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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Kulturwissenschaft

Lehre

Sommersemester 2018

 

Materielle Kulturen, Kulturen der Materialität

 

Für die materielle Kultur spielen Dinge, Stoffe und Materialien ebenso eine wichtige Rolle wie die wechselnden Verbindungen und Mischungen, die sie eingehen, und die kulturellen Bedeutungen, die sie dabei produzieren. Die Vorlesung wird diese Verhältnisse und Bedeutungen an einer Reihe konkreter Dinge, Stoffe und Materialien auffächern und zugleich auf aktuelle kulturwissenschaftliche Fragestellungen beziehen. Von besonderem Interesse werden dabei Eigenmächtigkeit und Handlungspotenziale von Dingen, Stoffen und Materialien sowie Möglichkeiten einer Dingpolitik sein.

 

Mittwoch, 12-14 Uhr, Dorotheenstraße 26, Hörsaal 208


 

Geschichten und Politiken der Diversität

 

Diversität wurde im 18. Jahrhundert zu einer epistemischen Figur, als in den Humanwissenschaften die Vielfalt der Arten systematisch beschrieben wurde. Unter dem Begriff ‚Diversität’ versammeln sich gegenwärtig vor allem soziologische Ansätze und politische Bewegungen, die kulturelle Vielfalt hinsichtlich ethnischer Zugehörigkeit, Alter, geschlechtlicher und religiöser Orientierung sowie körperlicher Beeinträchtigung unterscheiden. Identitätspolitisch wird Diversität gegen Nationalismus und Rassismus gewendet. Diversität zeigt sich aber auch weltweit hinsichtlich von Arbeitsstilen, Lebensweisen und Milieus. Angesichts des weltweiten Artensterbens wird Biodiversität zugleich zu einer ökologischen und ethischen Herausforderung. Das Seminar wird die wechselhafte Wissensgeschichte der Diversität ebenso diskutieren wie deren aktuellen Praktiken und Politiken.

 

Donnerstag, 12-14 Uhr, Georgenstraße 47, Pergamonpalais (Raum 0.9)


 

Figurationen der Dyssimetrie

 

In Natur und Kultur spielen Orientierungen eine wichtige Rolle, die Neigung von Organismen nach einer Seite ebenso wie die Unterscheidung zwischen rechts und links. In vielen Kulturen wird die rechte Hand privilegiert, wird rechts mit Recht und Rechtschaffenheit gleichgesetzt und links entsprechend mit dem Linkischen und Falschen assoziiert. Linkshändigkeit kommt dabei einem Handicap, einer Deplatzierung gleich, die im Widerstreit mit Norm und Normalisierung liegt. Dissymmetrie bezeichnet eine Abweichung von symmetrischen Strukturen. Das Seminar wird Figurationen von Dissymmetrie und deren kulturelle Bedeutung u.a. in Schriften von Immanuel Kant, Roger Caillois, Roland Barthes und Michel Serres untersuchen und Alternativen diskutieren, Andersartigkeit positiv zu denken und zu leben.

 

Donnerstag, 16-18 Uhr, Georgenstraße 47, Pergamonpalais (Raum 0.9)


 

Examenskolloquium für AbsolventInnen (B.A. / M.A.)

 

Das Kolloquium richtet sich an Studierende der Kulturwissenschaft im Bachelor und Master, die im Sommersemester 2018 ihre Abschlussarbeiten schreiben. Die Anmeldung zum Kolloquium erfolgt in der ersten Sitzung.

Termine: 27.4., 18.5., 1.6., 15.6., 29.6. und 13.7, 14-16 Uhr.
Georgenstraße 47, Raum 4.05


 

Alle Veranstaltungen von Prof. Löffler im SoSe 2018

 



 

Wintersemester 2017 / 2018

 

Materie, Materialial, Materialismus

 

Materie ist ein Grundbegriff der Philosophie: sie lässt sich formen und gestalten und formt und gestaltet – Materie ist passiv und aktiv zugleich. Materialien und ihre verschiedenen Qualitäten spielen nicht umsonst im Herstellen von Artefakten eine wichtige Rolle. Materialismus wiederum bezeichnet eine Richtung der Philosophie, die die materiellen Bedingungen von Kultur und Gesellschaft herausstellt. Die Vorlesung wird sich mit der Geschichte und Pragmatik dieser philosophischen Begriffe und Konzepte ebenso beschäftigen wie mit ihrer Brisanz in aktuellen Debatten um den Begriff des new materialism.

 

Dienstag, 12-14 Uhr, Unter den Linden 6, Raum 2097 (Hörsaal)


 

Archivpraktiken. Eine Kultur- und Mediengeschichte des Aufbewahrens.

 

Was wird in einer Kultur bewahrt? Durch welche Prozeduren gelangt es in Archive oder wie wird es gesammelt oder ausgestellt? Praktiken des Aufbewahrens, des Archivierens und Sammelns unterliegen einem kulturellen und medialen Wandel, der Orte und Institutionen ebenso umfasst wie Techniken und Materialien. Das Seminar wird die Vielfalt archivalischer Praktiken untersuchen und dabei besonders Gegenarchive als widerständige Archivpraktiken in den Blick nehmen.

 

Donnerstag, 14-16 Uhr, Georgenstraße 47, Raum 0.07 (Pergamonpalais)


 

Feministische Wissenschaftstheorie

 

Das Seminar wird u.a. Texte von Donna Haraway, Isabelle Stengers, Karen Barad und Catherine Malabou diskutieren und Positionen einer feministischen Wissenschaftstheorie ausloten.

 

Mittwoch 14-16 Uhr, Georgenstraße 47, Raum 0.07 (Pergamonpalais)


 

Examenskolloquium für AbsolventInnen (B.A. / M.A.)

 

Das Forschungskolloquium richtet sich an Studierende der Kulturwissenschaft im Bachelor und Master, die im Sommersemester 2018 ihre Abschlussarbeiten schreiben.

 

Termine: 03.11. 14-16 Uhr, 17.11. 14-18 Uhr, 15.12. 14-18 Uhr, 12.01. 14-18 Uhr

16.02. 14-16 Uhr.