conception of Photography</i>, Cambridge/Mass. und London (MIT Press) 1997, S. 138 <p><a name="vs004_ruchatz17">[17]</a>: Indem die Wissenschaften innerhalb ihrer Fachsprachen operieren, so Jensen, gelingt es ihnen den Zweifel aus dem wissenschaftlichen Alltag zu verschieben, ohne der Frage nach der Realit&auml;t g&auml;nzlich ausweichen zu k&ouml;nnen; vgl. ders., Im Kerngeh&auml;use, a.a.O., S. 54: "Fachwissenschaftler unterstellen meist einfach, da&szlig; sich ihre Untersuchungen auf reale Gegebenheiten beziehen. Um dem Vorwurf metaphysischer Spekulation zu entgehen, beziehen sie sich nicht auf "Wirklichkeit" schlechthin, sondern auf den fachspezifischen Gegenstandsbereich - genannt 'universe of discourse'. Die Theorie(sprache) legt fest, was es darin 'wirklich gibt'. [...] Trotz solcher Immunisierung gegen&uuml;ber der Realit&auml;t kann letztlich aber doch kein Wissenschaftler der Frage entgehen, ob es das, wor&uuml;ber seine Wissenschaft spricht, denn wirklich gebe [das hei&szlig;t, ob es existierte, auch wenn er nicht dar&uuml;ber sprechen w&uuml;rde]. Wenn Gegenst&auml;nde der Wissenschaft wirkliche Dinge sind, dann gibt es implizit auch eine objektive Wirklichkeit." <p><a name="vs004_ruchatz18">[18]</a>: Vgl. Roland Barthes, <i>Die helle Kammer</i>, Frankfurt/Main (Suhrkamp) 1989, S. 86: "'Photographischen Referenten' nenne ich nicht die <i>m&ouml;glicherweise</i> reale Sache, auf die ein Bild oder Zeichen verweist, sondern die <i>notwendig</i> reale Sache, die vor dem Objektiv plaziert war und ohne die es keine Photographie g&auml;be." <p><a name="vs004_ruchatz19">[19]</a>: Siegfried Kracauer, <i>Geschichte - Vor den letzten Dingen</i>, Frankfurt/Main (Suhrkamp) 1971 [=Schriften, hrsg. von Karsten Witte, Bd. 4], S. 63. <p><a name="vs004_ruchatz20">[20]</a>: Niklas Luhmann, <i>Soziale Systeme. Grundri&szlig; einer allgemeinen Theorie</i>, Frankfurt/Main (Suhrkamp) 1984, S. 30. F&uuml;r weitere "realistische" Belegstellen in Luhmanns Schriften siehe Jensen, Im Kerngeh&auml;use, a.a.o., S. 64/65. <br>&nbsp; <br>&nbsp; <p><a name="vs004_volkening01">[01]</a>: Emine Sevgi &Ouml;zdamar: Mutterzunge. Berlin 1990, 90. <p><a name="vs004_volkening02">[02]</a>: Fatema Mernissi: Der politische Harem. Mohammed und die Frauen. Aus dem Franz&ouml;sischen von Veronika Kabis-Alamba. Frankfurt 1989, 127. <p><a name="vs004_volkening03">[03]</a>: Ebd., 20. <p><a name="vs004_volkening04">[04]</a>: Eva Meyer: Das Schleierschema. In: Dies.: Faltsache. Frankfurt und Basel 1996, 81-134, hier 82. <p><a name="vs004_volkening05">[05]</a>: Ebd., 83. <p><a name="vs004_volkening06">[06]</a>: Helmut Sorge: Grenzen der Toleranz. Der Streit um Schleier und Kopftuch im Unterricht. In: Spiegel Special. Weltmacht hinterm Schleier - R&auml;tsel Islam. Januar 1998. 125-126, hier 126. <p><a name="vs004_volkening07">[07]</a>: Meyer: Schleierschema, 81. <p><a name="vs004_volkening08">[08]</a>: Ebd., 82. <p><a name="vs004_volkening09">[09]</a>: Ebd. <p><a name="vs004_volkening10">[10]</a>: Ebd. <p><a name="vs004_volkening11">[11]</a>: Mernissi: Der politische Harem, 39. <p><a name="vs004_volkening12">[12]</a>: Ebd., 19. <p><a name="vs004_volkening13">[13]</a>: Ebd., 40. <p><a name="vs004_volkening14">[14]</a>: Ebd., 124. <p><a name="vs004_volkening15">[15]</a>: Ebd., 125. <p><a name="vs004_volkening16">[16]</a>: Ebd., 129. <p><a name="vs004_volkening17">[17]</a>: Ebd., 250. <p><a name="vs004_volkening18">[18]</a>: Ebd., 252. <p><a name="vs004_volkening19">[19]</a>: Ebd.f. <p><a name="vs004_volkening20">[20]</a>: Ebd., 32. <p><a name="vs004_volkening21">[21]</a>: Sigrid Weigel: Theoretischer Exkurs. 'Das Weibliche als Metapher des Metonymischen' - Kritische &Uuml;berlegungen zur Konstitution des Weiblichen als Verfahren oder Schreibweise. In: Dies.: Die Stimme der Medusa. Schreibweisen in der Gegenwartsliteratur von Frauen. D&uuml;lmen-Hiddingsel 1987, 196-213, hier 197. <p><a name="vs004_volkening22">[22]</a>: Silvia Bovenschen: Die imaginierte Weiblichkeit. Exemplarische Untersuchungen zu kulturgeschichtlichen und literarischen Pr&auml;sentationsformen des Weiblichen. Frankfurt a.M. 1979. <p><a name="vs004_volkening23">[23]</a>: Jacques Derrida: Sporen. Die Stile Nietzsches. Aus dem Franz&ouml;sichen von Richard Schwaderer, &Uuml;berarbeitung der &Uuml;bersetzung von Werner Hamacher. In: Werner Hamacher (Hg.): Nietzsche aus Frankreich. Frankfurt a. M. und Berlin 1986, 129-168, hier 146. <p><a name="vs004_volkening24">[24]</a>: Ebd., 142. <p><a name="vs004_volkening25">[25]</a>: Friedrich Nietzsche: Die fr&ouml;hliche Wissenschaft. (Kritische Studienausgabe 3, hgg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari.) M&uuml;nchen &sup2;1988, 352. <p><a name="vs004_volkening26">[26]</a>: Derrida: Sporen, 138. <p><a name="vs004_volkening27">[27]</a>: Jacques Derrida: A Silkworm of One's Own. Aus dem Franz&ouml;sischen von Geoffrey Bennington. In: The Oxford Literary Review: Derridas. Vol. 18, Nos. 1-2, 1996. <p><a name="vs004_volkening28">[28]</a>: Ferdinand de Saussure: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Aus dem Franz&ouml;sischen von Werner Lommel. Berlin &sup2;1967, 35. <p><a name="vs004_volkening29">[29]</a>: Derrida: Silkworm, 19. <p><a name="vs004_volkening30">[30]</a>: Eva Meyer: Z&auml;hlen und Erz&auml;hlen. F&uuml;r eine Semiotik des Weiblichen. Wien und Berlin 1983, 95. <p><a name="vs004_volkening31">[31]</a>: Derrida: Silkworm, 41. <p><a name="vs004_volkening32">[32]</a>: Ebd. <p><a name="vs004_volkening33">[33]</a>: Eva Meyer: Den Schleier nehmen. Zitiert nach dem Manuskript, 1. Erscheint in K&uuml;rze in: Gisela Ecker (Hg.): Trauer tragen. Weibliche Inszenierungen. M&uuml;nchen 1998. <p><a name="vs004_volkening34">[34]</a>: Hannah Arendt: Vita Activa, oder: Vom t&auml;tigen Leben. M&uuml;nchen 1967, 167. <p><a name="vs004_volkening35">[35]</a>: Ebd., 169. <p><a name="vs004_volkening36">[36]</a>: Meyer: Den Schleier nehmen, 2. <p><a name="vs004_volkening37">[37]</a>: Arendt: Vita Activa, 169. <p><a name="vs004_volkening38">[38]</a>: Meyer: Den Schleier nehmen, 9. <p><a name="vs004_volkening39">[39]</a>: Arendt: Vita Activa, 173. <p><a name="vs004_volkening40">[40]</a>: Ebd. <p><a name="vs004_volkening41">[41]</a>: Meyer: Den Schleier nehmen, 2. <br>&nbsp; <br>&nbsp; <p><a name="vs004_weingart01">[01]</a>: "Faszikel<b> </b>(lat.) <i>der, -s/-,</i> Heft; Aktenb&uuml;ndel." (Brockhaus, 1984). – "Faszikel, <i>m./n. per. fach.</i> 'Aktenb&uuml;ndel, B&uuml;ndel' (&lt; 18. Jh.). Entlehnt aus l. <i>fasciculus m.</i> 'kleines B&uuml;ndel, Paket', einem Diminutivum zu l. <i>fascis</i> m. 'Bund, B&uuml;ndel, Paket'." (Friedrich Kluge, Etymologisches W&ouml;rterbuch der deutschen Sprache, 23. erw. Aufl., Berlin, New York: de Gruyter 1995). <p><a name="vs004_weingart02">[02]</a>: "Faszikel (v. lat. <i>fascilus=</i>) B&uuml;ndel, Aktenb&uuml;ndel, Heft, im Buchwesen: Lieferung, ungebundener Teilband." (Gero v. Wilpert, Sachw&ouml;rterbuch der Literatur, Stuttgart: Kr&ouml;ner 1989). <p><a name="vs004_weingart03">[03]</a>: "faszinieren ... 'begeistern, anziehen' (&lt;18. Jh.). Entlehnt aus l. <i>fascinare</i> 'behexen', dessen Herkunft nicht sicher gekl&auml;rt ist. Zun&auml;chst entlehnt in der Bedeutung 'bezaubern', dann Weiterentwicklung zu 'anziehen'. Abstraktum: Faszination." (Kluge, Etymologisches W&ouml;rterbuch). <p><a name="vs004_weingart04">[04]</a>: "Faszination (lat. "Beschreiung, Behexung"), w; -, -en: Bezauberung, Ber&uuml;ckung, Verblendung. faszinieren: bezaubern, ber&uuml;cken; verblenden" (Duden Fremdw&ouml;rterbuch, 1971). <p><a name="vs004_weingart05">[05]</a>: Friedrich Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches II, KSA 2, S. 421 (Nr. 104). <p><a name="vs004_weingart06">[06]</a>: Rainald Goetz, Hirn, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1986, S. 188. <p><a name="vs004_weingart07">[07]</a>: Ernst Robert Curtius, Europ&auml;ische Literatur und lateinisches Mittelalter [1948], 11. Aufl., T&uuml;bingen, Basel: Francke 1993, S. 168. <p><a name="vs004_weingart08">[08]</a>: Nick Hornby, Fever Pitch. Ballfieber – Die Geschichte eines Fans [1992], Kiepenheuer &amp; Witsch 1997, S. 13. F&uuml;r eine Beschreibung von Fan-Sein als aus Einem Stoff Sein vgl. auch Hornbys Nietzsche-Paraphrase: "Mir wurde schon immer vorgeworfen, die Dinge, die ich liebe – nat&uuml;rlich Fu&szlig;ball, aber auch B&uuml;cher und Platten –, viel zu ernst zu nehmen, und ich empfinde tats&auml;chlich eine Art Wut, wenn ich eine schlechte Platte h&ouml;re oder wenn jemand sich f&uuml;r ein Buch, das mir viel bedeutet, nicht sonderlich erw&auml;rmen kann." (ebd., S. 27). <p><a name="vs004_weingart09">[09]</a>: Hornby, Fever Pitch, S. 22. <p><a name="vs004_weingart10">[10]</a>: Roland Barthes, Fragmente einer Sprache der Liebe [1977], Frankfurt/M.: Suhrkamp 1984, S. 130f. <p><a name="vs004_weingart11">[11]</a>: Vgl. dazu Michel Foucault, "Das Denken des Drau&szlig;en", in: ders., Schriften zur Literatur, Fischer: 1988, S. 130-156 (z.B. 135). <p><a name="vs004_weingart12">[12]</a>: Maurice Blanchot, Die wesentliche Einsamkeit [1959], Berlin: Henssel 1994, S. 26. <p><a name="vs004_weingart13">[13]</a>: Warum Faszination? Sehen setzt Distanz voraus, die trennende Bestimmtheit, die F&auml;higkeit, nicht in Kontakt zu kommen und im Kontakt die Verwirrung zu vermeiden. Sehen bezeichnet, da&szlig; diese Trennung dennoch Begegnung geworden ist. Aber was geschieht, wenn einen das, was man sieht, obgleich es distanziert ist, durch einen ergreifenden Kontakt zu ber&uuml;hren scheint, wenn die Sehweise eine Art Ber&uuml;hrung ist, wenn Sehen ein <i>Kontakt</i> auf Distanz ist? Wenn sich das Gesehene dem Blick auferlegt, als wenn der Blick ergriffen, ber&uuml;hrt, mit der Erscheinung in Verbindung gesetzt w&uuml;rde?" (Blanchot, Die wesentliche Einsamkeit, S. 27ff.). <p><a name="vs004_weingart14">[14]</a>: Blanchot, Die wesentliche Einsamkeit, S. 29. <p><a name="vs004_weingart15">[15]</a>: Oder aus, wenn man die Metaphorik des Lichts in einem anderen traditionellen Sinn kippen lassen will, wo sie f&uuml;r Rationalit&auml;t im Sinne der 'Aufkl&auml;rung' von Obskurit&auml;ten einsteht. <p><a name="vs004_weingart16">[16]</a>: Walter Benjamin, "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit", Gesammelte Schriften Bd. I.2, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1974, S. 479. <p><a name="vs004_weingart17">[17]</a>: Vgl. nur den fr&uuml;hen Aufsatz "&Uuml;ber Sprache &uuml;berhaupt und die Sprache des Menschen" [1916], wo auf der Basis eines mystisch-theologischen Sprachbegriffs die Unterscheidung zwischen einem Inhalt, der sich <i>durch</i> die Sprache mitteilt, und einem "geistigen Wesen", das sich <i>in</i> der Sprache mitteilt, eingef&uuml;hrt wird (GS, Bd. II.1, S. 140-157). &Uuml;ber dieses Konzept eines "inhaltstranszendenten Inhalt" in Benjamins Sprachauffassung vgl. Wilfried Menninghaus, Walter Benjamins Theorie der Sprachmagie, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1980. <p><a name="vs004_weingart18">[18]</a>: Rainald Goetz, in: Westbam, Mix, Cuts &amp; Scratches mit Rainald Goetz, Berlin: Merve 1997, S. 7. <p><a name="vs004_weingart19">[19]</a>: Benjamin, "&Uuml;ber einige Motive bei Baudelaire", GS Bd.I.2, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1991, S. 646f. Vgl. auch ebd.,S. 646: "Dem Blick wohnt die Erwartung inne, von dem erwidert zu werden, dem er sich schenkt." <p><a name="vs004_weingart20">[20]</a>: Jacques Lacan, Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse, Das Seminar Buch XI [1964], 4. Aufl., Weinheim, Berlin: Quadriga 1996, S. 81 (Kap. "Die Spaltung von Auge und Blick"). <p><a name="vs004_weingart21">[21]</a>: Lacan, Die vier Grundbegriffe, S. 112 (Kap. "Was ist ein Bild/Tableau?"). Genau wie Benjamins Begriff der Aura wird der Blick hier in Bezug auf Kunst, auf Gem&auml;lde thematisiert, aber wie bei Benjamin beschr&auml;nkt sich die Verwendung nicht darauf. – Zum 'photo-graphiert'-Werden des Subjekts vgl. Barthes, Fragmente, S. 131: "Beim faszinierenden Bild ist, was mich (wie ein lichtempfindliches Papier) beeindruckt, nicht die Addition seiner Details, sondern diese oder jene Wendung. [...] Was k&uuml;mmert mich also die &Auml;sthetik des Bildes? Irgend etwas pa&szlig;t sich genau meinem Verlangen an (das ich gar nicht kenne); ich nehme also nicht die geringste R&uuml;cksicht auf Stil." <p><a name="vs004_weingart22">[22]</a>: Lacan, Die vier Grundbegriffe, S. 109 (Kap. "Linie und Licht"). <p><a name="vs004_weingart23">[23]</a>: Lacan, Subversion des Subjekts und Dialektik des Begehrens im Freudschen Unbewu&szlig;ten, Schriften 2, 3., korr. Aufl., Berlin, Weinheim: Quadriga, S. 165-204 (194). Darin eine andere Formulierung: "Das Phantasma ist recht eigentlich der 'Stoff' dieses Ich, das deshalb der Urverdr&auml;ngung unterliegt, weil es nur im <i>fading</i> des Aussagens angehbar ist." (ebd., S. 192). <p><a name="vs004_weingart24">[24]</a>: Die konzeptuelle Ausarbeitung des Begriff geht zur&uuml;ck auf Jacques-Alain Miller, "Suture (elements of the logic of the signifier)", in: Screen 18, Nr. 4 (Winter 1977/78), S. 24-34. F&uuml;r die filmtheoretische Umsetzung vgl. Stephen Heath, "Notes on Suture", in: Screen 18, Nr. 4 (Winter 1977/78), S. 24-34; Kaja Silverman, "Suture", in: dies. The Subject of Semiotics, New York, Oxford: Oxford UP 1983, S. 194-236. <br>&nbsp; <ADDRESS> <EM> Feedback: Anregungen, Kommentare und Kritik schreiben Sie in Ihren <A HREF="mailto:verstaerker@unikoeln.de">Leserbrief</A>! </EM> <p> <center> <a href="main.html" target="_self"><IMG SRC="../icons/haupt.gif" ALIGN=CENTER ALT="VERSTÄRKER > Hauptseite" BORDER=0></a> </center> <P> &copy; bei <a href="http://infosoc.unikoeln.de/~krajewsk/">Markus Krajewski</a> und <a href="mailto:a2646293@smail.rrz.unikoeln.de">Harun Maye</a>, Version 1.4, 19.11.1999. </p> </body> </html>