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▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Kulturwissenschaft

SS 2011

 
 
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2011
Prof. Dr. Wolfgang Schäffner 
 
 
CO Examens- und Forschungskolloquium 
Gemeinsamens Colloquium für Magister-, BA- und MA-Abschlussarbeiten sowie für Promotionsprojekte.
Di 10-13 / SO 22a 4.10 / HU Moodle 
 
 
 
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2011
Dr. Sandra Schramke 
 
 
FS Synchron. Berliner technische Infrastrukturen, 1800-2010 - Modelle 
Die Versorgung des Stadtraums durch die sog. technische Infrastruktur ist für das Funktionieren der modernen Stadt von entscheidender Bedeutung. Im Seminar wollen wir daher in einem ersten Schritt ausgewählte Beispiele der Ver- und Entsorgung (Warentransport, Müllentsorgung, Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, Elektro- und Solarenergie), der Kommunikation (Rundfunk, Internet, Telefonnetz, Mobilfunk) und des Verkehrs (Individualverkehr, öffentlicher Nahverkehr, Straßen, Rad- und Gehwege) untersuchen. In einem zweiten Schritt werden die Forschungsergebnisse mit gestalterischen Mitteln in 3D-Modellen sichtbar gemacht. Diese Modelle sollen schließlich als Exponate einer am Institut für Kulturwissenschaft konzipierten Ausstellung zum Thema Synchronisation im Herbst 2011 einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ein besonderer Fokus liegt daher auf der Synchronisationsleistung, die den einzelnen Infrastrukturen zugrunde liegt.
Dieses Seminar kann nur in Verbindung mit dem Seminar "Synchron. Berliner technische Infrastrukturen, 1800-2010 - Geschichte" belegt werden.
Mo 12-14 / SO 22 0.03
 
SE Synchron. Wissensordnungen I+II 
Am Beispiel der Bibliothek lassen sich nicht nur die im engen Sinn architektonische Ordnung der symbolischen und geographischen Zeichen des Texts, sondern auch ihre materialen, räumlichen Ordnungen – vom Buch zum Regal zum Raum – bis in zu Überlegungen eines instantanen Zugriffs digitaler Texte festmachen. Wir wollen Bibiliotheken, Laboratorien und andere Typologien von Wissensspeichern als materiale räumliche Formate, Datenspeicher und Datenübertragungen mit ihren jeweiligen Registrierungstechniken wie z.B. Diagrammen historisch analysieren und ausgehend von heutigen Medienentwicklungen die Hintergründe der Wissensformen, die den Typologien zugrunde liegen, anhand von Modellen aufdecken. Dabei sollen unsere Untersuchungen die unterschiedlichen Maßstabsebenen von Wissensstrukturen in Bezug auf Raumkonstruktionen berühren.
Es wird empfohlen, beide Veranstaltungen - Wissensordnungen I. Historische Recherche und Wissensordnungen II. Übertragungen - zu besuchen. 
Mi 12-16 / SO 22 4.11
 
 
 
 
 
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2011
Dr. Liliana Gómez-Popescu 
 
 
SE Lateinamerika in den Wissensexpeditionen 
Wissensexpeditionen bedienen sich ganz unterschiedlicher Kulturtechniken und Aufzeichnungssysteme. Zu diesen zählen etwa das Sammeln, Dokumentieren, Vermessen, Fotografieren, Kartographieren, Erzählen oder Klassifizieren. Expeditionen transportieren hier Gegen-stände, Befunde, Zeugnisse und kulturelle Artefakte nach Europa oder Nordamerika. Alexander von Humboldt ist wohl einer der bekanntesten deutschen Naturforscher, die Süd- und Mittelamerika und die Karibik wissenschaftlich erforschten. Zweifelsohne führte die wissenschaftliche Entdeckung „Lateinamerikas“ zur Ausdifferenzierung der modernen europäischen Wissenschaften. Anhand beispielhaft ausgewählter Expeditionen nach Lateinamerika vom 18. bis ins 20. Jahrhundert soll den Prinzipien der medialen Erschließungen dieser Expeditionen und deren wissenschaftlicher und ökonomischer Verwertung nachgegangen werden. Es sollen die dabei verwendeten Medien und entstandenen (Text)Artefakte auf ihre kulturelle Materialität und den Begriff von Wissen hin untersucht werden. Ziel ist es dabei auch, einige der entstandenen Kulturtheorien und kulturellen Vorstellungen und Repräsentationen von Lateinamerika zu diskutieren. Der Begriff der Feldforschung für eine Kulturwissenschaft von heute soll hier ausgelotet werden.
Mi 16-18 / SO 22 4.11
 
 
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2011
Dr. Claudia Mareis 
 
 
SE Systematisiertes Querdenken: Kreativitätstechniken im historischen Kontext 
Systematische Heuristiken zur Genese von Problemlösungen wie Raimundus Lullus’ ars combinatoria oder Leibniz’ ars inveniendi sind seit Jahrhunderten bekannt. Während und seit Ende des Zweiten Weltkrieges jedoch haben Techniken zur (Er-)Findung und Veranschaulichung von ›Ideen‹ in zahlreichen professionellen und (populär-)wissenschaftlichen Feldern wie Designwissenschaft, Marketing, Management, Pädagogik, Ingenieurswissenschaften oder angewandte Psychologie in signifikanter Weise an Bedeutung gewonnen. Einschlägige Techniken sind Mind Maps, semantische Netze und Begriffs-Landkarten, Brainstorming- und Brainwrititing- Techniken, Pinnwand-Moderationen oder morphologische Methoden. Der Popularität dieser Techniken sowie der Sedimentierung ihres begrifflich-visuellen Vokabulars im Fachwissen vieler Berufs- und Wissenschaftsfelder steht indes ein eklatanter Mangel an Historisierung und kritischer Theoriebildung gegenüber.In dem Seminar werden ausgewählte Kreativitäts- und Ideenfindungstechniken als ernstzunehmende und zeithistorisch aussagekräftige Versuche adressiert, Techniken und Verfahren zu entwickeln, vermittels derer ›Innovation‹ in Wissenschaft, Technik und Gesellschaft auf eine vermeintlich systematische Weise garantiert werden soll. Das Seminar beinhaltet neben der Lektüre einschlägiger Texte auch den Versuch, die behandelten Techniken und Verfahren selbst anzuwenden und auf der Basis dieser praktischer Erfahrung zu reflektieren.
Fr 10-14 14-täglich / SO 22 3.01